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„Herrlich haarsträubendes Vergnügen“

Erste Pressestimmen zu SWEENEY TODD von Stephen Sondheim am Theater Magdeburg. Die Karten sind schon knapp!

Kevin Tarte in der Titelrolle von Sondheims SWEENEY TODD in Magdeburg (Foto Nilz Böhme/Theater)

Die bisher erschienenen Kritiken zum Magdeburger SWEENEY TODD fordern geradezu auf, die Vorbehalte gegenüber Stephen Sondheim zu überwinden. Was auf dem Papier vielleicht irritierend wirkt – das ernste Grundthema vieler Sondheim-Musicals vor allem -, entpuppt sich auf der Bühne häufig als gute, erstklassige Unterhaltung auf der Höhe der Zeit. „Brutal gut“ nennt das sogar Florian Arnold, der Rezensent der Braunschweiger Zeitung – die Aufführung sei ein „herrlich haarsträubendes Vergnügen“.  Erfreulich ausführlich widmet sich die Presse Sondheims Musik, die laut Arnold „zwischen Spätromantik und Moderne à la Benjamin Britten und typischem Musical-Pepp changiert“.  Im Opernnetz schreibt Horst Dichanz: „David Levi präsentiert seinem Magdeburger Publikum einen Musiksound, in dem flottes Tempo, ergreifend-erschreckende Akzente und komplizierte Harmonien die Besonderheiten der Sondheim-Musicalkomposition markieren. Levi und Regisseur Leonard Prinsloo haben Sondheims Musicalklassiker (...) schwungvoll und mit lockerem Klang unterhaltsam auf die Bühne gebracht.“

Dass gerade SWEENEY TODD einem Haus mit großem Opernensemble gut ansteht, wird mit Dichanz‘ lobenden Worten für den Chor bestätigt: „Besonders hervorgehoben werden muss der etwa 30-köpfige Chor, der mal das Volk gibt, dann den Markt vor Ms Lovetts bakery füllt. Vor allem in den Massenszenen überzeugt er mit choreographischer Exaktheit und stimmlicher Kraft. Musikalisch werden die Chorpartien, vor allem die Eingangsouvertüre zu einem besonders gelungenen Element dieser Inszenierung“. Ganz ähnlich klingt die Rezension der Magdeburger Volksstimme, die voranschickt, das Theater Magdeburg habe den Erfolg seiner legendären Musical-Inszenierungen mit SWEENEY TODD „erneut übertroffen“.  Als „einzigen Kritikpunkt“ nennt der Rezensent Rolf-Dietmar Schmidt, dass SWEENEY TODD in Magdeburg nur neun Mal gespielt werde. Vielleicht ist die deutsche Vorsicht gegenüber Stephen Sondheim ja wirklich überflüssig geworden? Zeit dafür wäre es.


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