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Autor*innen und Übersetzer*innen - Diese Seite wird regelmäßig erweitert. Bitte sprechen Sie uns an, falls Sie weitere Biografien benötigen.


Foto: Marion Kroell

Der gelernte Jurist Wolfgang Adenberg schuf mit "Fletsch" und "Emil und die Detektive" zwei der meistgespielten deutschen Musicals. Außerdem schrieb er die Musicals "Moulin Rouge Story", "Cyrano de Bergerac", "Der Mann, der Sherlock Holmes war", "Pünktchen und Anton", "Zum Sterben schön" und GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN, alle mit der Musik von Marc Schubring. Sein Musical "Gefährliche Liebschaften" wurde mit dem Musicaltheaterpreis 2015 als bestes Musical ausgezeichnet. Für die Brüder-Grimm-Festspiele Hanau schrieb er die Musicals "Die sieben Raben", "König Drosselbart" und "Dornröschen". Seine Kinderoper "Prinzessin Anna" war auf Anhieb ein solcher Erfolg, dass sie innerhalb von vier Jahren in elf Produktionen nachgespielt wurde. Als Übersetzer ist Wolfgang Adenberg verantwortlich für die deutschen Fassungen von mehr als dreißig Musicals, darunter für Musik und Bühne DIE LETZTEN FÜNF JAHRE, SONGS FOR A NEW WORLD, 13, DIE BRÜCKEN AM FLUSS, RENT, PINKELSTADT, TRIUMPH DER LIEBE, PARADE sowie LIEBE STIRBT NIE. Mit Pia Douwes produzierte er ihre Solo-CD "Dezemberlieder", für die er auch die deutschen Texte schrieb. Wolfgang Adenberg wurde u.a. mit der Goldenen Schallplatte und dem Stuttgarter Publikumspreis ausgezeichnet.


Lynn Ahrens schrieb die Texte für das Broadway-Musical RAGTIME, das mit dem Tony Award, dem Drama Desk und dem Outer Critics Award für Best Score ausgezeichnet wurde und zwei Grammy-Nominierungen erhielt. Im selben Jahr wurde sie für zwei Academy Awards und zwei Golden Globes für die Filmmusik des Animationsfilms "Anastasia" von Twentieth Century Fox nominiert. Sie schrieb sowohl das Buch als auch die Texte für ONCE ON THIS ISLAND (Tony-Nominierungen Best Book und Best Score); SEUSSICAL, heute eine der meistgespielten Shows in Amerika (Grammy-Nominierung); A CHRISTMAS CAROL (Komponist Alan Menken), das zehn Jahre lang im Madison Square Garden aufgeführt wurde; Playwrights Horizons "Lucky Stiff"; "Dessa Rose" im Lincoln Center Theater und THE GLORIOUS ONES; sowie die Weltpremiere von "Little Dancer" im Kennedy Center. Neben RAGTIME schrieb sie Texte für "My Favorite Year", "Chita Rivera: The Dancer’s Life"; "In Your Arms"; A MAN OF NO IMPORTANCE (Outer Critics Circle Award-Best Musical); sowie "Rocky", das in Europa ein Dauerbrenner ist. Zu ihren zahlreichen Film- und Fernseharbeiten gehören "Camp" (IFC Films), "After the Storm", "Lucky Stiff" (Drehbuch), "A Christmas Carol" von Hallmark Entertainment (Teleplay, NBC) und "Schoolhouse Rock" (ABC). Zu ihren weiteren Auszeichnungen zählen der Emmy Award, der Londoner Olivier Award und der Betty Comden Lilly Award. Sie ist Mitglied im Council der Dramatists Guild of America und Mitbegründerin des Dramatists Guild Fellows Program for Emerging Writers. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner, dem Komponisten Stephen Flaherty, erhielt sie 2014 den Oscar Hammerstein Award for Lifetime Achievement und wurde 2015 in die Theater Hall of Fame aufgenommen. (www.ahrensandflaherty.com)


Die Karriere von Jeanne Bargy erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte. Jeanne hat uns vor einigen Jahren verlassen, aber man erinnert sich an sie als Künstlerin, Komponistin, Coach und Begleiterin mit ihrer eigenen TV-Show "Blues By Bargy", die zwei Jahre lang auf CBS lief, als Komponistin des Off-Broadway-Musical-Hits "Greenwich Village U.S.A.", als Arrangeurin und Coach für eine Vielzahl von Schauspielern und Sängern und als Co-Komponistin und musikalische Leiterin für die Prince Street Players, Ltd (ALADDIN, ALICE IN WONDERLAND, CINDERELLA, THE EMPEROR’S NEW CLOTHES, JACK AND THE BEANSTALK, PINOCCHIO, POCKETFUL OF RHYMES, SLEEPING BEAUTY, SNOW WHITE GOES WEST, TREASURE ISLAND, THE WIZARD OF OZ ).


Foto: Michael Childers/MTI

Douglas Carter Beane (Mitautor am Buch von SISTER ACT) erhielt für „The Little Dog Laughed“ den GLAAD-Medienpreis für das beste Stück und wurde mit demselben Werk für einen Tony nominiert. Zu seinen weiteren Werken zählen „As Bees In Honey Drown“ (Outer Critics Circle John Gassner Award), „Music From A Sparkling Planet“ und „The Country Club“. Er schrieb das Drehbuch für die Verfilmung seines Stücks „Advice From A Caterpillar“, die beim Aspen Comedy Festival als bester Spielfilm ausgezeichnet wurde. Sein Film „To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar“ wurde von Steven Spiel-berg produziert, war einen Monat lang der erfolgreichste Film in Amerika und ist heute ein Fernsehliebling. „The Big Time“, Beanes erstes Musical, erhielt begeister-te Kritiken; kurz danach wurde sein nächstes Musical, eine Bühnenadaption des Films „The Bandwagon“ am Broadway aufgeführt. Fasziniert von nicht-traditionellen Formen des Theaters, hat Beane die Revuen „White Lies“ und „Mondo Drama“ ge-schrieben sowie eine Live-Theater-Seifenoper, „The Cartells“. Als künstlerischer Leiter der New Yorker Theatergruppe Drama Dept. produzierte er über vierzig Pro-duktionen, darunter Uraufführungen von Paul Rudnick, David Sedaris und Wendy Wasserstein. 


Judith Behrens und Martin Wessels-Behrens sind Lehrkräfte am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück in der Studienrichtung Musical. Judith Behrens arbeitet dort als Dozentin für Sprechen,  Schauspiel und Liedinterpretation. Martin Wessels-Behrens ist seit 2009 Musikalischer Leiter dieser Abteilung. Er leitete Produktionen von „Nimm mich, lieb mich, ändere dich“, „Das Geheimnis des Edwin Drood“, SWEENEY TODD, „Lucky Stiff“, EIN MANN OHNE BEDEUTUNG, AB IN DEN WALD, PINKELSTADT, SPRING AWAKENINGWORKING, RENT, „Carrie“, „Baby Talk“ u.a.; dabei waren WORKING und „Carrie“ deutschsprachige Erstaufführungen, bei denen er und Judith Behrens auch für die Übersetzungen verantwortlich waren. Judith Behrens studierte Schauspiel und Regie am Mozarteum in Salzburg und arbeitete als Schauspielerin und freie Regisseurin in Österreich und Deutschland. Sie ist darüber hinaus als Seminarleiterin für Kommunikation und Rhetorik tätig. Judith Behrens und Martin Wessels-Behrens arbeiten als Team, für Musik und Bühne übersetzten sie außerdem ROCK NATIVITY.


Foto: Nathan Johnson via MTI

Nell Benjamin schrieb zusammen mit dem Komponisten Laurence O'Keefe die Musik und Gesangstexte zu LEGALLY BLONDE (NATÜRLICH BLOND), das mehrere Tony- und Drama-Desk-Nominierungen sowie den Laurence Olivier als auch den Helpmann Award als Bestes Musical erhielt. Darüber hinaus schrieb sie die Gesangstexte für MEAN GIRLS, das mehrfach für den Tony Award nominiert wurde, unter anderem für die beste Originalmusik und als Bestes Musical. Nell Benjamins Stück „The Explorers Club“ wurde mit dem Outer Critics Circle Award for Outstanding Off-Broadway Play, dem Edgerton Foundation New American Plays Award und einem Stipendium der Alfred P. Sloan Foundation ausgezeichnet. Außerdem schrieb sie das Buch und/oder die Gesangstexte für „Pirates! (or Gilbert and Sullivan plunder’d)“, „Sarah, Plain and Tall“, „Cam Jansen“ (Drama Desk-nominiert), „I Want My Hat Back“, „How I Became A Pirate“, „The Mice“, „Life of the Party“, „Because of Winn Dixie“, „Dave“ und „Huzzah!“ (in Planung). Für das Fernsehen schrieb sie unter anderem "Unhappily Ever After", Animal Planets "Whoa! Sunday with Mo Rocca", "Electric Company", "Best Time Ever with Neil Patrick Harris", "Ant & Dec's Saturday Night Takeaway“ und "Julie's Greenroom". Nell Benjamin wurde mit dem Kleban Foundation Award und einem Jonathan Larson Stipendium ausgezeichnet.


Martin G. Berger arbeitet als Regisseur, Autor, Übersetzer und Performer. Nach Assistenzen bei Christine Mielitz, Benedikt von Peter und Sebastian Baumgarten debütierte er an der Staatsoper Hannover mit “Die Fledermaus”, für die er mit dem Karan-Armstrong-Preis der Götz-Friedrich-Stiftung ausgezeichnet wurde. Anschließend arbeitete er an Häusern wie dem Theater Basel, der Deutschen Oper Berlin, dem Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Theater Bremen und vielen anderen. Berger ist der einzige deutsche Regisseur, der für seine Arbeit in Oper, Operette und Musical gleichermaßen mit Preisen und Nominierungen bedacht wurde: für “Faust (Margarete)” war er 2018 für den „Faust“ nominiert, für “Stella” gewann er 2016 den Deutschen Musicaltheaterpreis für “Beste Regie”, für “Roxy und ihr Wunderteam” wurde er 2018 mit der “Orpheus-Operetten-Nadel für besondere Verdienste um die Operette” ausgezeichnet. Seit 2021 ist Martin als Operndirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin tätig. Seine Übersetzungen von CANDIDE, FOLLIES und ANYONE CAN WHISTLE sind bei Musik und Bühne verlegt, seine Musicals “Krawall” und “Aus Tradition anders” kamen an der Staatsoper Hannover bzw. dem Staatstheater Darmstadt zur Uraufführung. Mehr Infos unter www.martingberger.net


Der 2007 verstorbene schwedische Regisseur Ingmar Bergman war nicht nur einer der international einflussreichsten Filmregisseure, sein Leben lang war er auch ein Mann des Theaters. Neben seinem überragenden Filmschaffen setzte er in ähnlicher Weise mit seinen Theaterinszenierungen weltweit Akzente. Man assoziiert Bergmans Theaterarbeit vor allem mit Werken von Shakespeare, Ibsen, Molière und Strindberg. Von 1963 bis 1966 war er künstlerischer Leiter des Königlichen Dramatischen Theaters in Stockholm. Als Regisseur inszenierte er an vielen renommierten Häusern, darunter auch von 1976 bis 1985 am Münchner Residenztheater. Bergmans kinematographisches Werk ist stark geprägt und inspiriert von seiner Kindheit. Am 14. Juli 1918 im schwedischen Uppsala geboren, war das Verhältnis zu seinem Vater, einem protestantischen Pastor, ausgesprochen schwierig. Dessen strenge körperliche und geistige Erziehungsmethoden verfolgten Bergman laut eigenen Aussagen sein ganzes Leben. Bergmans Drehbücher sind keine Drehbücher im herkömmlichen Sinn, oftmals sind sie wie Theaterstücke in einzelne Akte gegliedert, andere haben erzählerischen Charakter. Viele sind kammerspielartige, intime Werke, die in ihrer Konzentration auf wenige Figuren und Schauplätze wie geschaffen für die Bühne sind. Ihr Autor wirft bohrende, gnadenlose Blicke in die Abgründe menschlicher Beziehungen, stellt existentielle Fragen und tritt in einen dämonischen Dialog mit der Welt des Unterbewussten, der Träume und Visionen. Zahlreiche Figuren, Themen und Motive kehren in seinen Drehbüchern immer wieder. Gottsuchende, Gescheiterte und liebesunfähige, einsame Existenzen bevölkern seinen Kosmos. Sein mit den bedeutendsten Filmpreisen ausgezeichnetes künstlerisches Vermächtnis bietet eine zeitlose Quelle der Inspiration und ist geeignet, durch immer wieder neue Interpretationen einen jeweils aktuellen Gesellschaftsbezug herzustellen. Einen Überblick über die verfügbaren Bergman-Stoffe und weitere Informationen finden Sie hier.


Foto: Jack Mitchell (Wikimedia Commons)

Leonard Bernstein wurde in Lawrence, Massachusetts, geboren. An der Harvard University studierte er u. a. bei Walter Piston, Edward Burlingame-Hill und A. Tillman Merritt und machte 1939 seinen Abschluss. Anschließend studierte er am Curtis Institute of Music in Philadelphia Klavier bei Isabella Vengerova, Dirigieren bei Fritz Reiner und Orchestrierung bei Randall Thompson. Im Jahr 1940 studierte er am neu gegründeten Sommerinstitut des Boston Symphony Orchestra in Tanglewood bei dessen Dirigenten Serge Koussevitzky. Bernstein reiste als Dirigent um die Welt. Im Jahr 1953 dirigierte er als erster Amerikaner eine Oper in der Mailänder Scala: Cherubinis "Medea" mit Maria Callas. Von 1958 bis 1969 war er Leiter der New Yorker Philharmoniker. Mehr als die Hälfte von Bernsteins über 400 Aufnahmen entstanden mit diesem Orchester.

Bernstein komponierte drei Sinfonien (Nr. 1: "Jeremiah" (1943) / Nr. 2: "The Age of Anxiety" (1948/49) / Nr. 3: "Kaddish" (1963)). Weitere wichtige Kompositionen Bernsteins sind "Prelude, Fugue and Riffs" für Soloklarinette und Jazzensemble (1949); "Serenade" für Violine, Streicher und Schlagzeug (1954); "Symphonic Dances from West Side Story" (1960); "Chichester Psalms" für Chor, Knabensopran und Orchester (1965); "Mass: A Theater Piece for Singers, Players and Dancers" (1971); "Songfest", ein Liederzyklus für sechs Sänger und Orchester (1977); "Divertimento" für Orchester (1980); "Halil" für Soloflöte und kleines Orchester (1981); "Touches" für Klavier solo (1981); "Missa Brevis" für Sänger und Schlagzeug (1988); "Thirteen Anniversaries" für Klavier solo (1988); "Concerto for Orchestra: Jubilee Games" (1989); und "Arias and Barcarolles" für zwei Sänger und Klavierduo (1988).

Bernstein schrieb zudem 1958 die einaktige Oper "Trouble in Tahiti" (1952) sowie deren Fortsetzung, die dreiaktige Oper "A Quiet Place" (1983). Er arbeitete mit dem Choreographen Jerome Robbins an drei großen Balletten: "Fancy Free" (1944) und "Facsimile" (1946) für das American Ballet Theater und "Dybbuk" (1975) für das New York City Ballet. Er komponierte die Musik für den preisgekrönten Film "On the Waterfront" (1954; dt. "Die Faust im Nacken") sowie die Bühnenmusik für zwei Broadway-Stücke: "Peter Pan" (1950) und "The Lark" (1955).

Bernstein leistete einen entscheidenden Beitrag zum Broadway-Musical. Er schrieb mit Betty Comden und Adolph Green "On The Town" (1944) und "Wonderful Town" (1953). In Zusammenarbeit mit Richard Wilbur und Lillian Hellman verfasste er "Candide" (1956). Weitere Versionen von CANDIDE entstanden in Zusammenarbeit mit Hugh Wheeler, Stephen Sondheim und anderen: CANDIDE (Chelsea Version 1973) / CANDIDE (Royal National Theatre Version (1999). 1957 arbeitete er mit Jerome Robbins, Stephen Sondheim und Arthur Laurents an dem bahnbrechenden Musical WEST SIDE STORY, dessen Filmversion mit mehreren Oscars ausgezeichnet wurde. 1976 schrieben Bernstein und Alan Jay Lerner "1600 Pennsylvania Avenue".

Bernstein freute sich stets über die Gelegenheit, junge Musiker zu unterrichten. Seine Meisterkurse in Tanglewood waren berühmt. Er war maßgeblich an der Gründung des Los Angeles Philharmonic Institute im Jahr 1982 beteiligt. Beim Schleswig-Holstein-Musikfestival half er, ein Ausbildungsorchester von Weltrang zu schaffen. Bernstein erhielt viele internationale Auszeichnungen (u. a. den Tony Award (1969) für herausragende Leistungen im Theater und das Bundesverdienstkreuz).

1990 erhielt Bernstein den Praemium Imperiale, einen internationalen Preis, der 1988 von der Japan Arts Association ins Leben gerufen und ihm für sein Lebenswerk in der Kunst verliehen wurde. Bernstein verwendete den mit 100.000 Dollar dotierten Preis, um vor seinem Tod am 14. Oktober 1990 den Bernstein Education Through the Arts (BETA) Fund, Inc. Ins Leben zu rufen.

Eine ausführliche Biografie finden Sie unter: www.leonardbernstein.com/about


Als Komponist hat Doug Besterman die Musik für das Musical "Little Did I Know" geschrieben. Seine Musik wurde vom Sänger Christian Bautista aufgenommen, war in den Filmen "The Punisher", "Out of Step" und "Exit Speed" zu hören, in den Fernsehserien "Summerland" und "One Life to Live" und in Konzerten mit der United States Military Academy Concert Band. Ausgewählte Orchestrierungen für den Broadway umfassen: "Charlie und die Schokoladenfabrik", "Anastasia", "A Bronx Tale", "It Shoulda Been You", BULLETS OVER BROADWAY (Tony-Nominierung), "Rocky", HOW TO SUCCEED IN BUSINESS WITHOUT REALLY TRYING (Tony-Nominierung), ELF, YOUNG FRANKENSTEIN (Drama Desk-Nominierung), THOROUGHLY MODERN MILLIE (2002 Tony/Drama Desk Awards), THE PRODUCERS (2001 Tony/Drama Desk Award), SEUSSICAL, THE MUSIC MAN (Drama Desk/Tony Nominierung), "Fosse" (1999 Tony), BIG (Drama Desk Nominierung), DAMN YANKEES (Drama Desk Nominierung). Zu seinen Arbeiten im Film- und Fernsehbereich zählen "Mary Poppins Returns", "Aladdin" (2019), BEAUTY AND THE BEAST (2017) und "Frozen" sowie die Oscars, Tonys, Emmys und Kennedy Center Honors.


© The Musical Company

Don Black erhielt zwei Tony Awards für das beste Buch und die besten Gesangstexte eines Musicals für SUNSET BOULEVARD, seine dritte Zusammenarbeit mit Andrew Lloyd Webber. Ihr erstes gemeinsames Werk war TELL ME ON A SUNDAY, das später zu „Song and Dance“ weiterentwickelt wurde. Es folgte ASPECTS OF LOVE, und Don Black schrieb auch die Texte für die von Lloyd Webber produzierten „Bombay Dreams“. Zu den Auszeichnungen gehören ein Oscar für seinen Song „Born Free“, fünf Oscar-Nominierungen, zwei Tony Awards und drei Tony-Nominierungen, sechs Ivor Novello Awards, ein Golden Globe und viele Platin- und Gold-Schallplatten. Er hat fünf James-Bond-Themensongs geschrieben: „Thunderball“, „Diamonds are Forever“, „The Man with the Golden Gun“ und „Surrender“. Unter seinen vielen Erfolgstiteln sind zwei Nummer-Eins-Hits in den USA – „Ben“ für Michael Jackson und „To Sir With Love“ für Lulu.  2008 wurde er in die „Songwriters Hall of Fame“ aufgenommen und kürzlich in London mit einem BMI Icon Award ausgezeichnet. Don wurde auch in die Ehrenliste der Queen „Order of the British Empire“ aufgenommen.


