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Verismo meets Puszta - neue Cilea- und Lehár-Aufnahmen

Das Label cpo hat L'ARLESIANA und WO DIE LERCHE SINGT in Aufnahmen aus Freiburg und Bad Ischl veröffentlicht.

Zwei Neuaufnahmen von Werken aus dem Angebot von Musik und Bühne hat das Label cpo herausgebracht, das immer wieder das Repertoire abseits der ausgetretenen Pfade erkundet.

Subtile Seelenportraits: L‘ARLESIANA

Francesco Cilea war im italienischen Verismo der Meister des subtilen Seelenporträts, und seine Oper »L’Arlesiana« zeugt in jedem Takt von dieser Meisterschaft. Grundlage des Librettos von Leopoldo Marenco ist das Drama »L’Arlesienne« von Alphonse Daudet. Das Mädchen aus Arles, in das sich der Jüngling Federico verliebt hat, tritt nie in Erscheinung, dabei ist sie doch Anlass für das Liebesdrama um den Jüngling Federico und zwingt darüber hinaus durch ihre unerreichbare Gegenwart alle Personen, sich nach ihr zu richten. Cileas Porträt des verzweifelten Helden brachte 1897 den Durchbruch für einen jungen Tenor namens Enrico Caruso. Für die konzertante Aufführung von »L’Arlesiana« konnte das Philharmonische Orchester Freiburg einen Sänger auf dem Weg in die Weltspitze gewinnen: Giuseppe Filianoti, der nicht nur bereits in der Carnegie Hall in dieser Rolle brillierte, sondern auch auf den Bühnen der New Yorker Met und der Mailänder Scala zuhause ist.

Hymne auf die Puszta: WO DIE LERCHE SINGT

„Teurer und berühmter Maestro! Ich besitze ihre neue köstliche Operette Wo die Lerche singt und kann nur sagen: Bravo, Meister! Erquickend frisch, genial, voll von jugendlichem Feuer!“ Dies schrieb Giacomo Puccini 1919 an Franz Lehár, den er sechs Jahre zuvor kennengelernt hatte. Es geht um ein junges Mädchen vom Land (die „Lerche“ Margit), das einem Maler Modell sitzt, sich in ihn verliebt, deswegen ihren Verlobten verlässt, dem Maler in die Stadt folgt, dort mit seiner eigentlichen Geliebten, einer mondänen Salonschlange, konfrontiert wird, um schließlich einzusehen, dass es auf dem Land besser aufgehoben ist. Schon der Auftritt der Titelfigur Margit fällt aus dem Rahmen: Sie ist zu hören, ehe man sie sieht – und zwar mit einer großen a-cappella- Koloratur, welche die Rolle nicht nur als Naturkind ausweist, sondern auch als „eine der größten Gesangspartien, die je von einem Operettenkomponisten geschrieben wurde“, wie der Wiener Kritiker Ludwig Karpath damals schrieb. Das große Finale des ersten Aktes gehört mit seinem Palotas des Erntechores zum Zündendsten aus der Feder des Meisters. Die cpo-Produktion entstand im Zusammenhang mit den wunderbaren Aufführungen des letzten Jahres in Bad Ischl. (Texte: cpo)

Die Basisinfos bei Musik und Bühne finden Sie hier zu L'ARLESIANA und dort zu WO DIE LERCHE SINGT.


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