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Ein Sechserpack Premieren!

Wenn das kein muskulöses "Sixpack" ist! Da wird geliebt, geheiratet, geschieden, verzichtet, verkleidet, geprahlt, gelacht, geweint...

Sechs Premieren an einem Tag - das ist selbst bei einem so reichhaltigen Katalog wie dem von Musik und Bühne spektakulär. Vom Kammermusical MARRY ME A LITTLE über die ganz neue deutsche Fassung der BRÜCKEN AM FLUSS bis hin zu einer echten und einer als Musical verkleideten Oper bildet dieses "Sixpack" auch ganz gut die Bandbreite unseres Angebots ab.

DIE BRÜCKEN AM FLUSS sind erstmals in Deutschland zu sehen. Das Theater Trier hat sich für dieses Musical von Jason Robert Brown der Mitwirkung von Musicalspezialisten wie Carin Filipcic in der weiblichen Hauptrolle und Ulrich Wiggers als Regisseur versichert. Übersetzt hat Wolfgang Adenberg. Anlässlich der Broadwaypremiere wurde vor allem Browns Musik gepriesen, so auch von der New York Times: "Fortunately, music is the food of love, or so I hear, and Mr. Brown (PARADE, THE LAST FIVE YEARS) gives us plenty of rich fare to feast on. (...) (He) also brings layered textures of yearning to his songs for Francesca that make us experience the world through her startled, newly awakened senses".  

Ein ungewöhnliches Experiment wagt man in Neustrelitz und führt Jacques Offenbachs Oper HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN in der Fassung von Walter Felsenstein auf. Der legendäre Regisseur, Gründer und langjährige Intendant der Komischen Oper Berlin legte 1958 Hand an Offenbachs problematisches Werk und schuf, wie es in einer Premierenkritik der "Welt" hieß, "eine Fassung, die in hohem Maß dramaturgische Logik und künstlerische Geschlossenheit, innere Glaubwürdigkeit und damit schließlich auch dramatische Wahrhaftigkeit besitzt". Zwar ist Felsensteins Fassung nicht jenes "letzte Wort" zur Versionsproblematik gewesen, das der Rezensent erhoffte. Aber es ist doch höchst interessant, dass in unseren den Originalfassungen (so es sie denn gibt) zugeneigten Zeiten diese Alternative zur Diskussion gestellt und gleichzeitig ein großer Regisseur und Übersetzer des 20. Jahrhunderts gewürdigt wird.

Besagte "unechte Oper" trägt den Titel OTELLO DARF NICHT PLATZEN und ist durch die Filter von Boulevardkomödie und Musical gegangen - ein Restbestand Verdi blieb erhalten, aber der Musicalspaß findet hinter den Kulissen statt. Bei der Verwandlung der Komödie in ein nostalgisches, wohlklingendes Musical hat Ken Ludwig, der mit LEND ME A TENOR eins der erfolgreichsten Stücke der Gegenwart geschrieben hat, selbst mitgewirkt. An der Musikalischen Komödie Leipzig ist das Musical seit der deutschsprachigen Erstaufführung 2014 im Spielplan, nun widmet sich das Stadttheater Bremerhaven dem munteren Verwechslungsspiel.

Im Studioformat bietet der spektakuläre Samstag drei wiederum sehr unterschiedliche Werke: Als "Masterclass" zeigen die Bayerische Theaterakademie und das Deutsche Theater München Stephen Sondheims Zwei-Personen-Musical HEIRAT MICH EIN BISSCHEN (orig. MARRY ME A LITTLE) an, wo die Grenzen zwischen Beziehung und Nicht-Beziehung verschwimmen. Um Beziehung(en) geht es auch in Ingmar Bergmans viel gespielten SZENEN EINER EHE, die neu am Theater Rudolstadt zu sehen sind. Und das Westfälische Landestheater mit Hauptsitz in Castrop-Rauxel inszeniert mit Georg Kreislers HEUTE ABEND: LOLA BLAU einen echten Dauerbrenner. 

Übrigens - nimmt man den Freitag noch dazu, führen Sie zwei weitere Premieren noch in zusätzliche "Abteilungen" unseres Katalogs: Mit LILIOM steht das bekannteste Werk von Ferenc Molnár in Schwerin auf dem Spielplan, und in Hamburg geht eine Konzertaufführung von Andrew Lloyd Webbers JESUS CHRIST SUPERSTAR über die Bühne (der, und damit genug geprahlt, die nächste Neuinszenierung dieses Musicals nur eine gute Woche später folgt, nämlich in Würzburg).

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