Foto: Karin Castegren

Renate Bleibtreu hat fünfundzwanzig Jahre lang an verschiedenen deutschen Bühnen gespielt, in Kiel, Berlin, Göttingen, Freiburg, Konstanz, Hamburg und Nürnberg. Nach Studiensemestern an den Universitäten Hamburg und Stockholm übersetzt sie seit 1984 aus dem Schwedischen. Ihre Bühnentätigkeit beendete sie 1996, arbeitete noch eine Zeitlang als Theaterpädagogin an Musical- und Schauspielschulen, um sich ganz den Büchern zuzuwenden; hier u. a. Erland Josephson ("Spielräume"; Alexander Verlag, 1991), August Strindberg ("Das Rote Zimmer"; Manesse, 2012), dem Finnlandschweden Henry Parland ("Zerbrochen. Über das Entwickeln von Veloxpapier"; Friedenauer Presse, 2011), auch den Dänen Hans-Christian Andersen ("Peer im Glück"; Manesse, 2005) sowie Tomas Vinterberg/Mogens Rukov ("Das Fest"; Alexander Verlag, 2001; Bühnenfassung im Fischer Verlag). Als Herausgeberin publizierte sie ein Werk-Porträt von August Strindberg, "Ich dichte nie" (Rogner & Bernhard, 1999) und Handschriften aus dem Nachlass dieses Dichters, "Notizen eines Zweiflers" (Berenberg Verlag, 2011). Ingmar Bergman stellte ihr für das Werk-Porträt "Im Bleistift-Ton" (Rogner & Bernhard, 2002) zum Teil in Schweden noch unveröffentlichte Texte aus seinem Archiv zur Verfügung. Im Verlag Musik & Bühne liegen vierzehn seiner Drehbücher in ihrer Übersetzung vor. Sie lebt in Hamburg. 


Der Komponist Jerry Bock (1928-2010) stammt aus New Haven, Connecticut. Seine Zusammenarbeit mit dem Songtexter Sheldon Harnick, die mit „The Body Beautiful“ begann, umfasst fünf Musicals innerhalb von sieben Jahren. FIORELLO! wurde mit dem Tony, dem New York Critics’ Circle Award und dem Pulitzer Price ausgezeichnet, SHE LOVES ME! wurde durch ein großes Broadway-Revival 2016 neu gewürdigt. Neben THE APPLE TREE und THE ROTHSCHILDS wurde FIDDLER ON THE ROOF (ANATEVKA) mit neun Tonys, darunter jener als bestes Musical, das erfolgreichste Musical dieses Teams. Bock erhielt zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen, darunter die Aufnahme in die Theater Hall of Fame, der Johnny Mercer Award der Songwriters Hall of Fame und den Spirit of American Creativity Award. Am wichtigsten ist ihm jedoch laut eigener Aussage der Ehrendoktortitel der Universität von Wisconsin, weil er dort seine Frau kennenlernte und sich entschloss, Komponist zu werden. Seine Familie nannte Bock seinen „longest running hit“. Jerry Bock setzte sich in verschiedenen Positionen immer auch für den musikalischen Nachwuchs ein.


Foto: MTI

Alain Boublil ist der Autor der Libretti und Gesangstexte für die Musicals LA RÉVOLUTION FRANÇAISE, LES MISÉRABLES, MISS SAIGON, MARTIN GUERRE und THE PIRATE QUEEN, alle in Zusammenarbeit mit Claude-Michel Schönberg, sowie MARGUERITE mit Musik von Michel Legrand. Er war auch Co-Produzent der Originalbesetzungsalben aller seiner Shows. Er war Mitautor des Drehbuchs für den mit dem Golden Globe ausgezeichneten und für den Oscar nominierten Film LES MISÉRABLES. Er ist Autor und Texter von ABBACADABRA, einem Märchenmusical mit klassischen ABBA-Songs, der Bühnenadaption des Demy/Legrand-Films LES DEMOISELLES DE ROCHEFORT sowie Autor des Musicals MANHATTAN PARISIENNE und des Theaterstücks DAS TAGEBUCH VON ADAM UND EVA. Er schrieb außerdem einen preisgekrönten französischen Roman, „Les dessous de soi“. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören zwei Tonys, zwei Grammys, zwei Victoires de la Musique und ein Molière für LES MISÉRABLES, ein Evening Standard Drama Award für MISS SAIGON, ein Laurence Olivier Award für MARTIN GUERRE und ein New York Chapter Honors Grammy für seinen herausragenden Beitrag zur kreativen Gemeinschaft. Boublils und Sch?nbergs über 40-jährige Zusammenarbeit wurde 2016 in der Carnegie Hall mit der Einladung als Ehrengäste der 33. Geburtstagsgala der New York Pops gefeiert. Boublil ist Vorstandsmitglied der New York Pops. Er lebt mit seiner Frau, der Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin Marie Zamora, in New York und ist Vater von vier Söhnen.


© Music Theatre International

Leslie Bricusse ist als Komponist, Songtexter und Librettist tätig. Geboren in London, wurde er in Cambridge ausgebildet, wo er den Musical Comedy Club gründete. Dort schrieb und inszenierte er bereits eigene Shows, die später im Londoner West End produziert wurden. Seitdem war an einer imposanten Reihe von Musicals beteiligt, darunter sehr bekannte Titel wie „Victor/Victoria“, JEKYLL & HYDE sowie DOKTOR DOLITTLE, wo er auch die Musik komponierte. Insgesamt hat Bricusse mehr als vierzig Musicals und Filme geschrieben und mit namhaften Kollegen wie Henry Mancini, John Williams, John Barry, André Previn und Frank Wildhorn zusammengearbeitet. Viele seiner Songs – darunter „The Candy Man“ und „Le Jazz Hot“ – wurden und werden immer wieder von Stars wie Frank Sinatra, Aretha Franklin, Barbra Streisand, Shirley Bassey, Bette Midler, Placido Domingo, Michael Bublé, Mariah Carey, Maroon 5 u.v.a. gecovert. Die Liste seiner Auszeichnungen umfasst zwei Oscars, einen Grammy, acht Ivor Novello Awards und den British Music Award. Nominiert war er sogar für zehn Oscars, neun Grammys und vier Tonys. 1989 wurde er als erst vierter Engländer in die American Songwriters‘ Hall of Fame aufgenommen. In letzter Zeit feierte Bricusse Erfolge mit dem Kindermusical „Willy Wonka“ (nach Roald Dahl), „Scrooge“, „Sammy“ (über Sammy Davis Jr.), „Cyrano“ (mit Frank Wildhorn) sowie der Revue mit eigenen Songs, „Brick By Brick By Bricusse“.


Der Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler Mel Brooks erhielt für THE PRODUCERS im Jahr 2001 drei Tony Awards und zwei Grammy Awards, darunter den Hauptpreis „Best Musical“. Er begann seine vielseitige Karriere in der goldenen Ära des US-Fernsehens, 1951, als Autor für Sid Caesar und dessen Sendung „Your Show of Shows“. In den 1950er Jahren wurde Brooks mehrfach für wichtige Preise wie den Emmy Award nominiert. 1968 schrieb und inszenierte er seinen ersten Spielfilm THE PRODUCERS und erhielt dafür einen Oscar für das beste Originaldrehbuch. 1974 folgte YOUNG FRANKENSTEIN. Beide Filme wurden vom Autor und Regisseur erfolgreich als Musicals adaptiert. Als Co-Librettist war er auch an dem ikonischen Jazzmusical ARCHY & MEHITABEL (ursprünglich SHINBONE ALLEY) beteiligt. Brooks gewann auch als Darsteller und Comedian wichtige Preise. Seine innovative Gesellschaft Brooksfilms Limited hat viele anspruchsvolle Filme produziert, darunter „Der Elefantenmensch“ und „84 Charing Cross Road“ mit Anthony Hopkins und Brooks‘ Ehefrau Anne Bancroft.


Jason Robert Brown ist ein Multitalent – ein gleichermaßen fähiger Komponist, Texter, Dirigent, Arrangeur, Orchestrator, Regisseur und Darsteller –, der für mehrere renommierte Musicals seiner Generation bekannt ist, darunter das Zwei-Personen-Musical THE LAST FIVE YEARS, sein Debüt-Songzyklus SONGS FOR A NEW WORLD und das bahnbrechende PARADE, für das er 1999 den Tony Award für Best Score gewann. Jason Robert Brown wurde als "einer der klügsten und raffiniertesten Songwriter am Broadway seit Stephen Sondheim" (Philadelphia Inquirer) gefeiert, und seine "außergewöhnliche, strahlende Theatermusik" (Chicago Tribune) ist in der ganzen Welt zu hören, sei es in einer der vielen Produktionen seiner Musicals oder in seinen eigenen Live-Auftritten.

Die New York Times bezeichnet Jason als "ein führendes Mitglied einer neuen Generation von Komponisten, die eine große Hoffnung für das amerikanische Musical verkörpern". Er erhielt zwei Tony Awards für das Schreiben und die Orchestrierung von THE BRIDGES OF MADISON COUNTY, einem Musical, das er zusammen mit Marsha Norman nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman verfasst hat. "Honeymoon in Vegas", basierend auf dem Film von Andrew Bergman, erhielt begeisterte Kritiken, darunter auch eine für Jason, die ihn in der New York Times mit Rodgers und Hammerstein verglich. Zu seinen wichtigsten Musicals als Komponist und Textdichter gehören: 13 (THIRTEEN), geschrieben mit Robert Horn und Dan Elish, das 2007 in Los Angeles entstand und 2008 am Broadway uraufgeführt wurde; THE LAST FIVE YEARS, das vom Time Magazine als eines der zehn besten Musicals des Jahres 2001 bezeichnet wurde und mit dem Drama Desk Award für die beste Musik und die besten Texte ausgezeichnet wurde; PARADE, geschrieben mit Alfred Uhry und von Harold Prince inszeniert, das 1998 am Lincoln Center Theatre uraufgeführt wurde und anschließend sowohl den Drama Desk als auch den New York Drama Critics’ Circle Award für das beste neue Musical gewann und Jason den Tony Award für Best Original Score einbrachte; sowie SONGS FOR A NEW WORLD, ein Liederzyklus, der 1995 unter der Regie von Daisy Prince Off-Broadway aufgeführt wurde und seitdem in Hunderten von Produktionen auf der ganzen Welt zu sehen war. 

Besuchen Sie Jason Robert Brown im Internet unter www.jasonrobertbrown.com.


Nacio Herb Brown wurde im Februar 1896 in Deming, New Mexico, geboren und wuchs in Los Angeles auf. Dort besuchte er die Manual Arts High School und arbeitete nach seinem Abschluss als Immobilienmakler. Er lernte früh das Klavierspiel und begann nebenbei, eigene Stücke zu komponieren. Anfang der 1920er Jahre feierte Brown bereits Erfolge mit seinen Songs "Coral Sea" und "When Buddha smiles". 1927 trat er der American Society of Composers, Authors and Publishers bei. 1928 begann die Tonfilmzeit bei Metro-Goldwyn-Mayer. Dort erhielt Brown eine Anstellung als Komponist und konnte sein Hobby zum Beruf machen. Er arbeitete dort oft mit Arthur Freed zusammen, mit dem er auch SINGIN' IN THE RAIN komponierte. Brown wirkte an den ersten Filmen, die einen eigenen Soundtrack hatten, mit, und war zeitweilig einer der gefragtesten und erfolgreichsten Komponisten in diesem Bereich. Er starb im September 1964 in San Francisco. (Text: Janina Wolf, Schleswig-Holsteinisches Landestheater)


Foto: Music Theatre International

David Bryan – Keyboarder und Gründungsmitglied von Bon Jovi, Singer-Songwriter, Komponist, Texter und Programmierer – wohnt in der Nähe der Ausfahrt 109 des Garden State Parkway in New Jersey, wo er geboren wurde und aufwuchs. Als junger Mann sah er THE TOXIC AVENGER bei einer Mitternachtsvorstellung in Newark, und von diesem Tag an träumte er davon, ein Musical über den ersten mutierten Superhelden aus seinem Heimatstaat zu schreiben. Diese Show ist die Erfüllung dieses Traums. David hat neben seiner Mitwirkung bei  Bon Jovi auch ein Soloalbum geschrieben und veröffentlicht, „Lunar Eclipse“. Außerdem begann er eine Karriere als Komponist und Texter von Musicals. Der Song „Memphis Lives In Me“, den er auf einem Bon Jovi-Album singt, stammt aus seinem Musical "Memphis", das vier Tony Awards gewann, darunter als bestes Musical. Neben seinen Musiktheaterkompositionen und dem Schreiben mit seinen Bandkollegen Jon Bon Jovi und Richie Sambora schreibt David weiterhin für andere Künstler. 


Foto: Gisle Kverndokk

Aksel-Otto Bull (*1963) wurde an der London Academy of Music and Dramatic Art (LAMDA) und am Drama Studio London zum Schauspieler und Regisseur ausgebildet. Er hat als Regisseur für viele professionelle Theater in Norwegen gearbeitet, darüber hinaus mit freien Gruppen, Projekten und mit Schauspielstudenten. Insgesamt führte er bei fast 80 Produktionen Regie. Einige der von ihm inszenierten Werke hat er selbst geschrieben oder übersetzt. Als Librettist entstanden aus der Zusammenarbeit mit dem Komponisten Gisle Kverndokk die Kammeroper "Easter" (UA 2014), das Musical BRIEFE VON RUTH (UA Gmunden 2023) und die Oper "Upon this Handful of Earth", die 2017 in der St. Ignatius Church in New York uraufgeführt wurde. Diese Oper wurde 2019 auch vom Oslo International Church Music Festival produziert, damals mit Aksel-Otto als Regisseur. Außerdem hat Aksel zusammen mit Gisle Kverndokk eine neue Oper geschrieben, die auf einem Film von Ingmar Bergman ("In Gegenwart eines Clowns") basiert.


John Carney (*1972) ist ein in Dublin ansässiger Drehbuchautor und Regisseur, der durch den Kassenschlager und von der Kritik hochgelobten Musikfilm ONCE, der mit mehreren Independent Spirit-, Sundance- und Raindance-Preisen ausgezeichnet wurde, weltweit bekannt wurde. Zuvor war John Bassist in der irischen Rockband The Frames, wo er Glen Hansard kennenlernte. Diese musikalischen Wurzeln sind in Johns Film „Can a Song Save Your Life?” von 2013 weiterhin spürbar. John hat zahlreiche weitere Projekte realisiert, so 2016 den Musikfilm „Sing Street“ und 2019 die Fernsehserie „Modern Love“ für Amazon.


© Music Theatre International

Steve Cuden, geboren in Pittsburgh, hat mit Frank Wildhorn bei den international erfolgreichen Musicals JEKYLL & HYDE und „Rudolf – Die Affäre Mayerling“ zusammengearbeitet. Seine Arbeit umfasst die Drehbücher für rund neunzig Fernsehproduktionen, die Regie und Produktion der Horrorkomödie „Lucky“, für die er den Preis als bester Regisseur beim Nodance Film Festival erhielt. Cuden ist außerdem als Lichtdesigner von unzähligen Bühnenproduktionen, hauptsächlich in Los Angeles, tätig und arbeitet dabei mit hervorragenden Regisseuren, Bühnenbildnern und Darstellern zusammen. 2013 veröffentlichte er das buch „Beating Broadway: How To Create Stories For Musicals That Get Standing Ovations“. 2015 folgte „Beating Hollywood: Tips for Creating Unforgettable Screenplays“. Cuden unterrichtet zudem Drehbuch an der Point Park University in Pittsburgh.


David De Silva (Konzept und Entwicklung von FAME) ist als "Vater von FAME" bekannt. Er konzipierte, entwickelte und produzierte den MGM-Kinofilm, der für vier Oscars nominiert wurde. Er war beratender Produzent bei der Fernsehserie, die sechs Jahre lang lief, zahlreiche Emmy Awards erhielt und in 68 Ländern zu sehen war. De Silva glaubte, dass FAME als Bühnenmusical noch erfolgreicher sein würde, da der jugendliche Idealismus des Stücks und die energiereichen Performances eine Inspiration für junge Menschen in aller Welt darstellten.


Foto: Music Theatre International

Joe DiPietros Broadway-Hit "Memphis" gewann den Tony Award für das beste Musical und zwei weitere Tony Awards (Best Book of a Musical, Best Original Score). Joe ist an der Ausfahrt 166 in New Jersey geboren und aufgewachsen – und somit seit zwanzig Jahren ein TOXIC AVENGER-Fan. Joe schrieb Buch und Gesangstexte zu "I LoveYou, You re Perfect, Now Change", der am längsten laufenden Musical-Revue in der Geschichte New Yorks, die Hunderte von Produktionen im ganzen Land und auf der ganzen Welt hatte. Er schrieb auch Buch und Gesangstexte für das Broadway-Musical "All Shook Up" und das preisgekrönte Musical "The Thing About Men", das international gespielt wurde. Zu seinen Stücken im Sprechtheater gehören der mit dem Edgar Award ausgezeichnete Krimi "The Art of Murder" sowie die langjährige Erfolgskomödie "Over the River and through the Woods", die weltweit über hundert Produktionen erlebt hat und zu einem Spielfilm weiterentwickelt wird. Joe lebt in Manhattan und Connecticut, aber sein Herz wird immer in New Jersey bleiben.


Christoph Drewitz hat die Uraufführung von ROCKY in Hamburg als Künstlerischer Leiter begleitet und war als Associate Director auch Teil der Broadway-Version und der Produktion im Palladium Theater Stuttgart. Für Stage Entertainment war er Casting Direktor für die Europapremiere von BLUE MAN GROUP und Casting Associate für diverse Musicals. Als Künstlerischer Leiter hat er die Stücke 3 MUSKETIERE, MAMMA MIA!, ICH WILL SPASS, ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK und SISTER ACT betreut. Christoph inszenierte und mitentwickelte die Uraufführung des Musicals LOTTE für die Wetzlarer Festspiele, das sieben Nominierungen für den Deutschen Musicaltheaterpreis 2015 erhalten hatte. Weitere Regiearbeiten umfassen u.a. die deutschsprachige Erstaufführung von DIE LETZTEN FÜNF JAHRE am Rex Theater Wuppertal, die Uraufführung von DIE TAGEBÜCHER VON ADAM UND EVA am Admiralspalast Berlin und bei den Wetzlarer Festspielen. Weiterhin ist Christoph seit vielen Jahren als Regisseur und Schauspieler ehrenamtlich für das Neue Kellertheater in Wetzlar tätig, Als Übersetzer hat er für Musik und Bühne die Musicals A MAN OF NO IMPORTANCEDIE ABENTEUER VON TOM SAWYER und SEUSSICAL ins Deutsche übertragen.


Jim Eiler begann seine Karriere in der National Company von "Gentlemen Prefer Blondes" und spielte dann Omar Khayyam in der National Company von KISMET. Er hat in vielen großen Theaterproduktionen mitgewirkt und spielte Hauptrollen in "The Merry Widow", "Peter Pan", "Oklahoma" und als Og, der Kobold, in "Finian's Rainbow". Am Fort Bragg Playhouse inszenierte er die Musicalnummern und spielte in A FUNNY THING HAPPENED ON THE WAY TO THE FORUM mit Imogene Coca und dem verstorbenen King Donovan in den Hauptrollen. 1985 spielte er Lord Brockhurst in "The Boy Friend" im Royal Palm Dinner Theatre in Boca Raton, Florida. 1987 verkörperte er den Vizekönig (die Rolle von Cyril Richard an der Met) in Offenbachs "La Perichole" in der Produktion der Berkshire Opera Company. Er ist der Gründer der preisgekrönten Prince Street Players, für die er eine Reihe von elf Kindermusicals schrieb, produzierte und inszenierte, von denen vier als CBS-TV-Specials ausgestrahlt wurden und für die die Prince Street Players einen Special Emmy Award erhielten (ALADDIN, ALICE IN WONDERLAND, CINDERELLA, THE EMPEROR’S NEW CLOTHES, JACK AND THE BEANSTALK, PINOCCHIO, POCKETFUL OF RHYMES, SLEEPING BEAUTY, SNOW WHITE GOES WEST, TREASURE ISLAND, THE WIZARD OF OZ). Eiler hat zudem eine neue Adaption von John Gays "The Beggar's Opera" verfasst und inszeniert, die vom Michigan Opera Theatre in Detroit produziert wurde, sowie mit "Let's Play Bach" eine musikalische Biographie für Kinder geschaffen.


Foto: Really Useful Group

Julian Fellowes, Schauspieler, Autor, Regisseur und Produzent, wurde in Ampleforth, am Magdalene College in Cambridge und an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art ausgebildet. Er arbeitete an Theatern in Northampton und Harrogate, bevor er in mehreren West End-Produktionen, am Royal National Theatre und in BBC-Serien auftrat. Er war auch in vielen Filmen zu sehen. Als Fernsehautor verfasste er preisgekrönte Drehbücher und war auch als Produzent und Moderator tätig. Sein erstes Drehbuch für das Kino war “Gosford Park” unter der Regie von Robert Altman, für das er mehrere Preise erhielt, darunter der Oscar für das beste Originaldrehbuch. Es folgten Filme wie “Young Victoria” und “The Tourist”. Seine Fernsehserie “Downton Abbey” mit Maggie Smith, Elizabeth McGovern und Hugh Bonneville hatte 2010 einen überaus erfolgreichen Start, lief schließlich über sechs Staffeln und gewann dabei zahlreiche Preise, darunter sechs Emmys sowie einen Golden Globe. “Downton Abbey” wurde in zwei Kinofilmen fortgesetzt. 2023 erschien seine neue Fernsehserie “The Gilded Age”. Julians Romane “Snobs” (2004), “Past Imperfect” (2008) und “Belgravia” (2016) entwickelten sich zu internationalen Bestsellern. Er hat das Libretto des Bühnenmusicals “Mary Poppins” für Cameron Mackintosh und Disney geschrieben, das mit verschiedenen Preisen und Nominierungen ausgezeichnet wurde. Für Andrew Lloyd Webber schrieb Julian das Buch zu SCHOOL OF ROCK. 2008 wurde er zum Deputy Lieutenant von Dorset ernannt. Im Januar 2011 wurde er in den Adelsstand erhoben.


