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Eine „Killerstimme“ für JESUS

Blick über die Grenzen (3): Das Revival von Andrew Lloyd Webbers JESUS CHRIST SUPERSTAR macht Furore am Broadway

Impressionen vom neuen JESUS CHRIST SUPERSTAR im Neil Simon Theatre am Broadway (Fotos: Joan Marcus / www.superstaronbroadway.com)

Rund vier Jahrzehnte nach seiner Entstehung und skandalträchtigen Uraufführung kommt JESUS CHRIST SUPERSTAR an den Broadway zurück. Und zwar in das traditionsreiche Neil Simon Theatre, das bis in die 1980er Jahre Alvin Theatre hieß und unter anderem die Premieren von George Gershwins „Porgy and Bess“, Kurt Weills LADY IN THE DARK, Stephen Sondheims A FUNNY WAY HAPPENED ON THE WAY TO THE FORUM, Charles Strouses ANNIE (mit 2.377 Aufführungen in Serie) und Marc Shaimans HAIRSPRAY erlebte.

Die neue Produktion von JESUS CHRIST SUPERSTAR hat Des McAnuff inszeniert, der nicht zuletzt als Mitautor von THE WHO’S TOMMY bekannt ist. Die showorientierte Choreografie stammt von Lisa Shriver. Vorher war diese Produktion beim Stratford Shakespeare Festival und im renommierten La Jolla Playhouse gezeigt worden. Aus dem vielköpfigen Ensemble ragen Paul Nolan mit, wie ein Rezensent schreibt, „killer rock belt“ als Jesus und Tom Hewitt als Pilatus heraus. Josh Young in der vokal anspruchsvollen Partie des Judas versuchte laut den Kritikern, diese heikle Figur für das Publikum verständlich und glaubhaft zu gestalten.

Andrew Lloyd Webbers Musik ist in JESUS CHRIST SUPERSTAR auch im Rückblick überraschend wagemutig und vielfältig. Die Partitur weist mit der Verwendung von Leitmotiven und unregelmäßigen Rhythmen sogar einige avancierte Techniken auf. In dem farbenreichen „Bouquet“ der Werke Andrew Lloyd Webbers, die seit Jahresbeginn in Deutschland von MUSIK UND BÜHNE betreut werden, ist JESUS noch immer ein besonders auffälliger Bestandteil. Informationen zum Stück bei Musik und Bühne finden Sie hier.


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