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Von der Puszta nach Italien: Kálmán und Lehár

Die Klassiker finden sich zuverlässig auf den Spielplänen. In Dresden steht endlich wieder einmal Lehárs GIUDITTA an, Berlin bringt DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN auf die legendäre Waldbühne.

"Eine gleichermaßen spritzige und gefühlvolle Wiedergabe" sei dem Dirigenten Hartmut Brüsch mit Franz Lehárs Operette DER GRAF VON LUXEMBURG gelungen, schreibt die Nordseezeitung anlässlich der Premiere im Stadttheater Bremerhaven und fährt fort: "Schwungvolle Polka-Rhythmen und süffig ausgekostete Walzermelodien standen gleichberechtigt nebeneinander". Dass Lehárs großformatige Operetten in unsere Zeit passen, will im Juni der Regisseur Robert Lehmeier an der Staatsoperette Dresden mit einer Neuinszenierung von GIUDITTA unter Beweis stellen. Und in Trier kam kürzlich Kálmáns GRÄFIN MARIZA neu auf die Bühne. Dazu schrieb Frank Herkommer im opernnetz.de:  „Man muss keinen Champagner trinken, um bei dieser Inszenierung in entsprechende Laune zu kommen. Klaus Dieter Köhlers pfiffige Idee zündet: Die Grundstruktur des Kinofilms ‚Nachts im Museum‘ zu übernehmen und genau dadurch die Operette ihres musealen Charakters zu entkleiden, sie dorthin zu versetzen, wo sie hin gehört: In die Welt der Traumbilder, der blühenden Phantasie…  Es gelingt eine einzige, liebevolle Hommage an die Welt Kakaniens, eine Traumcollage, die alle Bilder bedient.“ Und der Trierischer Volksfreund ergänzt: „Das Trierer Theater hat in der Neuproduktion die szenischen und musikalischen Klischees geschickt vermieden. Und stattdessen die Feinheiten in dieser Erfolgsoperette neu entdeckt.“

Kálmáns Klassiker DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN machte schon im Herbst eine große Runde über die deutschen Bühnen. Die Berliner können sie sogar unter freiem Himmel erleben: Das Operettentheater Budapest wird im August 2013 nach Berlin kommen und seine weltweit gefeierte Produktion in deutscher Sprache auf der legendären Waldbühne spielen. Mit der CSÁRDÁSFÜRSTIN soll der Grundstein für ein Operetten-Revival nicht nur in Berlin gelegt werden, auf dem künftig intensiv aufgebaut werden soll.

Aber nicht nur die gängigen Titel Kálmáns und Lehárs haben es verdient, immer wieder auf die Bühne zu kommen. Wie wäre es z.B. mit dem VEILCHEN VON MONTMARTRE, Kálmáns reizender Paris-Operette, seiner jazzigen HERZOGIN VON CHIGAGO, oder Lehárs Goethe-Hommage FRIEDERIKE (Testfall: Im Februar 2014 in Ulm als "Operette am Klavier")? Alles vorhanden bei Musik und Bühne, gerne versorgen wir Sie mit Ansichtsmaterial.


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