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Buntes vom Broadway

GUYS AND DOLLS ist eine "runyoneske Story". Was das bedeutet? Lesen Sie selbst...

F. Dion Davis und Ensemble in der GUYS AND DOLLS-Produktion der Staatsoper Hannover, die von 2008 bis 2011 auf dem Spielplan stand (Foto: Theater/Thomas M. Hauk)

„Manche Köpfe kriegen dauernd Erkältungen, mein Kopf kriegt dauernd Songs“, sagte Frank Loesser (1910-1969), Sohn eines deutschen Klavierlehrers und einer Tschechoslowakin, einmal. Schon im Kindesalter schrieb er Songs zum Takt der vorbeifahrenden New Yorker Züge, und nach vielen erfolgreichen Nummern, darunter populäre Songs über den Krieg, hatte er 1948 mit WHERE‘S CHARLEY (CHARLEYS TANTE) sein Broadwaydebüt. Zwei Jahre bot man ihm mit GUYS AND DOLLS eine „ruyoneske Story“ an - das war in den USA seinerzeit ein feststehender Begriff für die Figuren und Geschichten des Schriftstellers Damon Runyon, der mit bunten Figuren vom Broadway und vielen Anspielungen auf wirklich existierende Personen und Vorgänge zu einer Art Chronist der berühmtesten Straße der Welt geworden ist (nicht umsonst hatte er reichlich journalistische Erfahrung). Den ebenfalls ein wenig schrulligen Loesser „mit Runyon zusammenzubringen, brachte eine perfekte Ehe zustande“, heißt es in einem englischen Buch über GUYS AND DOLLS.

Die hübsche Geschichte um routinierte Glücksspieler, tanzende Bräute und puristische Heilsarmee-Girls, machte Furore und Kasse mit über 1.200 Aufführungen in Folge, acht Tony Awards und Einnahmen von zwölf Millionen Dollar. Der 1946 gestorbene Damon Runyon erlebte diesen Rummel nicht mehr - er hatte sich u.a. mit dem scheinbar bescheidenen Satz verewigt: „Ich nahm nur einen kleinen Teil von New York und machte eine halbe Million daraus, indem ich einfach darüber schrieb“ - ein Schelm, der dabei an ein anderes Musical von Frank Loesser denkt, jenes mit dem schönen Titel WIE MAN WAS WIRD IM LEBEN, OHNE SICH ANZUSTRENGEN...

Gerne senden wir Ihnen Ansichtsmaterial zu unseren Frank-Loesser-Musicals zu. Die Basisinfos finden Sie mit einem Klick auf den jeweiligen Stücktitel!


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