José Fernandez, geboren in Kuba und aufgewachsen in New York, begann seine Theaterkarriere als Schauspieler. Am Broadway spielte er in THE ME NOBODY KNOWS, für das er bei der Variety Critic's Poll als bester Schauspieler nominiert wurde, sowie in HAIR, TRUCKLOAD und TWO GENTLEMEN OF VERONA. Als Autor hat José unter anderem das Off-Broadway-Musical EL BRAVO! geschrieben und mehrere Komödien mitverfasst. Gemeinsam mit David De Silva verwandelte er 1984 den Film FAME in ein Bühnenmusical.


Foto: MTI

Harvey Fierstein ist vierfacher Tony-Preisträger als Autor und Schauspieler. Für den Broadway schrieb er u.a. „Newsies“, KINKY BOOTS, „Torch Song Trilogy“, „La cage aux folles“, „The Sissy Duckling“, „A Catered Affair“, „Safe Sex“, „Legs Diamond“, „Sppokhouse“, „Flatbush Tosca“, und „Common Ground“. Viele seiner Bühnenwerke wurden mit Nominierungen und Preisen gewürdigt. Politische Schriften wurden u.a. in der New York Times veröffentlicht und in der Fernsehserie „In the Life“ verwendet. Sein Kinderstück „The Sissy Duckling“ gewann den Humanitas Prize und erlebte als Buchausgabe bereits acht Auflagen. Als Schauspieler wurde Fierstein weltbekannt für seine Auftritte in „Mrs. Doubtfire“ und „Independence Day“, ebenso war er als Bühnendarsteller u.a. in HAIRSPRAY, ANATEVKA, „La cage aux folles“ u.a. erfolgreich. Im Fernsehen wirkte er u.a. in „Smash“, „How I Met Your Mother“, „The Good Wife“ und „The Simpsons“ mit. Auch für diese darstellerische Tätigkeit erhielt Fierstein mehrere wichtige Preise und Nominierungen.


Stephen Flaherty ist der Komponist der Broadway-Musicals RAGTIME (Tony, Drama Desk, OCC Awards, zwei Grammy-Nominierungen), SEUSSICAL (Grammy, Drama Desk Nominierungen), ONCE ON THIS ISLAND (Tony-Nominierung, Olivier Award, Best Musical) und "Rocky". Weitere Broadway-Arbeiten umfassen "Chita Rivera: The Dancer's Life" (Originalsongs) und Neil Simons "Proposals" (Bühnenmusik). Stephen hat außerdem vier Musicals für das Lincoln Center geschrieben: THE GLORIOUS ONES (OCC, Drama Desk Nominierungen), "Dessa Rose" (OCC, Drama Desk Nominierungen), A MAN OF NO IMPORTANCE (OCC, Bestes Musical, Drama Desk Nominierung) und "My Favorite Year". Weitere Theaterarbeiten umfassen "In Your Arms" (Old Globe), "Little Dancer" (Kennedy Center), "Lucky Stiff" (Playwrights Horizons) und "Loving Repeating: A Musical of Gertrude Stein" (Chicago’s Jefferson Award, Best New Musical). Zu seinen Filmarbeiten gehören "Anastasia" (zwei Oscar- und zwei Golden-Globe-Nominierungen), der Dokumentarfilm "After the Storm" und "Lucky Stiff". Flahertys Konzertmusik wurde beim Hollywood Bowl, in der Boston Symphony Hall, der Carnegie Hall, dem Guggenheim Museum und im Symphony Space gespielt. In diesem Jahr feiert Stephen Flahert seine 32-jährige Zusammenarbeit mit der Texterin und Librettistin Lynn Ahrens. Stephen und Lynn sind Mitglieder des Dramatists Guild Council und Mitbegründer des Dramatists Guild Fellows Program. Im Jahr 2015 wurden sie in die Theater Hall of Fame aufgenommen. Als aktuelles Projekt machte kürzlich die Bühnenadaption von "Anastasia" großen Eindruck. (www.ahrensandflaherty.com)


Dominik Flaschka ist 1971 in Rorschach geboren. Nach nur drei Semestern hat er das Lehrerseminar abgebrochen und ging nach Deutschland, um Tänzer zu werden. Doch bereits nach einem Jahr wechselte er an die Schauspielschule nach Zürich und wurde an der Schauspiel Akademie Zürich zum Schauspieler ausgebildet. Nach der Ausbildung spielte er unter anderem in Zürich, Basel, Ulm und Luzern. 1995 gründete er die shake company und lancierte damit eine neue Karriere als Regisseur und Produzent. Gemeinsam mit Roman Riklin schuf er den Schweizer Musical-Hit EWIGI LIEBI (2007), der fünf Jahre en suite gespielt wurde. Mit 650.000 Zuschauern ist es das erfolgreichste Schweizer Musical. Er inszenierte und produzierte Stücke wie das Monty Python Kultmusical SPAMALOT – DIE RITTER DER KOKOSNUSS (2013), DER KLEINE HORRORLADEN (2008), BLUTIGER HONIG (1996) oder das Nonnenmusical NON(N)SENSE (1999). Aber auch Opern und Operetten hat er inszeniert wie die Rossini Oper WILHELM TELL (2001) oder DIE BLUME VON HAWAII (2002) und DIE LUSTIGEN NIBELUNGEN (2002). Er machte sich unter anderen auch einen Namen mit schrägen, szenischen Liederabende wie SEKRETÄRINNEN (2002), BYE BYE BAR (2006) und CAMPING CAMPING (2011), sowie DREI BRÄUTE FÜR EIN HALLELUJA (2005). Für die „Acapickels“ inszenierte er die Abschieds-Show. Des Weiteren arbeitete er für die Zürcher Märchenbühne, den Circus Balloni, das Theater Fauteuil Basel und für die Czurda Company in Nürnberg. Er inszenierte für die Otto-Falckenberg-Schule und die Münchner Kammerspiele WEGENZUGESCHLOSSEN (1999) und für das Residenztheater in München PROMINENTENBALL (2004). Für das Theater St. Gallen übersetze und inszenierte er die deutschsprachige Erstaufführung von AVENUE Q und für die Maag Music Hall Zürich führte er Regie für EWIGI LIEBI (2007), COMEDY CHRISTMAS (2011 & 2013 & 2015) und MEIN NAME IST EUGEN (2016).  Seit 2002 leitet er das Theater am Hechtplatz. Er war von 1998 bis 2006 als Dozent an der Otto Falckenberg Schule in München tätig. Für seine Produktionen erhielt Dominik Flaschka mehrere Preise, zuletzt 2015 den Deutschen Musical Theater Preis als Bester Regisseur mit OST SIDE STORY.


Hartmut H. Forche brachte als Regisseur und Übersetzer viele internationale Musicals nach Deutschland. Mit seinem Namen verbinden sich die deutschsprachigen Erstaufführungen von ME AND MY GIRL, SINGIN‘ IN THE RAIN, FUNNY GIRL, HIGH SOCIETY, THE MYSTERY OF EDWIN DROOD, MY ONE AND ONLY, OUT OF THIS WORLD, MAR I CEL, DIE GESCHICHTE EINES PFERDES sowie Inszenierungen von SWEENEY TODD, LES MISERABLES, SORBAS, ON THE TOWN, ROCKY HORROR SHOW und vielen mehr. Zusammen mit Volker M. Plangg schrieb er ein eigenes Musical, RASPUTIN, das an der Staatsoperette Dresden gespielt wurde. In über 200 Inszenierungen in Deutschland und der Schweiz, Tourneen durch Südamerika, Spanien, Portugal und Deutschland sowie internationalen Workshops ist es stets sein Wunsch, expressiv und sensibel Theater zu machen, mit schauspielerischer Qualität und Sprachbewusstsein im Leben von Menschen etwas zu bewirken. Nach dem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie und einer staatlichen Schauspielausbildung ging Forche an das Staatstheater Hannover. Es folgten Engagements als Oberspielleiter in Dortmund, Pforzheim, Bielefeld und Wilhelmshaven. Später verschob sich durch einen Aufenthalt in New York sein Schwerpunkt auf das Musical. Seither arbeitet er freiberuflich. Hartmut H. Forche ist Dozent für Liedinterpretation an der Hochschule Osnabrück und Mitglied der Deutschen Musicalakademie. Als Übersetzer aus dem Spanischen und Englischen ist er für mehrere Verlage tätig. Für Musik und Bühne übersetzte Forche zuletzt THE APPLE TREE; außerdem liegt SINGIN‘ IN THE RAIN in seiner deutschen Fassung vor. In Vorbereitung ist eine Übersetzung von CHARLEYS TANTE.


Arthur Freed wurde unter dem Namen Arthur Grossmann am 9. September 1894 in Charleston, South Carolina, geboren. Er wuchs in Seattle auf und arbeitete nach seinem Abschluss als Pianist und Vorspieler für einen Musikverlag in Chicago. Während dieser Zeit schloss er sich den Marx Brothers als Sänger und Komponist an. Zusammen mit Nacio Herb Brown schrieb er das Lied "When Buddha smiles" und wurde, wie Brown, Ende der 1920er Jahre bei Metro-Goldwyn-Mayer angestellt, wo die beiden die Musik für viele erfolgreiche Musicalproduktionen komponierten. Das Lied SINGIN' IN THE RAIN für den gleichnamigen Film, der 1952 erschien, entstand 1929. Im Jahr 1939 begann für Freed mit DER ZAUBERER VON OZ dessen Karriere als Produzent. Er erhielt zwei Oscars für die Filme EIN AMERIKANER IN PARIS und GIGI und zahlreiche weitere Ehrungen, u.a. auch einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Freed starb im April 1973 in Los Angeles. (Text: Janina Wolf, Schleswig-Holsteinisches Landestheater)


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Robert L. Freedman gewann für A GENTLEMAN'S GUIDE TO LOVE AND MURDER 2014 einen Tony Award, einen Drama Desk Award und den Outer Critics Circle Award für das beste Buch eines Musicals. Hinzu kamen gemeinsam mit Steven Lutvak der Drama Desk Award für die besten Gesangstexte, eine Tony-Nominierung für die beste Musik sowie eine Grammy-Nominierung. Auch Freedmans Arbeit für das Fernsehen wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet oder für solche nominiert: Writers Guild Award für „Deadly Secret“, Nominierung für Emmy Award und Writers Guild Award für die Miniserie „Life with Judy Garland: Me and my Shadows“, Nominierung Writers Guild Award für „Rodgers and Hammerstein’s Cinderella“, GLAAD Award und Humanitas-Finalist für „What Makes a Family“, Silver Plaque des Chicago International Television Festival für „What Love Sees“. Freedman ist Autor der hochgeschätzten „True Crime Dramas“ „Murder in the Hamptons“, „The Pastor’s Wife“, „Honor Thy Mother“ und „Bitter Blood“. 2006 erhielten Freedman und Lutvak einen Fred Ebb Award for Songwriting und den Kleban Award for Lyric Writing für ihre Arbeit an den Musicals „A Gentleman’s Guide to Love and Murder“ und „Campaign of the Century“. Freedman ist mit der Schauspielerin Jean Kauffman verheiratet, ihr Sohn Max Freedman ist Autor, Regisseur und Community-Aktivist.


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Paul Gordon wurde 2000 für einen Tony Award für seine Musik zu JANE EYRE nominiert. Es folgte sein Zwei-Personen-Musical DADDY LONG LEGS, ebenfalls gemeinsam verfasst mit dem Texter John Caird (CANDIDE). Pauls Musical EMMA, für das er Musik und Texte schrieb, entstand nach dem Roman von Jane Austen. Paul ist auch als Filmautor („Dirk and Betty“, „Folk Music“) und als Songkomponist („Next Time I Fall“, „Friends and Lovers”) erfolgreich. Zu den Künstlern, für die er Songs geschrieben oder mit denen er zusammengearbeitet hat, gehören Bette Midler, Quincy Jones, Alanis Morissette, The Pointer Sisters, Dionne Warwick, Olivia Newton-John, Kenny G und viele andere. Paul hat neun A.S.C.A.P.-Auszeichnungen sowohl im Pop- als auch im Country-Bereich erhalten, u.a. für die Titelmelodie der Fernsehserie „Ally McBeal“, die er gemeinsam mit Vonda Shepard geschrieben hat.


Green Day – Sänger/Gitarrist Billie Joe Armstrong, Bassist Mike Dirnt und Schlagzeuger Tré Cool – waren Kinder aus der Arbeiterklasse, die in der Underground-Punk-Szene von Berkeley aufwuchsen. Obwohl sie bereits zwei Platten veröffentlicht hatten ("1039 / Smoothed Out Slappy Hours" und "Kerplunk"), markierte "Dookie" 1994 den eigentlichen Beginn ihrer Karriere. Das dynamisch-überschwängliche Punk-Pop-Album verkaufte sich 15 Millionen Mal und brachte der Band ihren ersten Grammy® Award für Best Alternative Music Performance ein. Im Lauf der Jahre eroberten Green Day mit ihren nachfolgenden Studioalben "Insomniac", "Nimrod" und "Warning" die Spitze der Charts und begeisterten Millionen von Fans mit ihren frenetischen Live-Shows. Aber es war ihr bahnbrechendes Album AMERICAN IDIOT von 2004, das Green Day endgültig Weltruhm einbrachte. AMERICAN IDIOT erreichte sofort Platz 1 der Billboard-Charts, brachte fünf Hit-Singles hervor, erhielt sieben Grammy®-Nominierungen (und gewann zwei, darunter für das beste Rockalbum) und setzte neue Maßstäbe für den modernen Rock’n’Roll. 2009 veröffentlichten Green Day "21st Century Breakdown", das 2010 mit dem Grammy® Award für das beste Rockalbum ausgezeichnet wurde. Es brachte zwei Hit-Singles hervor: die Gold-Single "Know Your Enemy", die als erster Song überhaupt gleichzeitig die Billboard Rock-, Alternative- und Mainstream-Rock-Charts anführte, sowie die Doppel-Platin-Single "21 Guns", die ihnen drei MTV Video Music Awards 2009 einbrachte, darunter den Preis für das beste Rock-Video. Green Day wurden außerdem mit einem American Music Award als Favorite Alternative Rock Music Artist ausgezeichnet. Im gleichen Jahr arbeiteten Green Day zusammen mit dem Tony-Award-Gewinner und Regisseur von SPRING AWAKENING, Michael Mayer, am Bühnenmusical AMERICAN IDIOT. Das Stück wurde im September 2009 am Berkeley Repertory Theatre uraufgeführt und brach während seiner Laufzeit alle Besucherrekorde. Das Stück wurde anschließend an den Broadway transferiert, lief ein Jahr lang im St. James Theatre und gewann zwei Tony Awards. Weitere Informationen finden Sie unter www.greenday.com.


Daniel Große Boymann wurde in München geboren und ging 1997 nach Wien, um dort eine Ausbildung zum Musicaldarsteller zu absolvieren. Sich einer Spezialisierung konsequent verweigernd, arbeitete er seither – überwiegend in Musiktheaterproduktionen – als Schauspieler, Sänger, Pianist, musikalischer Leiter, Arrangeur oder Regisseur an verschiedensten Theatern im deutschsprachigen Raum (Wien, Baden, Klagenfurt, Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Bremen, Braunschweig, Aachen u.a.). Nachdem er dort vier Jahre als Schauspieler mitwirkte, übernahm er im Jahr 2004 von Alexander Kuchinka die Leitung der Klagenfurter Sommerbühne scherzo und begann hier auch das Schreiben von Stücken und Musicals (figaro, Odysseus fährt irr, Rössl – rejodelt!, piano&forte, Der Besuch des Schahs). Außerdem schrieb und konzipierte er Szenen, Liedtexte und Moderationen für diverse Shows und Veranstaltungen (u.a. Kreuzfahrtschiffshows für Celebrity Cruises oder die Hauptshow des Karlsruher Stadtgeburtstages KA300). Das gemeinsam mit Thomas Kahry entstandene Stück Spatz und Engel läuft derzeit in dritter Spielzeit am Wiener Burgtheater und erlebte weitere Produktionen in Deutschland, Tschechien und der Schweiz. Seit 2010 arbeitet Daniel Große Boymann auch als Übersetzer von Musicals (MONTY PYTHON’S SPAMALOT, DOGFIGHT, NUR NOCH BIS MORGEN, DIE GESCHICHTE MEINES LEBENS, A GENTLEMAN'S GUIDE TO LOVE AND MURDER), Opern (WAGNER DREAM) und Schauspielen (PROMINENT). Mehr unter www.grosseboymann.com


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Heather Hach erhielt 2007 Tony- und Drama-Desk-Nominierungen für ihre Arbeit an LEGALLY BLONDE (NATÜRLICH BLOND). Sie ist Absolventin der University of Colorado Boulder, School of Journalism, arbeitete als Recherche-Assistentin beim New York Times Büro in Denver und war Zeitschriftenredakteurin bei Sports and Fitness Publishing in Boulder, Colorado. Sie ist Mitglied der Improtheatergruppe Comedy Sports in Denver und arbeitete an den Fernsehserien "Caroline in the City" und "Dilbert". 1999 gewann sie das Walt-Disney-Drehbuchstipendium. Zu ihren Filmproduktionen gehören Disneys "Freaky Friday" und "What to Expect When You're Expecting". Außerdem schrieb sie zusammen mit Mary Rodgers den Jugendroman "Freaky Monday“.


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Glen Hansard (*1970) begann als Straßenmusiker in Dublin und ist inzwischen ein international bekannter Musiker mit vom wahren Leben inspirierten Songs und einer Stimme, die seine Leidenschaft, sich auf unterschiedlichste Einflüsse einzulassen, widerspiegelt. Er veröffentlichte zahlreiche Alben, auch mit der Band The Frames  und gemeinsam mit Markéta Irglová als „The Swell Season“. Für den Song „Falling Slowly“ aus dem Film ONCE, in dem er auch die männliche Hauptrolle spielte, erhielt Glen gemeinsam mit Markéta den Oscar für den besten Originalsong und dem Olivier Award für den herausragenden musikalischen Beitrag. 2011 schrieb er einen Song für den Film „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ und 2013 den Titel „Coming Up Roses“ für den Film „Can a Song Save Your Life?“. Glen ist weiterhin international auf Tour, zuletzt 2022 mit dem amerikanischen Singer-Songwriter Eddie Veder.


Der Songtexter Sheldon Harnick (1924-2023) wuchs in der Umgebung von Chicago auf. Er hatte Violinunterricht und begann schon als Schüler, Parodien, Sketche und Songs zu schreiben. Auch als Soldat wirkte er an Aufführungen mit und schrieb weitere Songs für die Amateuraufführungen seiner Kameraden. Er gewann einen Preis beim „Yank Magazine’s Parody Contest“ und war Geiger in mehreren Tanzorchestern. 1949 erhielt er den „Bachelor of Music Degree“ mit dem Hauptfach Violine und ging 1950 nach New York. Dort schrieb er zunächst Songs für verschiedenste Revuen und 1954 erstmals Songtexte für ein Musical namens „Horatio“. 1956 traf er erstmals den Komponisten Jerry Bock und schuf in den folgenden Jahren gemeinsam mit ihm eine imposante Reihe von Musicals: FIORELLO!SHE LOVES ME!THE APPLE TREETHE ROTHSCHILDS und nicht zuletzt FIDDLER ON THE ROOF (ANATEVKA). Harnick arbeitete mit dem Komponisten Michael Legrand zusammen, schrieb Librettos zu Opern (u.a. „Cyrano“, 1994 am Theater Hagen uraufgeführt), übersetzte Bühnenwerke von Strawinsky, Ravel, Mozart und Lehár („Die lustige Witwe“). Seine Fassung von „Carmen“ wurde zur Grundlage von Peter Brooks Bearbeitung „La tragédie de Carmen“. 2016 wurde Harnick mit dem Drama League Award für besondere Leistungen im Genre Musical und mit dem Special Tony Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 


© The Musical Company

Charles Hart wurde in London geboren und in Maidenhead und Cambridge ausgebildet. Er verfasste Texte für Musicals (DAS PHANTOM DER OPER und ASPECTS OF LOVE), Opern (“Der Vampyr” für BBC 2) und verschiedene Songs, darüber hinaus schrieb er Texte und Musik für Fernseh- und Radioproduktionen. Er ist darüber hinaus als Radiomoderator, Stimmbildner, Begleiter, Dirigent, Arrangeur und Übersetzer tätig. 1990-93 war er Mitglied im Beirat der “British Academy of Songwriters, Composers and Authors”. Seine Arbeit wurde mit zwei Ivor Novello Awards und zwei Tony-Nominierungen gewürdigt.


