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Spielerisch intellektuell: THE THEORY OF RELATIVITY

Wiener Musicalstudenten führten das Musical von Neil Bartram und Brian Hill erstmals in Deutsch auf.

Neil Bartram und Brian Hill (DIE STORY MEINES LEBENS) nahmen sich mit THE THEORY OF RELATIVITY vor, ein leicht aufführbares Musical für junge Erwachsene zu schreiben, das von den Darstellern nicht verlangt, ältere oder jüngere Charaktere zu verkörpern, sondern Erfahrungen und Erlebnisse ihrer eigenen Altersgruppe einzubringen. Die womöglich drohende Banalität umgingen Bartram und Hill auf ziemlich geniale Weise: Sie kombinierten die alltäglichen Geschehnisse mit der Idee, dass sich menschliche Beziehungen gleichsam physikalisch erklären lassen - mit der schließlich titelgebenden Relativitätstheorie von Albert Einstein.

Die Musicalstudenten der MUK Privatuniversität Wien sind also genau das richtige Ensemble für die Anfang Oktober erfolgte deutschsprachige Erstaufführung. Übersetzt haben THE THEORY OF RELATIVITY Celina dos Santos und Timo Tatzber, die beide aus diesem Ausbildungsinstitut hervorgegangen sind bzw. dort noch studieren. Aus dem "kleinen, freiwilligen Projekt", das im letzten Studienjahr erarbeitet werden sollte, wurde schließlich auf Vorschlag des musikalischen Leiters doch ein vollständiges Musical, erzählt Celina dos Santos: "Wir alle hatten uns, wie man so schön sagt, auf Anhieb in die Musik verliebt".

THE THEORY OF RELATIVITY ist ohne viel Aufwand zu produzieren, aber musikalisch und konzeptionell durchaus eine Herausforderung. Celina dos Santos ist sicher, dass "das Stück bei Studenten in den richtigen Händen" ist: "Diese schöne Verbindung zwischen den physikalischen Grundsätzen über Begegnungen und einwirkende Kräfte einerseits und der maximalen Freiheit und einer damit verbundenen Überforderung von jungen Menschen andererseits" sei für viele ihrer Altersgenossen nachzuempfinden, sagt die Übersetzerin (und Mitwirkende der Erstaufführung). Ein Fazit dieses Musicals sei für sie auch, dass "erst unsere Mitmenschen uns selbst gewissermaßen existent machen". Sich daran zu erinnern, tue "jedem Menschen hin und wieder mal gut".

THE THEORY OF RELATIVITY kann mit flexibler Ensemblegröße aufgeführt werden, die von den Autoren empfohlene Mindestbesetzung sind jeweils vier männliche und weibliche DarstellerInnen.

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