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Wahlen gibt es immer wieder...

Die letzten Landtagswahlen sind gerade vorbei, die nächste Bundestagswahl wirft ihre Schatten bereits voraus. Beobachtet man die Wahlkämpfe, drängen sich zwei satirische Musicals von keinem geringeren als George Gershwin unweigerlich auf, die unterhaltsam vor Augen führen, dass sich die Spezies „Politiker“ im Grunde doch nie ändert.

 

Nicole Baumann und Tobias Licht in der Deutschsprachigen Erstaufführung von WINTERGREEN FOR PRESIDENT am Landestheater Linz

George Gershwins Musical WINTERGREEN FOR PRESIDENT (Originaltitel: „Of Thee I Sing“) schildert die Wahlkampagne des John Wintergreen, der unbedingt Präsident der USA werden will. Das 1931 uraufgeführte Stück war das erste Musical, das den renommierten Pulitzer-Preis gewonnen hat. Es erhält eine ganze Reihe von Gershwin Melodien, die zu Evergreens wurden, einschließlich nicht zu überhörender Anklänge an „Ein Amerikaner in Paris“. Die Autoren des Librettos, George S. Kaufmann und Morrie Ryskind schrieben auch Drehbücher für die Marx Brothers (u.a. „A Night at the Opera“). Mehr zum Stück erfahren Sie auf unserer Webseite unter diesem Link.

Sollte nach der Aufführung von WINTERGREEN FOR PRESIDENT gleich wieder eine (Neu?-)Wahl anstehen, lieferte das selbe Autorenteam 1933 eine nicht minder erfolgreiche Fortsetzung mit dem Musical KUCHEN FÜRS VOLK (Let ´Em Eat Cake). Wintergreen hat die Wahl verloren, gibt sich aber nicht zufrieden und erobert sich die Macht mit der Parole „Kuchen fürs Volk!“ (womit er das legendäre Wort der Marie Antoinette variiert, dass doch Kuchen essen solle, wer kein Brot hat). Der Zauber währt nicht lange, sein Konkurrent Tweedledee kehrt ins Amt zurück und auch Wintergreens Kandidat für die Vizepräsidentschaft, der trottelige Throttlebottom, muss nicht den Sündenbock spielen. Aber kein Gershwin ohne überraschendes Ende: Tweedledee will nun lieber Kuba regieren, und Wintergreen wird doch noch, was er immer werden wollte: Präsident. Mehr zu diesem Musical erfahren Sie unter diesem Link.

Beide Musicals eignen sich übrigens ob ihrer Solisten und Orchesterbesetzung hervorragend für ein typisches Ensembletheater.


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