Holger Hauer gehört seit vielen Jahren zu den renommiertesten Regisseuren und Darstellern im Musiktheater, speziell im Bereich Musical. Bei über dreißig Produktionen, darunter viele Ur – und deutschsprachige Erstaufführungen, hat er Regie geführt und mit seiner Arbeit das Publikum begeistert. Er zeichnet für Inszenierungen von z.B. „La Cage aux Folles“, „My fair Lady“, ANATEVKA, PASSION, EVITA, „Pardon My English“, WEST SIDE STORY und vielen mehr verantwortlich. Er inszenierte den „Medicus“ in Fulda und am Berliner Schlossparktheater das Stück „Doris Day“ mit Angelika Milster. 2017 inszenierte er das neue Musical „Vom Fischer und seiner Frau“ (Schubring/Schroeder) bei den Grimmfestspielen Hanau. Das Stück gewann in zwei Kategorien den Deutschen Musical Theater Preis und Hauer selbst wurde, schon zum zweiten Mal in Folge für „Beste Regie“ nominiert. Auf der Bühne verkörperte er Rollen wie Albin/Zaza in „La Cage Aux Folles“, den Teufel in „The Black Rider“, Judas in JESUS CHRIST SUPERSTAR, Frank N Furter in „The Rocky Horror Show“ oder Professor Higgins in „My Fair Lady“. Seit einigen Jahren ist Holger Hauer zudem als Übersetzer von Musicals tätig. Die Übersetzungen von BONNIE & CLYDE von Frank Wildhorn, ZORRO von den Gypsy Kings, ANNIE, ANNIE WARBUCKSMURDER BALLAD, SOHO CINDERS, „Rock of Ages“, AUF NACH WESTEN! (PAINT YOUR WAGON), MADE IN DAGENHAM und I DO! I DO! stammen aus seiner Feder. Er selbst ist Autor von drei Musicals: „ChristO – Die Rockoper“,  „Fletsch – Saturday Bite Fever“ und „Meine Herren und Damen: Marie!“, ein neues Musical über die Frauenrechtlerin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt Marie Juchacz, das im August 2019 in Neunkirchen (Saarland) seine Uraufführung hatte. Zuletzt inszenierte er am Schlosspark Theater in Berlin die französische Komödie „Kasimir & Kaukasus“ (DE) und am Staatstheater Augsburg die Uraufführung des Musicals „Herz aus Gold – Das Fugger Musical“ von Stephan Kanyar und Andreas Hilger, das auch 2020 wieder in Augsburg zu sehen sein wird.


Arne Beeker (aka Roman Hinze) studierte Mathematik und Physik in Münster und promovierte in Theoretischer Physik mit einem Thema aus der nichtlinearen Dynamik (Chaostheorie). Parallel zu seiner Arbeit als Lehrer an einem Kölner Gymnasium begann er, unter dem Namen Roman Hinze für Musik und Bühne und andere Verlage Musicals zu übersetzen. Anlässlich der Eröffnung des Musiktheaters Linz übernahm er 2012 die Position des Dramaturgen und Produktionsleiters für die Produktionen der neu gegründeten Musicalsparte des Landestheaters Linz. In dieser Funktion betreute er u. a. die deutschsprachigen bzw. österreichischen Erstaufführungen von DIE HEXEN VON EASTWICK, "The Wiz - Der Zauberer von Oz", NEXT TO NORMAL, "Show Boat" (Harold-Prince-Version), THE WORLD GOES ROUND, GRAND HOTEL, außerdem LES MISERABLES, THE WHO'S TOMMY, INTO THE WOODS, COMPANY, HONK!, "Hedwig and the Angry Inch", SINGIN' IN THE RAIN, "Leben ohne Chris" und "Babytalk". Parallel übersetzt er weiter Musicals, inzwischen über dreißig, darunter Werke von George & Ira Gershwin (u.a. WINTERGREEN FOR PRESIDENT), Kurt Weill (LADY IN THE DARK, ONE TOUCH OF VENUS), David Yazbek, Lynne Ahrens & Stephen Flaherty, Maury Yeston, Jerome Kern & Oscar Hammerstein II, George Stiles & Anthony Drewe (PETER PAN, DIE DREI MUSKETIERE, BETTY BLUE EYES), Frank Wildhorn (DRACULA) und Stephen Sondheim (PASSION). In der Saison 2016/17 wurde im Musiktheater Linz die Uraufführung von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical "In achtzig Tagen um die Welt oder Wie viele Opern passen in ein Musical?" herausgebracht, das in enger Abstimmung mit den Autoren von ihm und Elke Ranzinger aus dem Norwegischen ins Deutsche übertragen wurde. Zuletzt erarbeitete er die deutschen Fassungen von Dave Malloys "Préludes" sowie THOROUGHLY MODERN MILLIE und MARGUERITE.


Foto: Lena Bushart via MTI

Die Oscar-Preisträgerin, Musikerin und Schauspielerin Markéta Irglová wurde 1988 in der Tschechoslowakei geboren. Sie trat in mehreren Filmen auf, veröffentlichte CD-Alben und wurde gemeinsam mit Glen Hansard für „Falling Slowly“ aus ONCE – in dem sie die weibliche Hauptrolle spielte – mit dem Oscar für den besten Originalsong und dem Olivier Award für den herausragenden musikalischen Beitrag ausgezeichnet. Markéta veröffentlicht weiterhin Songs und arbeitet kontinuierlich an Projekten für Bühne und Leinwand. 2022 bzw. 2023 nahm sie an den nationalen Vorentscheidungen zum Eurovision Song Contest in Island, wo sie inzwischen lebt, und Tschechien teil.


Außer zahlreichen Theaterstücken hat Dennis Kelly das Buch für das neue Musical PINOCCHIO geschrieben, das Ende 2017 am National Theatre in London Premiere hatte. 2018 kam sein Stück GIRLS AND BOYS am Royal Court Theatre heraus. Dennis' Werke werden weltweit aufgeführt und sind in fast vierzig Sprachen übersetzt. Er arbeitete auch für Film und Fernsehen und schrieb u.a. das Drehbuch für BLACK SEA unter der Regie von Kevin MacDonald. Außerdem verfasste er das Buch für das Olivier- und Tony-Gewinner-Musical MATILDA - THE MUSICAL. Im Jahr 2010 wurde sein Theaterstück DNA in den Lehrplan für Mittelschulen in Großbritannien (GCSE English Literature) aufgenommen.

 


Foto: Matthew Murphy

Der Songtexter von DOKTOR SCHIWAGO, Michael Korie (*1955), wurde 2016 mit dem Marc Blitzstein Award der American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet. Er schrieb Texte für zahlreiche Musicals des Komponisten Scott Frankel, darunter „Far From Heaven“ und „War Paint“. Drei dieser Stücke wurden für den Tony und den Drama Desk Award nominiert, mehrere erhielten Outer Critics Circle Awards und wurden mehrfach nachgespielt. Außerdem schuf er mehrere Opernlibretti für Produktionen in San Francisco, Houston, New York u.a. Michael Korie unterrichtet an der Yale University.


Herbert Kretzmer wurde in Südafrika geboren, wo er eine journalistische Laufbahn begann, indem er den Kommentar für eine wöchentliche Kinowochenschau schrieb. 1954 zog er nach London, wo er eine Doppelkarriere als Zeitungsmann und Songschreiber verfolgte. Er war Feuilletonist bei The Daily Sketch und Profilschreiber bei The Sunday Despatch. 1960 wechselte er zum Daily Express und wurde später dessen Theaterkritiker, eine Position, die er 18 Jahre lang innehatte und in der er etwa 3.000 Premieren rezensierte. Von 1979 bis 1987 schrieb er Fernsehkritiken für die Daily Mail und wurde dafür mit zwei nationalen Pressepreisen ausgezeichnet. Als Texter schrieb er wöchentlich Songs für „That Was The Week That Was“ und die späteren Ned-Sherrin-Fernsehshows. Für die Peter Sellers/Sophia Loren-Komödie GOODNESS GRACIOUS ME gewann er einen Ivor Novello Award. Zu seinen weiteren preisgekrönten Liedern gehören zwei, die er mit und für Charles Aznavour geschrieben hat: „Yesterday When I Was Young“ und der Chart-Hit „She“. Kretzmer schrieb das Buch und die Gesangstexte für das West End-Musical OUR MAN CRICHTON sowie die Gesangstexte für THE FOUR MUSKETEERS, das über ein Jahr lang am Theatre Royal Drury Lane aufgeführt wurde. Außerdem lieferte er die Gesangstexte für den Anthony Newley-Musicalfilm Can Heironymous Merkin Ever Forget Mercy Humppe and Find True Happiness? Kretzmer war Co-Textdichter für KRISTINA, das er zusammen mit Björn Ulvaeus und Benny Andersson (ABBA) schrieb und das im September 2009 in der Carnegie Hall in New York uraufgeführt wurde. Gemeinsam mit Michel Legrand, Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg schuf er das Musical MARGUERITE. Herbert Kretzmer starb 2020, wenige Tage nach seinem 95. Geburtstag.


Foto: Sven Serkis

Robin Kulisch ist als Autor, Übersetzer und Musikalischer Leiter tätig. Er absolvierte seine Ausbildung zum Bühnendarsteller in Hamburg und begann 2008 als Musikalischer Leiter für AIDA Cruises zu arbeiten, wo er auch diverse Shows schrieb, inszenierte und arrangierte. Seit 2016 ist er auch als Music Supervisor für TUI Cruises tätig. Bereits während der Ausbildung schrieb er erste Übersetzungen. Er erstellte u.a. die deutsche Fassung des Musicals „[title of show]“. 2017 co-produzierte er die Deutschland-Premiere des Stückes im Admiralspalast Berlin, bei der er auch Regie führte. Die Produktion war anschließend auch im Hamburger Schmidt Theater zu sehen. Im Dezember 2018 co-produzierte er die DSE von „Elegies for Angels, Punks and Raging Queens“, ebenfalls im Admiralspalast Berlin, für die er die Übersetzung der Liedtexte verfasste. Für Musik und Bühne verfasste er die neuen deutschen Fassungen von SUNDAY IN THE PARK WITH GEORGEKINKY BOOTS und LITTLE MISS SUNSHINE. In Vorbereitung ist die Übersetzung von THE BAND'S VISIT. 2015 schloss er die Arbeit an dem Musical „Älter“ ab, für das er Buch und Liedtexte schrieb. Die Musik zum Stück stammt von Philipp Gras. Ihr zweites gemeinsames Musical, „Ettenna“, eine Adaption der „Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff, wurde im September 2018 uraufgeführt. Robin Kulisch ist Gründungsmitglied der „schreib:maschine“ und ist seit 2014 Mitglied der Deutschen Musical Akademie. Mehr Infos auf www.robinkulisch.de.


Michael Kunze ist ein international erfolgreicher Schriftsteller und Dramatiker, Buch- und Fernsehautor, Liedertexter und Librettist. In den letzten Jahren schuf er mit ELISABETH, TANZ DER VAMPIRE, MOZART!, REBECCA und MARIE ANTOINETTE eine neue europäische Form des populären Musiktheaters, das DramaMusical. Aus seiner Feder stammen auch die deutschen Versionen internationaler Musicalerfolge, wie EVITA, CATS, DAS PHANTOM DER OPER, A CHORUS LINE, DER KLEINE HORRORLADEN, INTO THE WOODS, DER KUSS DER SPINNENFRAU, ASPECTS OF LOVE, SUNSET BOULEVARD, DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME, KÖNIG DER LÖWEN, MAMMA MIA!, AIDA und WICKED. Michael Kunze wurde 1943 in Prag geboren und wuchs in München auf. Nach einem mit Promotion abgeschlossenen Studium der Rechte begann er Ende der 1960er als Liedtexter und Schallplattenproduzent zu arbeiten, und schon bald avancierte er international zu einem der gesuchtesten deutschen Songwriter und Produzenten. Stars wie Peter Maffay, Nana Mouskouri, Udo Jürgens, Peter Alexander und Münchener Freiheit verdanken ihm ihre größten Hits. Zusammen mit Sylvester Levay erhielt er als erster Deutscher einen Grammy für seine Produktion "Fly, Robin, Fly" (Silver Convention), die Platz 1 der US-Charts erreichte. Zahlreiche Auszeichnungen und 79 Gold- und Platinschallplatten zeugen von diesem Abschnitt seiner Karriere. 2017 wird ein Chor-Event zum Thema Luther in den größten Hallen Deutschlands und am 29. Oktober auch in Berlin aufgeführt werden. Sein neuestes Musical ist DON CAMILLO UND PEPPONE (Musik: Dario Farina). Neben mehreren Büchern, TV-Shows, Theaterstücken und politischen Kabarett-Texten hat Michael Kunze auch eine Oper geschrieben. Michael Kunze ist Mitglied der deutschen Dramatiker Union und der US-amerikanischen Dramatists Guild Inc.


Foto: Sven Finneide

Gisle Kverndokk (*1967) studierte Komposition an der Norwegischen Staatlichen Musikakademie in Oslo und an der Juilliard School in New York City. Er hat zahlreiche Bühnenwerke komponiert, allein 14 mit dem Librettisten Øystein Wiik, die international aufgeführt werden. So wurde die Oper "In 80 Tagen um die Welt" für die Eröffnung des neuen Opernhauses in Oslo in Auftrag gegeben und dort 2010 uraufgeführt. Eine neue, in Linz uraufgeführte Fassung gewann sechs Auszeichnungen beim Deutschen Musical-Theaterpreis, u.a. als bestes Musical. In Linz wurde 2022 auch FANNY UND ALEXANDER nach Ingmar Bergman uraufgeführt. Mit dem Librettisten Aksel-Otto Bull schrieb Gisle mehrere Opern und Musicals. Das Musical BRIEFE VON RUTH wurde in New York, Washington und Oslo konzertant bzw. halbszenisch präsentiert und 2023 beim Musicalfrühling Gmunden uraufgeführt. Gisles konzertante Kompositionen, für die er zahlreiche Preise erhielt, werden in Norwegen regelmäßig von wichtigen Orchestern gespielt. Sein Werk umfasst auch Film-, Kirchen- und Kammermusik, deren Aufnahmen immer wieder für wichtige Preise nominiert werden.


Jonathan Larson erhielt 1996 den Pulitzer-Preis für RENT. Außerdem gewann er 1996 den Tony Award für das beste Musical und 1994 den Richard Rodgers Award für RENT und wurde zweimal mit dem Gilman & Gonzales-Falla Theatre Foundation’s Comendation Award ausgezeichnet. 1989 wurde er für sein Musical "Sitting on the Edge of the Future" mit dem Stephen Sondheim Award des American Music Theatre Festival ausgezeichnet. 1988 gewann er den Richard Rodgers Development Grant für sein Rockmusical "Superbia", das am Playwrights Horizon aufgeführt wurde. Er komponierte die Musik für das Musical "J.P. Morgan Saves the Nation", das 1995 von En Garde Arts aufgeführt wurde. Jonathan Larson führte seinen Rockmonolog TICK, TICK... BOOM! am Second Stage Theatre, The Village Gate und New York Theatre Workshop auf. Neben dem Schreiben von Filmmusik und Songs für die "Sesamstraße" schuf er die Musik für eine Reihe von Kinderbuchkassetten, darunter Steven Spielbergs "An American Tail" und "Land Before Time". Zu seinen weiteren Filmmusiken gehören Arbeiten für den Herausgeber der Zeitschrift Rolling Stones, Jann Wenner. Er konzipierte, führte Regie und schrieb vier Originalsongs für "Away We Go!", ein Musikvideo für Kinder. RENT, eine Rockoper, die auf "La Boheme" basiert, wurde am 13. Februar 1996 im New York Theatre Workshop uraufgeführt. Am 25. Januar 1996, zehn Tage vor seinem 36. Geburtstag, starb Larson unerwartet an einem Aortenaneurysma.


Foto: Gavin Bond

Cyndi Lauper hat mit über 30 erfolgreichen Jahren musikalischer Karriere, weltweit 50 Millionen verkauften Alben und Grammy-, Emmy- und Tony-Auszeichnungen (2013 für die Musik zu KINKY BOOTS) bewiesen, wie sie mit ihren kreativen Ideen die große Anzahl ihrer Fans immer aufs Neue zu begeistern weiß. Bereits mit ihrem ersten Album „She’s So Unusual“ gewann sie einen Grammy als „Best New Artist“ und hatte als erste Künstlerin überhaupt vier Single-Auskopplungen aus einem Debütalbum, die Top-Five-Plätze in den US-Charts erreichten. Seitdem hat Lauper zehn weitere Studioalben veröffentlicht, von denen z.B. „Memphis Blues“ vierzehn Wochen in Folge an der Spitze der Billboard Blues Chars stand und zum bestverkauften Blues-Album im Jahr 2010 wurde. Im Laufe ihrer Karriere wurde Lauper für 15 Grammys, zwei American Music Awards, sieben American Video Awards und 18 MTV Awards nominiert. Kürzlich veröffentlichte sie ihre Autobiographie „Cyndi Lauper: A Memoir“, die in die Bestsellerliste der New York Times aufgenommen wurde. Als Schauspielerin debütierte sie 2006 neben Alan Cumming am Broadway in der „Dreigroschenoper“. Sie spielte in Fernsehproduktionen und Filmen wie „Mad About You“ (mit dem Emmy ausgezeichnet), „Bones“, „The Opportunist“ (mit Christopher Walken), „Mrs. Parker“ und „The Vicious Circle“, „Life With Mikey“, „Off and Running“ und „Vibes“. 2013 kehrte sie ins Fernsehen zurück und spielte sich in der Doku-Serie „She’s so Unusual“ bei WE-TV selbst. Darüber hinaus ist sie mit ihrer Stiftung „The True Colors Fund“ karitativ tätig.


Arthur Laurents, ein preisgekrönter Dramatiker, Drehbuchautor, Librettist, Regisseur und Produzent, war für die Libretti vieler Broadway-Shows verantwortlich, darunter WEST SIDE STORY, "Gypsy", ANYONE CAN WHISTLE, "Do I Hear A Waltz?", "Hallelujah", "Baby!" und "Nick & Nora". Er schrieb die Drehbücher für "The Snake Pit", "Anna Lucasta", "Anastasia", "Bonjour Tristesse", "The Way We Were" und "The Turning Point". Zudem verfasste er die Theaterstücke "Home of the Brave", "The Time of the Cuckoo" und "A Clearing of the Woods". Er führte Regie bei "I Can Get It For You Wholesale", ANYONE CAN WHISTLE, "Gypsy", "La Cage Aux Folles", "Birds of Paradise" und "Nick & Nora".


Steven Levenson ist Dramatiker, Drehbuchautor sowie Fernsehautor und -produzent und Tony-Preisträger. Er schrieb das Buch für das Musical DEAR EVAN HANSEN, das sechs Tony Awards, darunter das beste Buch und das beste Musical, sowie den Olivier Award gewann. Er war Mitbegründer und ausführender Produzent der FX-Serie „Fosse/Verdon“, die für siebzehn Emmy Awards nominiert wurde, darunter als beste Serie und bestes Serien-Drehbuch sowie für die Critics' Choice Association und die Producers Guild Awards, zusätzlich zum Gewinn des Writers Guild Award und eines AFI Award for Outstanding Series. Weitere Auszeichnungen sind der OBIE Award, zwei Outer Critics Circle Awards und der John Gassner Memorial Playwriting Award. Er adaptierte Jonathan Larsons TICK, TICK… BOOM! in der Regie von Lin-Manuel Miranda, für Netflix. Steven Levenson ist Absolvent der Brown University.


Jacques Levy schrieb Texte für viele bekannte Künstler. Er war u.a. Co-Autor von Bob Dylans Album "Desire", das mit der daraus ausgekoppelten Single "Hurricane" zu einem von Dylans meistverkauften Alben wurde. Als Mitglied der Dramatists Guild schrieb Jacques zahlreiche Werke für das Theater, darunter fünf Musicals, von denen zwei, OH, CALCUTTA! und THE GOLDEN LAND, in New York produziert wurden. 1988 entstanden seine Songtexte für FAME. Seine Arbeit wurde mit drei Grammy-Nominierungen gewürdigt. Er war Leiter des Theaterprogramms und Direktor des Universitätstheaters an der Colgate University in Hamilton, New York. Jacques verstarb im Jahr 2004.


Alan Jay Lerner (Buchautor und Texter) und Frederick Loewe (Komponist) schrieben einige der berühmtesten Musicals des amerikanischen Theaters, darunter "My Fair Lady", CAMELOT, BRIGADOON, PAINT YOUR WAGON und "Gigi". Zu ihren bekanntesten Liedern zählen "Almost Like Being in Love", "I Could Have Danced All Night" und "Thank Heaven for Little Girls".

