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Die Sprache und das Verstummen

21. Juli 2012
München, Residenztheater

Amélie Niermeyer inszenierte in München Ingmar Bergmans PERSONA mit Juliane Köhler u.a.

Juliane Köhler spielt in PERSONA von Ingmar Bergman, einer Koproduktion des Residenztheaters München mit dem Habima-Theater in Tel Aviv.

Ingmar Bergmans PERSONA kommt in der Regie von Amélie Niermeyer (Ausstattung:Alexander Müller-Elmau und Kirsten Dephoff) im Münchner Residenztheater auf die Bühne.

Die Schauspielerin Elisabet Vogler ist während einer „Elektra“-Vorstellung plötzlich verstummt. Sie hat seit drei Monaten nicht gesprochen und wird der Pflege einer Krankenschwester anvertraut. Zwischen den beiden Frauen, der schweigenden und der sprechenden, entwickelt sich eine intensive Beziehung bis an die Grenzen der absoluten Identifikation, der Identitätsauflösung. Da Elisabet als körperlich und geistig gesund gilt, muss ihr Verstummen als ein willentlicher Akt, als Widerstandshandlung verstanden werden. Das Problem von Sprache als Mittel der Verständigung steht im Zentrum des Films PERSONA von Ingmar Bergman aus dem Jahr 1966. Die Koproduktion mit dem Habima Theater wird in beiden Städten gezeigt: In den Vorstellungen in Tel Aviv spielt Juliane Köhler die Rolle der Elisabet, in München die russisch-israelische Schauspielerin Evgenia Dodina (Text: Website Residenztheater).

Anlässlich der Premiere von PERSONA hat der renommierte Kritiker Joachim Kaiser daran erinnert, dass Ingmar Bergmann ab 1976 auch das Münchner Kulturleben geprägt hat. Sein Artikel für die Süddeutsche Zeitung ist hier abrufbar.

Die Wiederaufnahme von PERSONA ist am 4. Oktober. Infos zum Stück bei Musik und Bühne finden Sie mit diesem Link.


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