zurück
nach oben
Merkliste

Ausgelassenes Lebensgefühl - Paul Abrahams BALL IM SAVOY

An der Komischen Oper Berlin wird ab den 9. Juni die Jazzoperette BALL IM SAVOY aufgeführt - mit dabei ist u.a. Helmut Baumann.

Intendant Barrie Kosky (unten) inszeniert BALL IM SAVOY an der Komischen Oper Berlin, und für die Rolle des Mustafa Bey hat er den in Berlin wohlbekannten Helmut Baumann engagiert (Fotos: Komische Oper Berlin).

"Ein Urgestein des Berliner Theaterlebens" sei Helmut Baumann, heißt es auf der Website der Komischen Oper Berlin. Baumann, der in den 1980er Jahren das Theater des Westens an der Kantstraße als Intendant zu spektakulären Erfolgen führte (gern erinnert man sich an FOLLIES oder GRAND HOTEL), ist nach wie vor als Darsteller aktiv und spielt nun in BALL IM SAVOY den Mustafa Bey in der Regie von Barrie Kosky. Wie Baumann in einem Gespräch mit der Komischen Oper sagte, erwarte die Zuschauer von Abrahams Operette "ein Meisterstück", das "das ausgelassene Lebensgefühl der Weimarer Republik" auf die Spitze treibe. Auch sein eigene Rolle, den Mustafa Bey, sieht er in diesem Zusammenhang: "Seine ungezwungene Lebensweise ist eine Absage an das verklemmte Spießertum", sagt Baumann. Wir dürfen also gespannt sein, zumal Regisseur und Intendant Kosky eine besondere Liebe zur Berliner Operette hegt: "Die Geschichten von Paul Abraham ... sind wunderbar skurrile Farcen, mit denen man spielen kann mit Liebe zu den Figuren. Dekonstruktion und Lächerlichmachen sind da nicht angebracht", so Kosky.

Die Komische Oper führt BALL IM SAVOY erstmals als musikalisch-bühnenpraktische Rekonstruktion von Hagedorn und Grimminger auf, die sich mit VIKTORIA UND IHR HUSAR (kürzlich aufgeführt in Gießen) bereits als Abraham-Spezialisten eingeführt haben. Ein Gespräch mit den beiden Arrangeuren folgt in Kürze! Die Berliner Premiere ist am 9. Juni.


Archiv

IN AKTUELLES SUCHEN