Lerner wurde 1918 in New York City geboren und besuchte Choate und Harvard. Loewe wurde 1901 als Sohn von Wiener Eltern in Berlin geboren, debütierte im Alter von 13 Jahren als Pianist bei den Berliner Symphonikern und kam 1924 in die Vereinigten Staaten. Die beiden lernten sich 1942 im Lambs Club in New York City kennen, als Loewe Lerner auf eine Zusammenarbeit bei einer Show ansprach. 1947 hatten sie mit BRIGADOON ihren ersten Broadway-Hit, dem 1951 ein zweiter Erfolg mit PAINT YOUR WAGON folgte, der Lieder wie "They Call the Wind Maria", "I Talk to the Trees" und "Wand’rin’ Star" enthielt. 1960 kam der letzte große Erfolg ihrer Partnerschaft, CAMELOT, mit Richard Burton und Julie Andrews in den Hauptrollen. 1974 lockte Lerner Loewe aus dem Ruhestand, um an ihrem letzten gemeinsamen Projekt zu arbeiten: einer Verfilmung von Antoine de St. Exupérys "Der kleine Prinz". Lerner arbeitete anschließend mit anderen Komponisten wie Burton Lane, Leonard Bernstein und André Prvin zusammen. Er starb 1986 im Alter von 67 Jahren. Loewe starb zwei Jahre später im Alter von 86 Jahren.


David Lindsay-Abaire (Buch und Gesangstexte) wurde für seine Mitwirkung an SHREK - DAS MUSICAL für zwei Tony Awards nominiert (Best Book of a Musical, Best Score mit Jeanine Tesori). Zuvor erhielt er 2008 den Ed Kleban Award als vielversprechendster Musical-Songtexter und 2007 den Pulitzer Prize for Drama für sein Stück „Rabbit Hole“, das am Broadway im MTC’s Biltmore Theatre Premiere hatte. „Rabbit Hole“ erhielt auch fünf Tony-Award-Nominierungen, darunter als Best Play, sowie den Spirit of America Award. Zu Lindsay-Abaires weiteren Stücken zählen u.a. „Fuddy Meers“, „Kimberly Akimbo“, „Wonder of the World“, „High Fidelity“ und „A Devil Inside“. Zusätzlich zu seiner Theaterarbeit ist Lindsay-Abaire auch als Drehbuchautor tätig und hat u.a. „Rabbit Hole“ für die Verfilmung mit Nicole Kidman (Regie: John Cameron Mitchell) adaptiert. Er ist Alumni der New Dramatists, Absolvent des Sarah Lawrence College und der Juillard School sowie Mitglied der Writers Guild of America und des Dramatists Guild Council. 


Foto: John Swannell

Als im Jahr 2017 SUNSET BOULEVARD zu den Broadway-Produktionen von SCHOOL OF ROCK­­­, ­CATS und THE PHANTOM OF THE OPERA hinzukam, erreichte Andrew Lloyd Webber den 1953 von Rodgers und Hammerstein etablierten Status mit vier gleichzeitig laufenden Shows am Broadway. Unter seinen weiteren Musicalkompositionen sind ASPECTS OF LOVE, JOSEPH AND THE AMAZING TECHNICOLOR DREAMCOAT, JESUS CHRIST SUPERSTAR, EVITA, THE BEAUTIFUL GAME, WHISTLE DOWN THE WIND und LOVE NEVER DIES. Seine Produktion von SCHOOL OF ROCK war das erste englische Musical, das am Broadway uraufgeführt wurde. Er war Koproduzent eigener Shows und produzierte das bahnbrechende Stück „Bombay Dreams“, das den zweifachen Oscar-Preisträger und Bollywood-Komponisten A. R. Rahman in der westlichen Welt als Bühnenkomponisten vorstellte. Weitere Produktionen waren „Daisy Pulls It Off“ (Olivier Award) und „La Bete“, das Zuschauerrekorde aufstellende „The Sound Of Music“ und „The Wizard Of Oz“. Lloyd Webber besitzt sieben Theater im West End, darunter das Theatre Royal Drury Land, das Palladium und seit Neuestem das St. James, das 2017 als „The Other Palace“ neu eröffnet wurde und vor allem zur Erprobung von in Entwicklung befindlichen Stücken dienen soll. Er setzt sich leidenschaftlich für die Rolle der Musik in der Ausbildung ein, und die Andrew Lloyd Webber Foundation ist zu einer der führenden Institutionen bei der Förderung von Künsten und Musik in Großbritannien geworden. Unter seinen Auszeichnungen – als Komponist ebenso wie als Produzent – sind sieben Tonys, sieben Olivier Awards, ein Golden Globe, ein Oscar, der Praemium Imperiale, der Richard Rodgers Award for Excellence in Musical Theatre, die Kennedy Center Honor und ein Grammy für das „Requiem“ als „Best Contemporary Classical Composition“. Im „Requiem“ findet sich auch eins der bekanntesten Stücke Lloyd Webbers, das „Pie Jesu“. 1992 wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen und ist seit 1997 Ehrenmitglied des Oberhauses. 2018 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel „Unmasked“.


Frank Loesser (1910–1969), einer der größten Komponisten und Liedtexter Amerikas, begann seine Songwriting-Karriere während der Depression als Texter, der Lieder für Broadway-Revuen und Nachtclubs schrieb. Seine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Irving Actman bei der Revue "The Illustrator’s Show" von 1936 führte zu einem Songwriting-Vertrag in Hollywood, wo er in den nächsten elf Jahren mit Komponisten wie Burton Lane, Jule Styne, Arthur Schwartz und Hoagy Carmichael zusammenarbeitete. Einige seiner Filmsongs aus dieser Zeit sind "Two Sleepy People", "Jingle Jangle Jingle" und "I Don’t Want To Walk Without You". Das erste Lied, für das Loesser sowohl Text als auch Musik schrieb, war "Praise the Lord and Pass the Ammunition", das er während seines Dienstes im Zweiten Weltkrieg schrieb. Nach dem Krieg arbeitete er in Hollywood unter anderem an den Hits "Spring Will Be A Little Late This Year", "A Slow Boat To China" und dem 1949 mit dem Oscar ausgezeichneten Song "Baby, It’s Cold Outside". 1948 wurde Loesser von den jungen Broadway-Produzenten Cy Feuer und Ernest Martin gebeten, Musik und Text zu George Abbotts Libretto für eine Adaption des Brandon-Thomas-Stücks "Charley’s Aunt" zu schreiben. Das neue Musical mit Ray Bolger in der Hauptrolle trug den Titel WHERE'S CHARLEY?. Dies führte zu Loessers nächster, ebenso einfluss- wie erfolgreicher Show GUYS AND DOLLS im Jahr 1950, das ebenfalls von Feuer und Martin produziert wurde (Buch von Abe Burrows und Jo Swerling). 1956 schrieb Loesser das Libretto, die Musik und die Texte für seine nächste Show, THE MOST HAPPY FELLA, nach dem Stück "They Knew What They Wanted" von Sidney Howard. Diese beeindruckende Partitur enthält mehr als 30 musikalische Nummern und macht ausgiebig Gebrauch von Operntechniken und -formen, darunter Rezitative, Arien, Duette, Trios und Chornummern. 1960 lieferte er die Musik und war Co-Librettist für "Greenwillow". 1961 schrieb Loesser die Musik für das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete HOW TO SUCCEED IN BUSINESS WITHOUT REALLY TRYING. Für weitere Informationen über Frank Loesser besuchen Sie bitte seine offizielle Website frankloesser.com.


Foto: MTI

Steven Lutvak debütierte mit A GENTLEMAN'S GUIDE TO LOVE AND MURDER am Broadway und gewann dafür die Drama Desk, Drama League, Outer Critics Circle und Tony Awards, jeweils für das beste Musical. Gemeinsam mit Robert L. Freedman wurde er außerdem mit dem Drama Desk Award für die besten Gesangstexte sowie zuvor mit den Fred Ebb und Kleban Awards ausgezeichnet. Weitere Preise sind zwei Jonathan Larson Performing Arts Foundation Awards, der erste Johnny Mercer Emerging American Songwriter Award, ein NEA-Stipendium (National Endowment for the Arts) und der ASCAP Foundation Richard Rodgers New Horizon Award.  Lutvak wurde in der Kolumne „People to Watch“ des Time Magazine vorgestellt und schrieb die Titelmelodie zu der erfolgreichen Paramount-Dokumentation „Mad Hot Ballroom“. Als Interpret eigener Songs ist er in der Carnegie Hall, Carnegie Recital Hall, im Oak Room des Algonquin-Hotels, im Rainbow & Stars und dem Russian Tea Room aufgetreten. Seine Songs sind in der Anthologie „Classic American Popular Song“ enthalten und auf den CDs „The Time it Takes“ und „Ahead of my Heart“ veröffentlicht.


Foto: MTI

Der Komponist Steve Margoshes hat seine Musik zu FAME nicht nur in symphonischen Werken adaptiert, sondern darüber hinaus auch weitere Orchesterwerke geschrieben, so „Sawing to New Heights“, ein Stück für Säge und Klavier. Als Orchestrator war Steve an sechs Broadway-Shows beteiligt: AIDA von Elton John und Tim Rice, TOMMY von The Who, BIG RIVER, GREASE!, SMOKEY JOE'S CAFE und Jim Steinmans und Roman Polanskis TANZ DER VAMPIRE. Steve gewann den Drama Desk Award für seine Orchestrierungen von BIG RIVER und TOMMY.


Foto: Michael Nagle

Terrence McNally wurde 2011 mit dem Dramatists Guild Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Er ist der Gewinner von Tony Awards für seine Stücke "Love! Valour! Compassion!" und "Master Class" sowie für seine Bücher zu den Musicals RAGTIME und "Kiss of the Spider Woman". Im Jahr 2010 präsentierte das John F. Kennedy Center for the Performing Arts Terrence McNallys "Nights at the Opera", ein Festival mit drei Stücken aus seinem Werk. Zu seinen weiteren Stücken gehören "Frankie and Johnny in the Clair de Lune", "Lips Together", "Teeth Apart", "A Perfect Ganesh", "Corpus Christi", "The Ritz", "It’s Only A Play", "The Lisbon Traviata", "Some Men", "The Stendhal Syndrome", "Where Has Tommy Flowers Gone? ", "Bad Habits", "Deuce", "Dedication or The Stuff of Dreams", "Unusual Acts of Devotion", "Next", "Sweet Eros", "Witness and His First Play" sowie "Things That Go Bump in the Night", das 1964 am Broadway aufgeführt wurde. Er hat außerdem die Libretti für die Musicals THE FULL MONTY, A MAN OF NO IMPORTANCE, CATCH ME IF YOU CAN, "The Rink" und "The Visit" sowie die Oper "Dead Man Walking" geschrieben. Für sein Fernsehspiel "Andre’s Mother" wurde er mit einem Emmy Award ausgezeichnet. Er schrieb die Drehbücher für "Frankie und Johnny", "Love! Valour! Compassion!" und "The Ritz". Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören eine Ehrung durch die American Academy of Arts and Letters, der New York Drama Critics Circle Award für Best New Play, vier Drama Desk Awards, drei Hull-Warriner Best Play Awards der Dramatists Guild, zwei Obies, zwei Lortel Awards und zwei Guggenheim Fellowships.


Thomas Meehan (1929-2017) erhielt für THE PRODUCERS (2001) und HAIRSPRAY (2003) jeweils einen Tony Award als Mitautor. Bereits 1977 wurde er für ANNIE mit diesem renommierten Preis ausgezeichnet. Nach dieser seiner ersten Broadway-Show schrieb er auch die Musicals „I remember Mama“, „Ain’t Broadway Grand“ und ANNIE WARBUCKS. Als Co-Autor wirkte er überdies an Mel Brooks' YOUNG FRANKENSTEIN mit. Darüber hinaus war er ein langjähriger und humorvoller Schreiber für den „New Yorker“, ein preisgekrönter Autor von Fernsehkomödien und Mitarbeiter an zahlreichen Drehbüchern, darunter Mel Brooks’ „Spaceballs“ und „To be or not to be“. Thomas Meehan war Vorstandsmitglied der Dramatists Guild.


Foto: MTI

Der Komponist Alan Menken (*1949) hat einige der beliebtesten Songs und Musicals unserer Zeit geschaffen. Seine einzigartige Stimme als Komponist, Texter und Musiktheaterdramatiker fasziniert Publikum und Fachleute seit über 35 Jahren. Zu Alans Bühnenmusicals gehören „God Bless You Mr. Rosewater“, „Patch Patch Patch“, „Atina: Evil Queen of the Galaxy“, „Real Life Funnies“, LITTLE SHOP OF HORRORS, „The Dream on Royal Street“, „Kicks“, „The Apprenticeship of Duddy Kravitz“, „Beauty and the Beast“, A CHRISTMAS CAROL, „Weird Romance“, „King David“, „The Hunchback of Notre Dame“, „The Little Mermaid“, SISTER ACT, „Leap of Faith“, „Aladdin“ und „Newsies“. Mehrere seiner Musicals wurden verfilmt, außerdem war er an der Filmmusik u.a. von „Rocky V“, „Pocahontas“, „Aladdin“ und „Captain America - The First Avenger“ beteiligt. Auch für das Fernsehen schrieb Alan zahlreiche Songs, u.a. für die „Sesamstraße". Alan gewann 2012 den Tony und den Drama Desk Award für seine Musik zu „Newsies“. Er hält derzeit mehr Oscars (Academy Awards) als jede andere lebende Person, darunter vier für die beste Filmmusik („The Little Mermaid“, „Beauty and the Beast“, „Aladdin“ und „Pocahontas“) und vier für den besten Song („Under the Sea“, „Beauty and the Beast“, „A Whole New World“ und „Colors of the Wind“). Er wurde darüber hinaus mit elf Grammy Awards, sieben Golden Globes, dem Olivier Award und dem Outer Critics Circle Award ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Erfolgen zählen die Aufnahme in die Songwriters Hall of Fame, die Ernennung zur „Disney-Legende“ 2001 und sein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.


Tim Minchin (Foto: MTI)

Tim Minchin ist ein australischer Musiker, Komiker, Komponist, Schauspieler, Autor und Regisseur. Er hat zahlreiche Tourneen in den USA, dem Vereinigten Königreich und Australien absolviert, bei denen er solo, mit Bands und mit Sinfonieorchestern auftrat. Er hat fünf DVDs veröffentlicht, von denen die letzte mit dem Heritage Orchestra in der Royal Albert Hall aufgenommen wurde. Er ist der Komponist und Texter zweier erfolgreicher West End-/Broadway-Musicals, MATILDA und GROUNDHOG DAY (UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER), die beide mit dem Olivier Award für das beste West End-Musical ausgezeichnet wurden und Nominierungen für die beste Filmmusik und das beste Musical bei den Tony Awards am Broadway erhielten. Minchin schrieb, produzierte und spielte die Hauptrolle in der Sky Atlantic / Foxtel TV-Serie „Upright“ im Jahr 2019. Zu seinen weiteren Rollen auf dem Bildschirm gehören Atticus Fetch in der sechsten Staffel von „Californication“, der mit dem Logie Award ausgezeichnete Smasher Sullivan in ABC's „Secret River“ und Friar Tuck in Lionsgates „Robin Hood“-Reboot. Zu seinen Bühnenhighlights zählen Judas in der britischen/australischen Arena-Tournee von JESUS CHRIST SUPERSTAR im Jahr 2012 und Rosencrantz in „Rosencrantz and Guildenstern are Dead“ der Sydney Theatre Company im folgenden Jahr. Er hat zwei Bücher veröffentlicht: die Graphic Novel „Storm“ und das illustrierte Kinderbuch „When I Grow Up“. Er ist Mitglied des Order of Australia, ein Philanthrop und ein mittelmäßiger Jongleur.


Jana Mischke: Geboren in Karl-Marx-Stadt, Englisch gelernt in Chemnitz. Nach dem Abi Medienkommunikation studiert, dann Sprachwissenschaft und Anglistik, nebenbei Mitglied im Musical-Studio WM – „Werkstatt für Musik und Theater“ – in Chemnitz geworden. Zugegebenermaßen nur als Tänzer – wer Musik liebt, sollte sie nicht verstümmeln. Irgendwann gemerkt, dass „My Fair Lady“ nicht schon immer deutsch war und Feuer gefangen für eine Sisyphusarbeit sondergleichen. Arbeite jetzt als Werbetexter fürs Radio und als Projektmanager in einer Übersetzungsagentur; immer in der Hoffnung, dass der nächste Auftrag um die Ecke hüpft und immer zartbitter angekratzt, wenn ein neues Musical auf den deutschen Markt kommt… und ich nichts damit zu tun hatte. Sonst so: Fachübersetzer Bereich Wirtschaft Polnisch/Deutsch, lerne Arabisch und liebe niederländische Musicals, hasse schlecht übersetzte Anglizismen im Deutschen und ich finde, da habe ich einen Punkt. Habe für Musik und Bühne übersetzt: ARTUS - DER JUNGE KÖNIG (PENDRAGON), KNASTSCHWESTERN (BAD GIRLS), DIE SPIELUHR DER WÜNSCHE (DO IT FOR LOVE) und gemeinsam mit Sabine Ruflair MERRILY WE ROLL ALONG.


Bis heute existieren zahlreiche Anekdoten über den ungarischen Autor und Journalisten Ferenc (dt. Franz) Molnár (1878-1952), bekannt als schreibender Stammgast und Bonvivant der Kaffeehäuser von Budapest und Wien zurzeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Unter dem Namen Ferenc Neumann als Sohn eines wohlhabenden, jüdischen Arztes geboren, studierte er zunächst Jura und fing gleichzeitig an, als Journalist für renommierte Budapester Tageszeitungen zu schreiben. Ebenfalls begann er für das gerade in der Stadt entstehende Kabarett Sketche und Persiflagen zu verfassen. 1902 wurde seine erstes Theaterstück DER HERR VERTEIDIGER mit Erfolg uraufgeführt. Molnár war in seinem literarischen Schaffen äußerst produktiv, und seine Karriere als Bühnenautor erreichte schnell ungeahnte Höhen. Er schuf technisch perfektionierte Boulevardstücke, Salonkomödien, die mit leichtem Tonfall, sprühenden Pointen und effektvollen Spielsituationen aufwarten. Die internationale Literaturszene beförderte seine Stücke in den zwanziger Jahren schlagartig auf die Bühnen von Amsterdam, Wien, Paris, London und New York. Publikum und Kritik feierten sie hymnisch. Das Personal seiner Stücke gehört der gehobenen Gesellschaft an; oftmals sind es liebevoll-satirische Blicke auf dieses Umfeld, die durch präzises Gespür für die menschlichen Schwächen und Absonderlichkeiten bestechen. Seine Figuren sind aber niemals oberflächlich gezeichnet, sondern besitzen psychologische Tiefe, die inneren Nöte blitzen stets unter dem Humor hervor. Die einzige Ausnahme von der Konzentration auf die höheren Kreise bildet Molnárs durchschlagender Bühnenerfolg LILIOM, der volksstückhafte Züge trägt. Zweifelsohne ist Molnár der bekannteste ungarische Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Die Presse betitelte ihn als „ungarischen Molière“. Sein Jugendroman „Die Jungen von der Paulstraße“, im Alter von 26 Jahren geschrieben, hat bis heute seinen Platz in der Weltliteratur. Rund 40 Theaterstücke sind Teil eines 20-bändigen Gesamtwerks mit Romanen, Erzählungen, Satiren, Reportagen und Glossen. Von 1940 bis zu seinem Tod lebte Molnár im New Yorker Exil. Viele seiner Stücke erfuhren in Hollywood und Europa Neubearbeitungen und wurden mehrfach verfilmt. Mit seinen brillanten Situationskomödien inspirierte er das Werk von zahlreichen Künstlern. Filmregisseure wie Ernst Lubitsch und Billy Wilder wären ohne den Einfluss Molnárs nicht denkbar. "Molnár gehört zu einer Schriftstellergarnitur, die offenbar im Aussterben begriffen ist", schrieb der "Spiegel" bereits 1949, "er versteht es, mit dem Witz und der Grazie eines exemplarischen Feuilletonismus, manchmal mit reizender Frechheit elegante, witzige und technisch funkelnde Komödien zu machen; aus Stoffen, die sonst entweder zu gar nichts taugen oder zu aufreibenden Problemstücken herhalten müssten. (...) Budapest, Wien und Paris leisteten auf diesem theatralischen Gebiet viel Erfreuliches. Molnár speziell ist als ein Pariser Wiener aus Budapest apostrophiert worden". 


