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GEFÄNGNIS, DAS



Fängelse (1949)

Schauspiel

von Ingmar Bergman

JW

Ein Mathematiklehrer, bis vor kurzem Insasse einer Nervenheilanstalt, besucht seinen ehemaligen Schüler, einen Regisseur. Im Gepäck hat er die Idee für einen Film: Der Teufel hat die Herrschaft auf der Erde übernommen und die Hölle dorthin verlegt. Thomas, ein junger Autor mit Eheproblemen, erfährt davon und glaubt, die perfekte Hauptfigur für diesen Film zu kennen, die 17-jährige Prostituierte Birgitta-Carolina über die er einen Artikel geschrieben hat. Als Thomas nach einem Streit mit seiner Frau glaubt, diese getötet zu haben, will er sich der Polizei stellen. Da trifft er zufällig auf Birgitta-Carolina, die ihr neugeborenes Kind ihrem brutalen Zuhälter und ihrer gefühllosen Schwester überlassen hat. Thomas und sie flüchten sich in eine kurze aber aussichtslose Liebesaffäre. Im Traum sieht Birgitta-Carolina wie ihre Schwester das Baby ertränkt, kurze Zeit später findet die Polizei tatsächlich die Leiche. Daraufhin begeht Birgitta-Carolina Selbstmord und Thomas kehrt zu seiner Frau zurück.

*

„Erlebnis wird Spiel, Gedanke wird Wirklichkeit, Traum ist Alltag. Kein anderer als Strindberg geistert durch das Drehbuch dieses Films, das Bergman selber geschrieben hat. Die Qualen des Zusammenlebens, das Abstumpfen der Gefühle, der Griff nach dem Alkohol und das Tasten nach dem Messer – düstere Selbstmordgedanken, ein erwürgter Fisch als Symbol für ein getötetes Kind, ein toter Vogel und ein versteinerter Wald, der aus Menschenkörpern besteht. Dazu taumelnde Gedanken wie diese: ‚Manchmal denke ich, dass ein Mann und eine Frau sich auch Stück für Stück verlieren können, ohne dass sie sich deshalb zu verlassen brauchen.’ Schließlich sogar der denkbar dunkelste Satz, der wohl jemals in einem Film gewagt worden ist: ‚Ich glaube, dass das Leben nur ein böse Kurve zwischen der Geburt und dem Tod ist.’“ (Hans Hellmut Kirst im Münchener Merkur, 11.12.1961)


Deutschland

Hauptrollen:
4 Herren,
3 Damen

Von diesem Werk liegt noch keine Übersetzung vor.



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