Jessie Nelson schrieb das Libretto zum Musical WAITRESS mit Musik und Songtexten von Sara Bareilles. Die Show wurde vier Jahre lang am Broadway aufgeführt und zog dann ins Londoner West End um. Sara und Jessie entwickelten die Show "Little Voice", die sie zusammen mit JJ Abrams als Executive Producer für Apple TV produzierten. Jessie schrieb, führte Regie und produzierte "Corrina Corrina" und "I Am Sam" mit Sean Penn in der Hauptrolle, der für seine Leistung eine Oscar-Nominierung erhielt. Zu ihren weiteren Regiearbeiten gehören "Curb Your Enthusiasm" und "Love, the Coopers" mit Diane Keaton. Als Autorin schrieb sie u. a. "Step Mom" und "The Story of Us".  In London führte Jessie Regie bei ALICE BY HEART, das sie zusammen mit Steven Sater geschrieben hat, mit Musik von Duncan Sheik im Rahmen des National Theater Connections Program und erneut am MCC in New York City. Sie begann ihre Karriere als Schauspielerin am Public Theater, wo sie mit dem preisgekrönten experimentellen Theater Mabou Mines und beim New York Shakespeare Festival arbeitete. Sie schrieb das Kinderbuch "Labracadabra" und war die künstlerische Leiterin des Sundance Screen Writers Lab.


Foto: MTI

Laurence O'Keefe erhielt 2007 Tony- und Drama-Desk-Nominierungen für seine Arbeit an LEGALLY BLONDE (NATÜRLICH BLOND). Er gewann den Ed Kleban Award, den ASCAP Richard Rodgers New Horizons Award und einen Jonathan Larson Award für seine Musik und Gesangstexte. Off-Broadway-Erfolge sind „Bat Boy: The Musical“ (Lucille Lortel, Richard Rodgers und Outer Critics' Circle Awards), das weltweit über 100 Mal produziert wurde; Musik für „Sarah, Plain and Tall“, Text von Nell Benjamin (Tournee mit TheatreWorksUSA). Zusammen mit Nell Benjamin ist er Co-Autor von „Cam Jansen“ (Nominierung für den Drama Desk Award) und „The Mice“. Laurence O'Keefe ist ein Produkt seiner Ausbildung bei den Harvard Krokodiloes, den Hasty Pudding Theatricals, dem Harvard Lampoon und der Actors' Gang, vor allem aber bei der unvergleichlichen („incomparable“) Nell Benjamin.


Die Oscar-, Grammy-, Tony- und Golden Globe-Preisträger Benj Pasek & Justin Paul sind vor allem für ihre Arbeit an DEAR EVAN HANSEN, „La La Land“ und „The Greatest Showman“ bekannt. „City of Stars“ aus „La La Land“ (in Zusammenarbeit mit Justin Hurwitz) erhielt sowohl den Oscar als auch den Golden Globe für den besten Originalsong in einem Film. Am Broadway komponierten sie die Musik für das mit sechs Tony Awards und weiteren Preisen ausgezeichnete Musical DEAR EVAN HANSEN. Dessen Originalaufnahme gewann 2018 den Grammy Award für das beste Musical-Album, und der Soundtrack zu „The Greatest Showman“ wurde in über einem Dutzend Ländern – darunter die USA, Australien, Taiwan, Korea und Großbritannien – teils mit mehrfachem Platin ausgezeichnet. Pasek & Paul hatten ihr Broadway-Debüt 2012 mit dem Musical „A Christmas Story“, einer Adaption des klassischen Weihnachtsfilms. Im Jahr 2013 erhielten sie großen Beifall für ihr Musical DOGFIGHT, das mit der höchsten Auszeichnung des Off-Broadway, dem Lucille Lortel Award, ausgezeichnet wurde. Zu ihren früheren Bühnenwerken gehören das Kindermusical „James and the Giant Peach“ und der Songzyklus EDGES. 2007 waren Pasek & Paul die jüngsten Gewinner des begehrten Jonathan-Larson-Preises für die vielversprechendsten Musiktheater-Songwriter aller Zeiten. Beide sind Absolventen des University of Michigan Musical Theatre Program und sind im Vorstand der Dramatists Guild Foundation tätig.


Christian Poewe wurde 1974 im schleswig-holsteinischen Rendsburg geboren, wo bereits in der Schule seine Leidenschaft für Theater und Musik geweckt wurde. Er machte eine Ausbildung zum Schauspieler an der damaligen Westfälischen Schauspielschule Bochum (jetzt Folkwang Universität Essen) und arbeitete sechs Jahre lang an verschiedenen deutschen Theatern in diesem Beruf. Seine von jeher intensive Beschäftigung mit Musik und der Wunsch, selbst Theater und Szene zu gestalten, brachten ihn dazu, seinen Berufsweg als Regisseur im Musiktheater weiter zu gehen. Nach einer Zeit als Regieassistent, während der er Gelegenheit hatte, mit prägenden Regiepersönlichkeiten wie Andreas Kriegenburg und Vera Nemirova zusammen zu arbeiten, ist er seit 2009 freischaffend als Regisseur tätig. Ein weiteres Tätigkeitsfeld und eine Herzensangelegenheit ist ihm die Ausbildung junger Sängerinnen und Sänger im szenischen Bereich. Hier hatte er u.a. eine Gastprofessur an der Kunstuniversität in Graz und einen Lehrauftrag an der Universität der Künste in Berlin inne. Christian Poewe ist Professor für szenischen Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Für Musik und Bühne hat er LOSERVILLEDOCTOR DOLITTLEMADAGASCAR , CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK und die Songs in XANADU übersetzt.


Tim Rice (Sir Timothy Rice) ist seit 1965 in Musik, Theater und Film tätig - dem Jahr seiner ersten Begegnung mit dem damals ebenfalls ums Überleben kämpfenden Komponisten Andrew Lloyd Webber. Damals ließ sich Rice, dessen Ehrgeiz zunächst nur auf das Schreiben von Rock- und Popsongs gerichtet war, durch Lloyd Webbers Besessenheit vom Musiktheater anstecken. Ihre erste Zusammenarbeit (Songtexte von Rice, Musik von Lloyd Webber) war THE LIKES OF US, eine erfolglose Show über das Leben von Dr. Barnardo, einem Menschenfreund der viktorianischen Zeit. Ihre drei nächsten gemeinsamen Werke waren wesentlich erfolgreicher: JOSEPH AND THE AMAZING TECHNICOLOR DREAMCOATJESUS CHRIST SUPERSTAR und EVITA. Tim Rice hat auch mit anderen renommierten Komponisten wie Elton John ("The Lion King", AIDA), Alan Menken (ALADDIN, KING DAVID, BEAUTY AND THE BEAST), Björn Ulvaeus und Benny Andersson ("Chess") sowie kürzlich mit Stuart Brayson ("From Here to Eternity") zusammengearbeitet. Eine neue Produktion von "From Here to Eternity" kam im Juni 2016 am Finger Lakes Musical Theatre, New York heraus. Weitere Inszenierungen in den USA sind in Vorbereitung. Im Dezember 2016 wurden Ausschnitte aus dem Werk bei drei offiziellen Veranstaltungen zum 75. Jahrestags des Angriffs auf Pearl Harbour aufgeführt. Gemeinsam mit Alan Menken hat Tim Rice drei Songs für die im März 2017 herausgekommene Disney-Verfilmung von <link nc/stuecksuche/detail/werk/zeigen/disneys-die-schoene-und-das-biest.html - - "Opens external link in new window">BEAUTY AND THE BEAST</link> geschrieben (Regie: Bill Condon) und gemeinsam mit Pete Hobbs einen Song für den neuen Roger-Goldby-Film "Time of Their Lives" mit Joan Collins und Pauline Collins, der ebenfalls im März 2017 präsentiert wurde. Tim Rice ist außerdem Executive Producer dieses Films. 1973 gründete Tim Rice seine eigene Kricket-Mannschaft, 2002 war er Präsident des Marylebone Cricket Club (MCC - der berühmteste Kricket-Club der Welt). 2013 schrieb und moderierte er eine 52-teilige Sendereihe für BBC Radio 2: "Tim Rice's American Pie", eine Darstellung von Musik und Musikern aller amerikanischen Teilstaaten. Tim Rice wurde mit mehreren Preisen* ausgezeichnet - meist zum falschen Anlass oder einfach nur, weil er gerade anwesend war.

*3 Oscars, 3 Tonys, 3 Golden Globes, 5 Grammys, 13 Ivor Novello Awards, Hollywood Walk of Fame etc.


Roman Riklin machte als Songwriter erstmals Anfang der 90er-Jahre mit der Mundartrockband Mumpitz auf sich aufmerksam. Seine Band wurde 1992 mit dem Titel „Beste Schweizer Nachwuchsband“ ausgezeichnet. Später entwickelte er als Autor und Komponist die Kindermusicals ALFONSA DI MONSA (2000) und MANEGE FREI FÜR MIRCOLINO! (2005). Für das Theater Luzern schrieb er die Musik zu den Kinderstücken EMIL UND DIE DETEKTIVE (2003) sowie DAS GESPENST VON CANTERVILLE (2006). Aus seiner Feder stammen unter anderem die Stücke KAUFHAUS – DAS NEUE DEUTSCHE WELLE MUSICAL (2003) und WELCOME TOMORROW – DAS MUSIKALISCHE ETHEATER (2005) oder die Übersetzung der Songtexte der deutschsprachigen Erstaufführung des Broadway-Musicals AVENUE Q am Theater St. Gallen (2011) und am Nationaltheater Mannheim (2012). Seinen größten Erfolg feierte Riklin mit dem Musical EWIGI LIEBI (2007-2012), wo er für Idee, Buch und musikalische Leitung verantwortlich war. Das Musical verzeichnete rund 650.000 Besucher und gilt als das erfolgreichste Schweizer Musical aller Zeiten. 2015 wurde am Theater am Hechtplatz das Musical OST SIDE STORY uraufgeführt. Das Bühnenwerk von Dominik Flaschka (Idee, Buch, Dialoge) und Roman Riklin (Buch, Musik, Liedtexte) erhielt neun Nominationen für den Deutschen Musical-Theater-Preis. 2016 kam Riklins neuestes Werk MEIN NAME IST EUGEN – DAS MUSICAL auf die Bühne. Riklin ist Mitglied des Kleinkunst-Trios Heinz de Specht und schreibt Liedtexte und Songs für diverse Persönlichkeiten aus der Schweizer Kabarettszene.


Foto: Hagen Schnauss

Timothy Roller ist Musicaldarsteller und Übersetzer. Der gebürtige Essener absolvierte ein Bachelorstudium am Institut für Musik in Osnabrück und anschließend ein Masterstudium an der Theaterakademie August Everding in München, beide Studiengänge mit dem Hauptfach Musical. Er spielte u.a. „Judas“ in Jesus Christ Superstar am Theater Magdeburg, „Jesus“ in Jesus Christ Superstar am Theater Lüneburg, „Seymour“ im kleinen Horrorladen im Landestheater Detmold, „Berger“ in Hair an den Landesbühnen Sachsen, „Henry“ in Next to Normal am Staatstheater Kassel und tourte als „Lonny“ in Rock of Ages durch Deutschland, Österreich und der Schweiz. Außerdem ist der Halbamerikaner beim Verlag Musik und Bühne als Übersetzer tätig und hat bisher die deutschen Fassungen von EDGESJOHN & JENDRAGON FIRESECRETS EV'RY SMART TRAVELLER SHOULD KNOW., TICK, TICK... BOOM!, SCHOOL OF ROCK und JESUS CHRIST SUPERSTAR erstellt.


Foto: MTI

Nach vielen Jahren als Autor und Darsteller in Improvisationstheatergruppen in Chicago sowie als Drehbuchautor für Industriefilme und Kinderfernsehen begann Danny Rubin, Spielfilme zu schreiben, darunter „Hear No Evil“, „S.F.W.“ und GROUNDHOG DAY. Er schreibt weiterhin für Bühne und Leinwand und unterrichtet Drehbuchschreiben in den USA und international. Rubin hat einen B.A. in Biologie von der Brown University und einen M.A. in Radio, Fernsehen und Film von der Northwestern University. Er ist mit der Bibliothekarin, Web-Designerin und Architektin Louise Rubin verheiratet, mit der er ein Haus in New Mexico, zwei Kinder und eine Menge Gitarren teilt.


Sabine Ruflair studierte Übersetzen für Englisch/Chinesisch an der Universität Mainz und machte anschließend eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Parallel zu ihrer Bühnentätigkeit begann sie mit dem Übersetzen von Musicalliteratur. Zunächst belieferte sie Kollegen mit Konzert- und Wettbewerbsrepertoire, dann kamen schnell die Aufträge für ganze Stücke: "High Fidelity" für Pegasus, eine Neuübersetzung von "Der König und ich" für Boosey & Hawkes, sowie "Ein Hauch von Venus" (Dialoge), THE WHO'S TOMMY, JANE EYRE, COME FROM AWAY, "Love Story" sowie ANDERSEN, SEVEN BRIDES FOR SEVEN BROTHERSDOKTOR SCHIWAGO und THE TOXIC AVENGER (jeweils zusammen mit Jürgen Hartmann), außerdem MERRILY WE ROLL ALONG (gemeinsam mit Jana Mischke) für Musik und Bühne. Weitere Berufserfahrung sammelte sie als Regie- und Produktionsassistentin bei verschiedenen großen Theaterveranstaltungen wie den Nibelungenfestspielen in Worms, der Eröffnungsveranstaltungen der RUHR.2010 sowie dem SING! – Day of Song mit über 60.000 Sängern in der Arena auf Schalke. 2014 legte sie ihre Master-Prüfung im Studiengang Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ab. Anschließend arbeitete sie als Development Manager für Stage Entertainment an der Entwicklung neuer Eigenproduktionen, unter anderem am "Wunder von Bern" und "Goethe - Auf Liebe und Tod".


Foto: MTI

Steven Sater gewann für SPRING AWAKENING die Tony Awards für das beste Buch und die beste Filmmusik, den Grammy Award, den NY und UK Drama Critics' Circle und den Olivier Award für das beste neue Musical. Die jüngste Wiederaufnahme des Musicals im Almeida Theatre wurde mit dem London Critics' Circle Theatre Award für das beste Musical ausgezeichnet. Im November 2021 kam die ursprüngliche Broadway-Besetzung für eine einmalige Benefizveranstaltung wieder zusammen, die Gegenstand der HBO-Dokumentation „Spring Awakening: Those You've Known“ ist. Zu Saters weiteren Musicals gehört u.a. ALICE BY HEART, gemeinsam mit Jessie Nelson und dem Komponisten Duncan Sheik. Seine Popsongs wurden von Künstlern wie Michael Bublé, Dionne Warwick und Leslie Odom Jr. aufgenommen. TikTok: @steven_sater. Instagram: @stevensater


Die gebürtige Salzburgerin Nina Schneider absolvierte eine Musicalausbildung am Konservatorium der Stadt Wien und trat in Stücken wie THE ROCKY HORROR SHOW, SIE LIEBT MICH und THE SEVEN YEAR ITCH auf. Bereits während ihrer Tätigkeit als Bühnendarstellerin schrieb sie gemeinsam mit dem Komponisten Johannes Glück die musikalische Komödie DAS GREINGOLD ODER MARTER UNTER UNS und später die Theater-Soap JÄGERSTRASSE.  Für den dem Komponisten Paul Graham Brown verfasste sie Buch und Liedtexte für sein Projekt  DAS NEWSICAL und schrieb mit ihm in weiterer Folge Musicals wie EIN STÜCK VOM MOND, CREATE YOUR LIFE und SHOW DOGS, für das sie 2007 den Frank Wildhorn Award for Musical Theatre in Graz verliehen bekamen. Für das Düsseldorfer Capitoltheater erstellte sie die Neufassung des Musicals MIAMI NIGHTS und diverse Dinner- und Jukebox-Shows. Sie war Mitglied des Autorenteams der ORF-Serie MITTEN IM ACHTEN und bei verschiedenen Film- und Fernseh-Projekten als Skriptberaterin tätig.  Als Übersetzerin zeichnet sie sich u.a. verantwortlich für die deutschen Fassungen von Musicals wie DEAR EVAN HANSENSPRING AWAKENING, THE PRODUCERS, ARTUS - EXCALIBUR, THE PIRATE QUEEN, CLOSER THAN EVER, DYNAMITE, FAIRYSTORYS und SUPERHERO. Sie übersetzte außerdem mehrere Fernsehserien ins Deutsche, u.a. die Disney-Serien MELISSA & JOEY und I DIDN'T DO IT, sowie die Zeichentrickserie COURAGE, THE COWARDLY DOG.  Nina Schneider ist Absolventin der Celler Schule und schloss ihr Studium an der britischen Open University mit einem Bachelor of Science (Hons) in Social Sciences and Politics ab. 


Claude-Michel Schönberg, 1944 als Sohn ungarischer Eltern geboren, begann seine Karriere in Frankreich als Sänger, Autor und Produzent von Popsongs. In Zusammenarbeit mit Alain Boublil ist er Co-Autor des Buches und Komponist von LA RÉVOLUTION FRANÇAISE, LES MISÉRABLES, MISS SAIGON, MARTIN GUERRE und THE PIRATE QUEEN. Im Jahr 2008 wurde sein Musical MARGUERITE in Zusammenarbeit mit Alain Boublil, Michel Legrand und Herbert Kretzmer am Haymarket Theatre in London uraufgeführt. Schönberg hat Produktionen in Übersee betreut und mehrere internationale Cast-Alben seiner Shows koproduziert. Im Jahr 2001 komponierte er seine erste Ballettmusik, WUTHERING HEIGHTS, die 2002 vom Northern Ballet aufgeführt wurde. Sein Ballett CLEOPATRA, das 2011 Premiere hatte, war seine zweite Zusammenarbeit mit David Nixon und seine siebte vollständige Partitur. 2012 war Schönberg Co-Autor des Drehbuchs und Komponist der Musik für den Musical-Film LES MISÉRABLES. Seine Shows wurden im Laufe der Jahre mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, in neuerer Zeit u.a. mit dem WhatsonStage-Publikumspreis für die beste West End Show und das beste Musical-Revival für die Londoner Produktion von MISS SAIGON. Der Golden Globe-Gewinner, Oscar-Nominierte und Grammy-Preisträger für seinen herausragenden Beitrag zur kreativen Gemeinschaft wurde gemeinsam mit Alain Boublil bei einem Galakonzert der New York Pops in der Carnegie Hall anlässlich ihrer 40-jährigen Zusammenarbeit geehrt. Schönberg war Gastprofessor für zeitgenössisches Theater am St. Catherine's College der Universität Oxford und ist nun Emeritus Fellow. Er ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music, wo er eine Gastprofessur innehat. Schönberg heiratete 2003 die englische Ballerina Charlotte Talbot.  Er ist Vater von einem Sohn und zwei Töchtern.


Mechthild v. Schoenebeck, ein Kind des Ruhrgebiets (derzeit in Dortmund lebend), ist von Berufs wegen Nach- und Vordenkerin in Sachen Musik und Sprache. Sie veröffentlichte Schwieriges über leichte Musik und Leichtfüßiges über schwierige Musik. Ihre Kindermusicals bringen ganze Schulen zum Tanzen. Mit Opernlibretti und Theaterstücken hat sie auch Profi-Bühnen erobert. Neben Musik und Theater sind Kabarett und Satire für sie inzwischen Überlebensmittel. Für Musik und Bühne hat sie ARCHY & MEHITABEL (SHINBONE ALLEY) übersetzt.


Foto: Franziska Hain

Kevin Schroeder ist einer der erfolgreichsten neuen deutschen Musicalautoren. Die Uraufführung von LOTTE wurde 2015 in sieben Kategorien für den Deutschen Musical Theater Preis nominiert, u.a. „Bestes Buch“ und „Beste Liedtexte“. DIE TAGEBÜCHER VON ADAM UND EVA waren seit ihrer Uraufführung im Berliner Admiralspalast 2012 im gesamten deutschsprachigen Raum zu sehen und sein neuestes Musical MADE IN GERMANY wurde für das Finale des Creators Wettbewerbs im Hamburger Schmidt Theater nominiert Er schrieb Liedtexte für den Schweizer Musical-Hit DÄLLEBACH KARI, die Erfolgsrevue SHOW ME am Berliner Friedrichstadt Palast und aktuell für die dort kommende Uraufführung THE ONE GRAND SHOW. Er verfasste die deutschen Liedtexte zu Gershwins CRAZY FOR YOU und der neuen Stage Entertainment Produktion von CHICAGO sowie Buch- und Liedtexte zu 9 TO 5, DER GRAF VON MONTE CHRISTO, CHESS und FRAUEN AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS nach dem gleichnamigen Film von Pedro Almodòvar. Gemeinsam mit Heiko Wohlgemuth schrieb er die deutschen Liedtexte zu ALADDIN, SISTER ACT und NATÜRLICH BLOND sowie die Übersetzung der Buch- und Liedtexte von SHREK und der Salzburger Erstaufführung von THE SOUND OF MUSIC. Kevin ist Mitglied der Deutschen Musical Akademie und einer der Gründer der Berliner schreib:maschine, der ersten offenen Bühne zur Förderung von Musicalautoren und Komponisten in Deutschland.


Marc Schubring wurde 1968 in Berlin geboren, studierte Komposition bei Prof. Theo Brandmüller an der Hochschule des Saarlandes, war Leiter der Schauspielmusik am Staatstheater Saarbrücken (1994-99) und ist Mitglied des „BMI Lehman Engel Musical Theatre Workshops“ New York und der „Dramatists Guild of America“. 2015 bekam sein im Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz uraufgeführtes Musical GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN (Libretto: Wolfgang Adenberg) fünf Preise beim Deutschen Musical Theater Preis, darunter als beste Komposition und bestes Musical. Mit dem Autor Wolfgang Adenberg verbindet ihn seit 1990 eine produktive Zusammenarbeit. Marc Schubring schrieb die Kammeroper „nimmerlandmensch“ nach Texten von Birger Sellin und arbeitete u.a. für das Wiener Burgtheater und den Berliner Friedrichstadtpalast. Für das Theater Koblenz komponierte er zwei Familienmusicals, für die Gebrüder-Grimm-Festspiele drei Musicals. Darüber hinaus schreibt Marc Filmmusik für Features und Dokumentationen für das ZDF, KiKa, WDR und ARTE. Mit dem 2015 in Washington uraufgeführten Werk „Double Trouble“ (nach Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“) war er für den renommierten Helen Hayes Award nominiert. In Planung ist die erste Musical-Webserie Deutschlands, „Das tote Pferd von Plön“.


Stephen Schwartz wurde am 6. März 1948 in New York City geboren. Während seiner Highschool-Zeit studierte er Klavier und Komposition an der Juilliard School of Music und schloss 1968 sein Studium an der Carnegie Mellon University mit einem B.F.A. in Drama ab. Nachdem er nach New York City zurückgekehrt war, arbeitete er als Produzent für RCA Records, begann aber kurz darauf, am Broadway zu arbeiten. Sein erster großer Erfolg war der Titelsong für das Stück BUTTERFLIES ARE FREE, der auch in der Filmversion verwendet wurde. 1971 schrieb er die Musik und neue Texte für GODSPELL, wofür er mehrere Preise, darunter zwei Grammys, erhielt. Es folgten in Zusammenarbeit mit Leonard Bernstein die englischen Texte für MASS, mit dem das Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D.C. eröffnet wurde. Im folgenden Jahr schrieb er die Musik und die Texte für PIPPIN und zwei Jahre später für THE MAGIC SHOW. GODSPELL, PIPPIN und THE MAGIC SHOW liefen einmal sogar gleichzeitig am Broadway. Als Nächstes schrieb er die Musik und die Texte für THE BAKER’S WIFE, gefolgt von einer Musicalversion von Studs Terkels WORKING, zu der er vier Songs beisteuerte, die er auch adaptierte und inszenierte und für die er den Drama Desk Award als bester Regisseur erhielt. Bei der Fernsehproduktion, die im Rahmen der PBS-Reihe "American Playhouse" gezeigt wurde, führte er Co-Regie. Es folgten Songs für ein einaktiges Musical für Kinder, CAPTAIN LOUIE, und das Kinderbuch THE PERFECT PEACH. Danach schrieb er die Musik für drei Songs der Off-Broadway-Revue PERSONALS, die Texte zu Charles Strouses Musik für RAGS sowie Musik und Texte für CHILDREN OF EDEN. Danach begann er, fürs Kino zu arbeiten und schuf zusammen mit dem Komponisten Alan Menken die Filmmusiken für die Disney-Zeichentrickfilme POCAHONTAS, für den er zwei Academy Awards und einen weiteren Grammy erhielt, und THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME. Er verfasste zudem die Songs für DreamWorks’ ersten Animationsfilm THE PRINCE OF EGYPT, für den er einen weiteren Oscar für den Song "When You Believe" erhielt. Zuletzt arbeitete er zusammen mit Alan Menken an den Songs für Disneys ENCHANTED. Schwartz schrieb die Musik und die Texte für das Fernsehmusical GEPPETTO, das in "The Wonderful World of Disney" zu sehen war und kürzlich als GEPPETTO & SON für die Bühne adaptiert wurde. Er hat zwei CDs veröffentlicht, auf denen er eigene Songs singt: RELUCTANT PILGRIM und UNCHARTED TERRITORY. Schwartz’ jüngstes Musical, WICKED, wurde im Herbst 2003 uraufgeführt und später in zahlreichen Produktionen weltweit gezeigt. Im Jahr 2008 erreichte WICKED seine 1900. Aufführung am Broadway, womit Schwartz der einzige Songwriter in der Geschichte des Broadways ist, dessen drei Shows mehr als 1900 Aufführungen erzielten. Ein Buch über seine Karriere, "Defying Gravity", wurde kürzlich von Applause Books veröffentlicht. Unter der Schirmherrschaft der ASCAP-Stiftung leitet er Musiktheater-Workshops in New York und Los Angeles und ist Mitglied des ASCAP-Vorstands; außerdem ist er derzeit Präsident der Dramatists’ Guild.


Marc Shaiman schreibt Musik, Texte, Arrangements, Orchestrierungen und sehr lange E-Mails, seit er 1976 im Alter von 16 Jahren ins Showgeschäft einstieg. Er hat einen Tony (für das Musical HAIRSPRAY zusammen mit Co-Texter Scott Wittman), einen Grammy (ebenfalls für HAIRSPRAY) und einen Emmy (für seine Arbeit an Billy Crystals Oscar-Auftritten) gewonnen. Er wurde zudem für weitere Tonys, Emmys und Grammys nominiert. Zu seinen Theaterprojekten gehören "Patti LuPone On Broadway", "Martin Short: Fame Becomes Me", das mit einem Tony ausgezeichnete Musical CATCH ME IF YOU CAN und im Londoner West End die rekordverdächtige, mit dem Olivier Award ausgezeichnete Musicalversion von CHARLIE & THE CHOCOLATE FACTORY. Auch seine Fernseharbeiten sind vielfältig und zahlreich. Er war Co-Produzent von Aufnahmen für Bette Midler, Harry Connick Jr., Mariah Carey und vielen anderen. Kürzlich schrieben er und Wittman neue Songs für eine Verfilmung der "Mary Poppins"-Geschichten für Disney und Rob Marshall.


Duncan Sheik ist ein Grammy- und Tony-Preisträger, der seine Karriere 1996 mit seinem für den Grammy nominierten Debütalbum begann. Sheik ist der Komponist des von der Kritik hochgelobten Musicals SPRING AWAKENING, das 2007 mit acht Tony Awards ausgezeichnet wurde, darunter für die beste Orchestrierung und die beste Originalmusik. Das Album brachte Sheik einen Grammy ein. In den folgenden Jahren hat Sheik mehrere Alben veröffentlicht, zuletzt „Claptrap“ 2022. „American Psycho: Original London Cast Recording“, dessen Texte und Musik von Sheik geschrieben wurden, wurde 2016 nach einer ausverkauften Londoner Produktion am Broadway uraufgeführt. Zu seinen jüngsten Theaterprojekten gehört u.a. ALICE BY HEART, gemeinsam mit den Textautoren Steven Sater und Jessie Nelson.


Foto: Musicalfrühling Gmunden

Elisabeth Sikora absolvierte nach ihrer Matura eine zweijährige Privat-Akademie für Sprachen und Wirtschaft, bevor sie ihr Bachelorstudium am Konservatorium der Stadt Wien-Privatuniversität/MUK abschloss. Sie stand bereits während ihres Musical-Studiums regelmäßig in Hauptrollen auf der Felsenbühne ihres Heimatortes Staatz: als Maria Magdalena in JESUS CHRIST SUPERSTAR, Lisa in JEKYLL & HYDE, Marguerite in THE SCARLET PIMPERNEL, aber auch im Sprechtheaterbereich zB. als Ismene in ANTIGONE in Wien. Weitere Partien wie Sally Bowles in CABARET auf EU-Tournee, die Erzählerin in JOSEPH AND THE TECHNICOLOR DREAMCOAT in der Wiener Stadthalle, Fanny Brice in FUNNY GIRL am Theater Ingolstadt, Florence in CHESS und Mina in DRACULA am Theater Lüneburg oder Bianca/Lois in KISS ME KATE in Linz folgten. Sie spielte Mrs. Johnstone in BLUTSBRÜDER am Staatstheater Meiningen, Elsa Schrader in THE SOUND OF MUSIC am Staatstheater Kassel, Elise List in der UA BAHN FREI! am Stadttheater Fürth, Rosalia in der WEST SIDE STORY an der Grazer Oper, Saskia/Lilith in der UA TIMM THALER am Staatstheater Darmstadt, verkörperte Amneris in Elton John´s AIDA in Staatz, Sonia Walsk in SIE SPIELEN UNSER LIED in Lüneburg, Ava Gardner in MY WAY im Schubert Theater Wien, die Fee in Doepkes DIE SCHÖNE UND DAS BIEST auf EU-Tournee, sowie die Teufelin in der DSE von Ralph Siegels JOHNNY BLUE am Theater Ingolstadt und trat als Solistin im Street Chorus von Bernsteins MASS im Großen Festspielhaus Salzburg auf. Seit 2014 ist sie Gründungsmitglied und Teil der Leitung des Musicalfrühlings Gmunden, wo sie, neben ihrer Darstellung diverser Rollen, wie z.B. die Titelpartie in der deutschsprachigen Erstaufführung von JANE EYRE, auch als Dramaturgin, Kostümbildnerin und zuletzt als Co-Regisseurin und Übersetzerin für die Uraufführung BRIEFE VON RUTH tätig war. 


Die New Yorkerin Lucy Simon wurde 1940 geboren und begann ihre musikalische Karriere als eine Hälfte des Gesangsduos „Simon Sisters“, gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Carly. Nach weiteren Erfolgen auch als Solo-Sängerin, Texterin und Komponisten trat sie 1991 erstmals am Broadway in Erscheinung. Ihr Musical „The Secret Garden“ gewann drei Tonys sowie vier Drama Desk Awards und wurde nach über 700 Aufführungen in New York weltweit nachgespielt. Ihr zweites Musical DOKTOR SCHIWAGO war in Kalifornien und Australien 2006 bzw. 2011 erfolgreich. Nach einer nur kurzen Laufzeit am Broadway wurde dieses Werk in den letzten Jahren in zahlreichen Neuproduktionen in Europa und Asien gespielt. Die mehrfache Grammy-Preisträgerin Lucy Simon starb am 20. Oktober 2022.


Foto: Really Useful Group

Glenn Slater ist Mitschöpfer des Disney-Welterfolgs “Tangled “(Grammy-Gewinner 2011, Oscar- und Golden-Globe-Nominierung 2010) sowie der Broadway- und internationalen Musical-Hits SISTER ACT (Tony-Nominierung 2011 als Beste Filmmusik) und “The Little Mermaid” (Tony-Nominierung 2008 - Beste Filmmusik, Grammy-Nominierung als Bestes Cast-Album). Zusammen mit seinem langjährigen Mitarbeiter Alan Menken hat er außerdem Songs für den Disney-Zeichentrickfilm “Home On The Range” (2004) und das Broadway-Musical “Leap of Faith “(Tony-Nominierung als Bestes Musical, 2012) geschrieben und war Songwriter und ausführender Produzent der mittelalterlichen Musical-Comedy-Fernsehserie “Galavant” (2015). Im West End schrieb Slater sowohl das Buch als auch die Texte für Andrew Lloyd Webbers LOVE NEVER DIES (Olivier-Nominierung als Bestes Musical 2010). Zu seinen weiteren Arbeiten gehören ein Emmy-nominierter Song für die ABC-TV-Comedy “The Neighbors” (2013) und die Bühnenrevue “Newyorkers” im Manhattan Theatre Club (Lucille Lortel, Drama Desk, Outer Critics Circle Nominierungen). Slater wurde mit dem renommierten Kleban Award for Lyrics, dem ASCAP/Richard Rogers New Horizons Award und dem Jonathan Larson Award ausgezeichnet.  Er ist Absolvent des BMI Musical Theatre Workshop und Mitglied von ASCAP und der Dramatists' Guild.


Stephen Sondheim wurde am 22. März 1930 als einziges Kind eines wohlhabenden New Yorker Kleiderfabrikanten geboren. In der Nachbarschaft lebte der Musicalautor Oscar Hammerstein II, der Sondheims Talent erkannte und ihn mit Impulsen und Kritik an das Genre heranführte. Frühe Erfolge verhalfen dem jungen Songtexter zu den Aufträgen für WEST SIDE STORY (1957, Musik von Leonard Bernstein) und GYPSY (1959, Musik von Jule Styne). 1962 reüssierte er am Broadway erstmals auch als Komponist mit dem Musical A FUNNY THING HAPPENED ON THE WAY TO THE FORUM. Kommerzieller und künstlerischer Erfolg schienen ihm sicher, aber als sein nächstes Musical ANYONE CAN WHISTLE (1964) nach nur neun Aufführungen abgesetzt wurde, beschränkte er sich vorübergehend auf Songtexte. Die 1970er Jahre waren dann eine außerordentlich kreative Zeit für Sondheim. Er schrieb in dieser Zeit fünf Musicals, die Maßstäbe setzten. In COMPANY überzeugte er die Kritiker mit seiner subtilen und geistreichen Darstellung der (nicht nur) für jene Zeit typischen Beziehungskrisen. Die künstlerische Zusammenarbeit mit Harold Prince setzte sich fort im Musical FOLLIES (1971), einem  vielschichtigen Stück um alternde Revuestars, die sich ein letztes Mal in ihrem ehemaligen Theater treffen. Auf andere Weise wurde das Thema Beziehungen in A LITTLE NIGHT MUSIC (1973), einem Musical ganz im Walzertakt, aufgegriffen. Es folgte das „Wasserspiel“ THE FROGS für die Yale University (1974), danach kehrte Sondheim mit PACIFIC OVERTURES (1976), einem Musical über den Gegensatz der Kulturen, und der "schwarzen Operette" SWEENEY TODD (1979) erfolgreich an den Broadway zurück. 1981 fand sich das Künstlerteam aus COMPANY für MERRILY WE ROLL ALONG wieder zusammen. Als das Stück nach nur 16 Aufführungen abgesetzt wurde, trennten sich die Wege von Sondheim und Prince. Seither sind Sondheims Musicals kürzer und weniger aufwendig gestaltet, angefangen mit dem pointillistisch schillernden SUNDAY IN THE PARK WITH GEORGE (1984), das die meisten Auszeichnungen erhielt, die je einem Musical verliehen wurden. Dieses Stück war der Beginn seiner Zusammenarbeit mit dem Autor und Regisseur James Lapine, die sich  in der phantasievollen Interpretation alter Märchen in INTO THE WOODS (1987) fortsetzte. Sondheim arbeitete anschließend mit John Weidman an dem stark vom Folk beeinflussten Musical ASSASSINS (1990), einer Entdeckungsreise in die amerikanische Geschichte. Mit Lapine tat er sich erneut für PASSION (1994) zusammen, der Geschichte einer quälenden Liebesaffäre im Italien des 19. Jahrhunderts. Sein letztes Musical ROAD SHOW erzählt von zwei amerikanischen Abenteurern und Geschäftsmännern im frühen 20. Jahrhundert.. Auch im deutschsprachigen Bereich stehen Sondheims Musicals regelmäßig in exzellenten Produktionen auf den Spielplänen. Stephen Sondheim starb am 26. November 2021 im Alter von 91 Jahren.


Der Librettist Joseph Stein (1912-2010) begann seine Karriere als Mitglied von Autorenteams für Fernsehshows. Seine erste Theaterarbeit als Ko-Autor war das erfolgreiche Musical „Plain and Fancy“. Seine nächste Show war „Mr. Wonderful“ mit Sammy Davis Jr., danach schrieb er das Libretto für das Musical „The Body Beautiful“ von Jerry Bock und Sheldon Harnick, darüber hinaus „Take Me Along“ (nach Eugene O’Neill) und „Juno“ (Musik: Marc Blitzstein) sowie die Musicalfassung der erfolgreichen Bühnenkomödie „Enter Laughing“. Für FIDDLER ON THE ROOF (ANATEVKA) erhielt Stein einen Tony sowie einen Drama Critics’ Circle Award. Auch für sein nächstes Musical „Sorbas“ (gemeinsam mit Kander & Ebb) wurde Stein für einen Tony nominiert. Unter seinen weiteren Werken finden sich „King of Hearts“, „Irene“, „Rags“ und THE BAKER'S WIFE, das in London herauskam und einer Nominierung für den Laurence Olivier Award geehrt wurde. Joseph Stein hat auch die Drehbücher für die Verfilmungen seiner Musicals „Enter Laughing“ und „Fiddler on the Roof“ verfasst. 2007 erhielt er den „Oscar Hammerstein Award“ für seine Leistungen im Genre Musical, 2008 wurde er in die American Theater Hall of Fame aufgenommen und von der „Dramatists Guild of America“ mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 


Foto: MTI

Bill Steinkellner ist ein preisgekrönter Fernseh- und Drehbuchautor: „Cheers“ und Disneys „Teacher's Pet“ (Emmys, Golden Globes, BAFTAS, Writers Guild und People's Choice Awards). Tätigkeit als Buchautor für Musicals (mit Ehefrau Cherri): SISTER ACT (London Palladium, Hamburg, Broadway 2011), „Princesses“ (Goodspeed, 5th Avenue). Als Autor und Regisseur (mit Paul Reubens): „The Pee Wee Herman Show on Broadway“ (Groundlings, Roxy Theatre, HBO). Als Schöpfer bzw. Regisseur: „Instaplay, L.A.'s first all-improvised musical-comedy“. Autor der L.A. Times-Bestseller Podcasts „From the Moon“.


Foto: MTI

Cheri Steinkellner wurde mit vier Emmy Awards, zwei Golden Globes, dem The People's Choice, dem BAFTA, dem Writers Guild Award, dem Parents Choice und dem TV-Land Legend Award ausgezeichnet. Sie ist Autorin und Produzentin von „Cheers“ (als eine der zehn besten Komödien der Fernsehgeschichte ausgezeichnet), „The Jeffersons“, „Facts of Life“, „Family Ties“ und „Who's The Boss“ sowie Schöpferin der gefeierten Disney-Zeichentrickserie „Teacher's Pet“ (Samstagmorgen) und des gleichnamigen Kinofilms. Cheri Steinkellner, die 2011 für SISTER ACT (mit Ehemann Bill Steinkellner, Alan Menken und Glenn Slater) für den Tony nominiert wurde, hat auch „Princesses“ (mit Bill, David Zippel und Matthew Wilder) sowie Buch und Text für „Mosaic“ (mit Georgia Stitt) und „Jailbirds on Broadway“ (mit Bill und Jeff Rizzo) geschrieben. Sie ist Gewinnerin des Indy Award und wurde für den Ovation Award für „Hello! My Baby“ nominiert. Cheri unterrichtet derzeit Schreiben in Stanford und an der UCSB und leitet ein Jugendtheater in Santa Barbara.


In ihrer 30-jährigen Zusammenarbeit hat das mehrfach preisgekrönte Team George Stiles und Anthony Drewe folgende Musicals geschrieben: BETTY BLUE EYES, SOHO CINDERS, HONK!, JUST SO, PETER PAN, "Tutanckhamun" und die neuen Songs, Tanz- und Gesangsarrangements für die weltweit erfolgreiche Cameron Mackintosh/Disney-Produktion von "Mary Poppins". Zu ihren aktuellen Projekten gehören "Soapdish" für den Broadway, "Wind in the Fellowes" mit Julian Fellowes für das West End und eine neue Adaption von Graham Greenes "Travels with My Aunt". Stiles und Drewe haben vor Kurzem zwei Stücke für ein jüngeres Publikum zur Aufführung gebracht: THE THREE LITTLE PIGS und GOLDILOCKS AND THE THREE BEARS. Seit dem Gewinn des Olivier Award für das beste neue Musical im Jahr 2000 wurde ihre Show HONK! von mehr als 6 Millionen Menschen auf der ganzen Welt in über 8.000 Aufführungen in mehr als 20 Sprachen gesehen. Zusammen mit dem Textdichter Paul Leigh hat George foglende Musicals komponiert: "Moll Flanders", THE THREE MUSKETEERS und "Tom Jones". Zu seinen weiteren Arbeiten gehören die Musik für Sam Mendes’ "Twelfth Night" und "Uncle Vanya" (Donmar Warehouse und BAM). Anthonys andere Musicals umfassen "The Card" (mit Komponist Tony Hatch) und "A Twist of Fate" (mit Komponist Dick Lee). Er und George steuerten auch Songs für den Welterfolg "The Shakespeare Revue" der RSC bei. Zu den Auszeichnungen von Stiles und Drewe zählen der Olivier Award für das beste neue Musical (HONK!), der Eliot Norton Award für Outstanding Musical Production (HONK!) und eine Vielzahl von Auszeichnungen für "Mary Poppins" in aller Welt. George und Anthony sind Gründungsmitglieder des Vorstands von Mercury Musical Developments, einer gemeinnützigen Organisation, die neue Musicals im Vereinigten Königreich fördert und jährlich den "Stiles and Drewe Prize" für einen neuen Song vergibt, der für die Musicalbühne geschrieben wurde.


Charles Strouse (*1928) ist seit Langem Mitglied der Songwriters Hall of Fame und wurde im Januar 2002 in die Theater Hall of Fame aufgenommen. Für sein erstes Broadway-Musical BYE BYE BIRDIE (1960) erhielt er einen Tony Award und den London Critics Best Foreign Musical Award. Im Jahr 1970 erhielt APPLAUSE mit Lauren Bacall in der Hauptrolle die gleiche Auszeichnung und sein großer Erfolg ANNIE (1977) wurde ebenfalls mit einem Tony für Best Score und zwei Grammy Awards ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Musicals gehören ALL AMERICAN, GOLDEN BOY (mit Sammy Davis Jr. in der Hauptrolle), IT’S A BIRD, IT’S A PLANE, IT’S SUPERMAN, I AND ALBERT, das in London unter der Regie von John Schlesinger entstand, sowie DANCE A LITTLE CLOSER, das er zusammen mit Alan Jay Lerner verfasste. Er schrieb sowohl die Musik als auch die Texte für das Off-Broadway-Stück MAYOR und arbeitete erneut mit Martin Charnin zusammen, um ANNIE WARBUCKS, die Fortsetzung von ANNIE , zu schreiben. Der mit vierfachem Platin ausgezeichnete Titelsong des Albums von Jay-Z, "Hard Knock Life (Ghetto Anthem)", wurde 1999 mit dem Grammy für das beste Rap-Album ausgezeichnet, hielt sich mehr als ein Jahr lang in den Charts und gewann 1998 den Billboard R&B Album of the Year Award. Zu Strouses vielfältigen Kompositionen gehören Kammer- und Orchesterwerke, ein Klavierkonzert, eine Sonate für zwei Klaviere und Opern. Im Jahr 1999 erhielt Strouse den Richard Rodgers Award der ASCAP Foundation für sein Lebenswerk im Bereich Musiktheater. Eine weitere Fernsehproduktion von ANNIE (1999), die auf ABC’s Wonderful World of Disney ausgestrahlt wurde, erreichte mit über 40 Millionen Zuschauern hervorragende Einschaltquoten und wurde mit dem Peabody Award 1999 und zwei Emmy Awards ausgezeichnet.


Andreas N. Tarkmann, 1956 in Hannover geboren und zunächst zum Oboisten ausgebildet, gilt heute als einer der kreativsten Arrangeure von Instrumental- und Vokalmusik. Darüber hinaus ist Tarkmann als vielseitiger Komponist in den verschiedensten musikalischen Gattungen erfolgreich. Viele von Tarkmanns Arrangements sind auf CD verfügbar, u.a. in Produktionen mit Placido Domingo, Jonas Kaufmann, Anna Netrebko, Albrecht Mayer und James Galway. Seine gefragten Qualitäten als Arrangeur widmet Andreas Tarkmann immer wieder auch Werken des Opernrepertoires und verwandelt diese in familienfreundliche Kurzfassungen (HÄNSEL UND GRETEL) oder versieht sie mit einer neuen Orchestrierung (DIE ZAUBERFLÖTE und CENDRILLON). Tarkmanns Oeuvre als Komponist umfasst Werke für Familienkonzerte, oft mit Erzähler und Orchester, aber auch Jugendopern wie DORNRÖSCHEN (Philharmonie Essen 2007), DIDOS GEHEIMNIS (Mädchenchor Hannover 2011) und ALICE IM WUNDERLAND (Opernhaus Wuppertal 2014). Seine Vertonungen von kabarettistischen Texten Friedhelm Kändlers, Elke Heidenreichs, Werner Fincks und Erich Kästners gehören zum Standardrepertoire vieler Chansoninterpreten. Die Aufnahme von Tarkmanns Kompositionen „Na warte, sagte Schwarte“ und „Die verlorene Melodie“ wurde mit dem Klassikpreis ECHO ausgezeichnet. Von 2000 bis 2016 lehrte Andreas N. Tarkmann als Professor für Instrumentation und Arrangement an der Musikhochschule Mannheim.


Foto: Rodolfo Martinez

Jeanine Tesori (Komponistin von SHREK - THE MUSICAL und VIOLET) komponierte Musik für drei Tony-nominierte Broadwaymusicals: „Twelfth Night“ (Lincoln Center), THOROUGHLY MODERN MILLIE (Songtexte von Dick Scanlan) und „Caroline, or Change“ (Songtexte von Tony Kushner, Regisseur George C. Wolfe). Die Produktion von „Caroline, or Change“ am National Theatre London erhielt den Olivier Award als bestes neues Musical. Tesoris erstes Musical „Violet“ (gemeinsam mit Brian Crawley) erhielt den New York Drama Critics Circle Award. Sie erhielt überdies Drama Desk und Obie Awards und wurde von der ASCAP als erste Komponistin benannt, von der gleichzeitig zwei neue Musicals am Broadway gespielt wurden. Sie komponierte die Musik für „Mutter Courage“ beim New York Shakespeare Festival (Regie George C. Wolfe, Übersetzung Tony Kushner). Als Komponistin von Filmmusik war sie u.a. für „Nights in Rodanthe“, „Winds of Change“, „Show Business“ und „Wrestling With Angels“ tätig. Sie komponierte neue Songs für den Film „Shrek the Third“ und für die Disney-DVD-Veröffentlichungen „Mulan II“, „Lilo and Stitch II“ und „The Little Mermaid III“. Jeanine Tesori ist Mitglied der Dramatists Guild. Sie ist Absolventin des Barnard College und lebt in Manhattan mit ihrem Ehemann Michael Rafter und ihrer Tochter Siena.


1963 in Kassel geboren, zog das Schauspielstudium Frank Thannhäuser 1988  an die Elbe. Immer auf der Suche nach neuen Musicals, kam es bald zum Kontakt mit Musik und Bühne und nach kurzer Zeit zur ersten Auftrags – oder sagen wir lieber Testarbeit - für den Verlag: „Tomfoolery“, eine Revue von Cameron Mackintosh, basierend auf dem Schaffen des Satirikers Tom Lehrer. Es muss wohl funktioniert haben, denn es folgten bis dato vierzig weitere Übersetzungen für Musik und Bühne – darunter WEST SIDE STORY und SHE LOVES ME (mit Nico Rabenald), FAME, FRANKENSTEIN JUNIOR und THE FULL MONTY (mit Iris Schumacher), PIPPIN (mit Rabenald und Schumacher), ZUSTÄNDE WIE IM ALTEN ROM, HEIRAT MICH EIN BISSCHEN sowie TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG - sowie andere Verlage.  Heute ist sein Name unmittelbar verbunden mit der Geschichte des Imperial Theaters in Hamburg. Seit  der Eröffnung im Jahre 1994 ist er  dessen Intendant, Hauptregisseur und Ausstattungsleiter. Während der ersten zehn Jahre fanden einige Musical-Erstaufführungen hier statt, aber der finanzielle Druck auf dem kleinen Haus forderte die Abkehr vom Genre und eröffnete  durch die Entdeckung des Krimis für das Haus neue ungeahnte Perspektiven.  Auch als Autor und Bearbeiter konnte sich Frank Thannhäuser einen Namen machen, so werden seine Versionen der Edgar Wallace Stoffe, die im Hamburger Imperial Theater bei Laufzeiten bis zu einem Jahr mitunter eine Auslastung von 95 Prozent erreichen auch von vielen anderen Bühnen nachgespielt. Trotz der Arbeit am Haus bleibt ein wenig Zeit zum Übersetzen, denn alte Liebe rostet nicht, wie das Sprichwort bekannterweise sagt. 


Chris Thompson wurde 1947 in Großbritannien geboren. Er ist der Komponist und Songtexter des neuen Musicals DO IT FOR LOVE (DIE SPIELUHR DER WÜNSCHE). Von 1974 bis 1999 war er Sänger von „Manfred Mann's Earth Band“. Sie hatten in dieser Zeit mehrere Nummer-eins-Hits, darunter war „Blinded by the Light“, Nummer 1 in den USA und in vielen Ländern der Welt sowie „Davy's on the Road”, erneut Nummer 1 in Europa. Auch ihre Alben, darunter „The Roaring Silence“, „Watch“ und „Angel Station”, waren sehr erfolgreich. Sie spielten mit Chris regelmäßig in den USA und Europa. Chris tourte auch mit Alan Parsons, Brian May und Jeff Waynes War of the Worlds. Er war verantwortlich für die Gesangsnummern aller Künstler*innen beim Freddie Mercury Tribute-Konzert und beim Nelson Mandela Aids-Benefizkonzert in Kapstadt (Südafrika). Chris hat Songs für oder mit The Doobie Brothers, Roger Daltry, Alan Parsons, Ray Charles, Rita Coolidge, Michael McDonald, Patrick Simmons, Bonnie Tyler, Isaac Hayes, Jan Hammer, Jennifer Rush, Heart, John Farnham, Peter Maffey, Harold Faltermeyer, David Foster, Procal Harem, Robbie Neville und Starship geschrieben. Darunter ist „You're the Voice“ (1986), das in den meisten europäischen Ländern Platz 1 erreichte und die meistverkaufte Single in der australischen Geschichte ist. Es wurde seitdem unzählige Male gecovert und wird der Titelsong für die Olympischen Spiele 2032 in Brisbane sein. Chris tourt seit 2001 regelmäßig mit seiner norwegischen Band. Weitere Informationen finden Sie unter www.christhompson-central.com.


Foto: Daniel Lagerpusch

Niklas Wagner, geboren 1995, ist Musicalautor und Übersetzer. Nach ersten praktischen Arbeitserfahrungen in London studierte er an der Goethe-Universität Frankfurt Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Amerikanistik und Anglistik. Anschließend führte ihn ein weiterbildender Master in Literarischem Übersetzen an die Ludwig-Maximilians-Universität München. Parallel zu seinem Studium assistierte er bei diversen Theaterproduktionen in Frankfurt, Berlin, Köln und Linz. Gemeinsam mit Roman Hinze übertrug er die Dialoge und Gesangstexte von SOMETHING ROTTEN! ins Deutsche. Zudem wurde er mit Neuübersetzungen der Broadway-Klassiker ANYTHING GOES (ebenfalls mit Roman Hinze) und CAMELOT beauftragt. Er besuchte Seminare und Fortbildungen in den Bereichen Musicalübersetzung bei Sabine Ruflair, Dialogbuch für Film- und Fernsehsynchronisation bei Nathan Bechhofer und „Songwriting for Musical Theatre“ bei Benj Pasek und Justin Paul. Niklas ist Mitglied der Deutschen Musical Akademie.


Foto: MTI

Enda Walsh (*1967) ist ein gefeierter Dramatiker, Drehbuchautor und Regisseur. Zu seinen Werken zählen das Theaterstück „Arlington“ und die Oper „The Second Violinist“, die 2016 bzw. 2017 beim Galway International Arts Festival uraufgeführt wurden. Außerdem ist er Buchautor des Musicals „Lazarus” mit David Bowie, das 2015 off-Broadway, 2016 am West End und seither in mehreren internationalen Produktion gezeigt wurde. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und werden seit 1996 international aufgeführt. 2014 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Galway. Zu seinen Projekten in neuerer Zeit zählen audiovisuelle Installationen sowie zahlreiche Arbeiten für Film und Fernsehen wie z.B. das Drehbuch zum Film „Hunger“ mit Michael Fassbender. Enda verfasste das Buch zum Musical ONCE.


Foto: Kurt Weill Foundation

Kurt Weill (1900–1950) begann seine Karriere in den frühen 1920er-Jahren nach einer musikalischen Kindheit und mehreren Studienjahren in Berlin. Als seine erste Oper, "Der Protagonist" (Libretto von Georg Kaiser), im April 1926 aufgeführt wurde, war er bereits ein etablierter junger deutscher Komponist. Schon zu dieser Zeit hatte er sich entschieden, sich dem Musiktheater zu widmen, und seine Arbeiten mit Bertolt Brecht machten ihn bald in ganz Europa berühmt. Im März 1933 floh er vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und setzte seine unermüdliche Arbeit zunächst in Paris (1933–35), dann bis zu seinem Tod in den USA fort. Einige Charakteristika ziehen sich wie ein roter Faden durch seine Karriere: sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit, sein Bemühen, hoch angesehene Dramatiker und Lyriker als Mitarbeiter zu gewinnen, sowie seine Fähigkeit, sich dem Publikumsgeschmack anzupassen, ganz gleich, wo er sich befand. Seine wichtigsten Werke sind das Violinkonzert (1925), "Die Dreigroschenoper" (Bertolt Brecht und Elisabeth Hauptmann, 1928), "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" (Brecht, 1930), "Die Bürgschaft" (Caspar Neher, 1932), "Die sieben Todsünden" (Brecht, 1933), KNICKERBOCKER HOLIDAY (Maxwell Anderson, 1938), LADY IN THE DARK (Moss Hart und Ira Gershwin, 1941), ONE TOUCH OF VENUS (S. J. Perelman und Ogden Nash, 1943), THE FIREBRAND OF FLORENCE (Edmund Justus Meyer und Ira Gershwin, 1945), "Street Scene" (Elmer Rice und Langston Hughes, 1947), LOVE LIFE (Alan Jay Lerner, 1948), LOST IN THE STARS (Maxwell Anderson, 1949). Er starb 1950 an Herzversagen, kurz nachdem er und Anderson mit der Arbeit an einer musikalischen Adaption von "Huckleberry Finn" begonnen hatten, und hinterließ ein umfangreiches Werk und ein gewaltiges Ansehen, das mit der zunehmenden Aufführung seiner Musik weiterwächst. Weill wuchs in einer religiösen jüdischen Familie in Dessau auf. Obwohl er nicht gläubig war, komponierte er eine Reihe von der jüdischen Religion inspirierter Werke, die von "Der ewige Weg" (1937, Franz Werfel) bis zu einer Vertonung des "Kiddusch" reichen. 1926 heiratete er die Schauspielerin Lotte Lenya, mit der er trotz ihrer Scheidung im Jahr 1933 (sie heirateten 1937 erneut) zeitlebens eine enge Beziehung pflegte.


Foto: Lia Chang

Michael Weller (*1942), der Buchautor von DOKTOR SCHIWAGO, ist ein erfahrener Autor von Theaterstücken, Musicals und Filmen. Er arbeitete darüber hinaus als Drehbuchautor an den Verfilmungen der Musicals „Hair“ und RAGTIME mit. Er gründete das renommierte Mentorenprojekt des Cherry Lane Theatre und unterrichtet an der New School for Drama in seiner Geburtsstadt New York. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, für das Drehbuch zu RAGTIME wurde er für den Oscar nominiert.


Foto: MTI

Hugh Wheeler (1912-1987) war ein britischer Romanautor, Dramatiker und Drehbuchautor. Gemeinsam mit dem Komponisten und Songtexter Stephen Sondheim schrieb er als Buchautor das Musical SWEENEY TODD. Hugh Wheeler schrieb mehr als dreißig Kriminalromane unter den Pseudonymen Q. Patrick und Patrick Quentin, vier seiner Romane wurden verfilmt. Er verfasste Drehbücher für die Filme „Travels with My Aunt“, „Something for Everyone“, „A Little Night Music“ und „Nijinsky“. Zu seinen Theaterstücken gehören „Big Fish, Little Fish“ (1961), „Look: We've Come Through“ (1961) und „We Have Always Lived in the Castle“ (1966, nach dem Roman von Shirley Jackson). Wheeler schrieb zusammen mit Joseph Stein das Buch für eine Neuinszenierung des Musicals „Irene“ von 1919 (1973) sowie die Bücher zu den Musicals DAS LÄCHELN EINER SOMMERNACHT (1973), CANDIDE (Chelsea Version, 1973), SWEENEY TODD (1979) und „Meet Me in St. Louis“. Darüber hinaus arbeitete er mit am Sondheim-Musical PACIFIC OVERTURES (1976) und schrieb eine neue Adaption der Kurt Weill-Oper „Silbersee“, die von Harold Prince an der New Yorker Oper inszeniert wurde. Er erhielt Tony und Drama Desk Awards für DAS LÄCHELN EINER SOMMERNACHT, CANDIDE und SWEENEY TODD. Vor seinem Tod arbeitete Wheeler an zwei neuen Musicals sowie an einer neuen Fassung der Lehár-Operette DIE LUSTIGE WITWE.


Foto: Sven Finneide

Der 1956 geborene Norweger Øystein Wiik erhielt seine Ausbildung an der Staatlichen Theaterhochschule in Oslo sowie in Wien, Bologna und London. Als Sänger und Schauspieler trat er in zahlreichen Musiktheater-, Film- und Fernsehproduktionen auf und hat an mehreren CD-Einspielungen mitgewirkt. Im Genre Musical spielte er Hauptrollen u.a. als Jean Valjean in „Les Misérables“ (sowohl im Londoner West End als auch in Oslo und Wien), „Jesus Christ Superstar“, „Sweeney Todd“ und „Evita“. Schon während seiner Studienzeit fing Wiik an zu schreiben, zunächst für Revuen, danach Kinderstücke und Liedtexte für verschiedene Interpreten. Darüber hinaus schreibt Wiik auch sehr erfolgreiche Kriminalromane, inzwischen sind es zehn, darunter – auch ins Deutsche übersetzt – „Tödlicher Applaus“ und „Leiche in Acryl“.

Gemeinsam mit Gisle Kverndokk bildet Wiik das derzeit produktivste und erfolgreichste europäische Autorengespann im Bereich Musical. Nach dem Erfolg von „Sofies Welt“ 1998 folgte im Jahr 2001 „Vincent van Gogh“. Ein Jahr später war die Uraufführung von „Gefährliche Liebschaften“, dem, wiederum knapp ein Jahr später, das Musical „Heimatlos“ („Frendelaus“) folgte, das nach seiner Uraufführung im Oktober 2003 (Regie: Matthias Davids) in Oslo zu einem der größten Musicalerfolge Nordeuropas wurde. Wiik und Kverndokk wurden von der Norwegischen Nationaloper beauftragt, die Eröffnungsoper für das neue Opernhaus in Oslo zu schreiben: „Jorden rundt på 80 dager“ nach Jule Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“. Für die Domstufen in Erfurt schrieb das Autorenduo „Martin L. – Das Luther-Musical“ (2008) und „Der Name der Rose“ (2019). 2016 wurde „In 80 Tagen um die Welt oder Wie viele Opern passen in ein Musical?“ am Landestheater Linz uraufgeführt, im April 2020 folgt am selben Ort die Uraufführung von FANNY UND ALEXANDER.


© Music Theatre International

Frank Wildhorns Werke umfassen Popmusik, Musiktheater und Klassik. 1999 war er der erste amerikanische Komponist seit 22 Jahren, der drei Musicals gleichzeitig am Broadway hatte: JEKYLL & HYDE (das für zwei Tonys nominiert wurde), “The Scarlet Pimpernel” (für vier Tonys nominiert) und THE CIVIL WAR (zwei Tony-Nominierungen). Wildhorn schrieb auch Songs für “Victor/Victoria” und brachte sein Musical DRACULA an den Broadway. Das 1997 veröffentlichte Broadway Cast Album von JEKYLL & HYDE wurde für den Grammy nominiert. Die Produktion am Broadway stellte am Plymouth Theatre einen Laufzeitrekord auf; das Musical wurde auf vier großen Tourneen und unzähligen regionalen Produktionen in den USA gezeigt und ist seitdem weltweit gespielt worden. Es gibt inzwischen JEKYLL & HYDE-Aufnahmen in sechs Sprachen. Einige der Songs aus diesem Musical wie “Someone Like You”, “A New Life” und “This Is The Moment” werden auch als Einzeltitel immer wieder interpretiert, so z.B. bei Olympischen Spielen, in der Super Bowl und bei der Amtseinführung von Präsident Bill Clinton. Weitere, bereits in den USA, Großbritannien, Deutschland und Ungarn produzierte Musicalprojekte sind u.a. „Camille Claudel“ und „Waiting For The Moon“ (über das Leben von F. Scott und Zelda Fitzgerald), „Cyrano“, „Vienna“ und „Frankenstein“. Im deutschsprachigen Gebiet wurden in den letzten Jahren in zahlreichen Produktionen DRACULA, BONNIE & CLYDE, „Carmen“, „Artus Excalibur“, „Rudolf“ und DER GRAF VON MONTE CHRISTO aufgeführt. Als Komponist und Produzent von Popmusik arbeitet Frank Wildhorn mit vielen Stars zusammen. Für Whitney Houston schrieb er den internationalen Nummer-1-Hit „Where Do Broken Hearts Go?“. Er erhielt bedeutende Preise, ist als Produzent für mehrere renommierte Gesellschaften tätig und hat ein eigenes CD-Label (Soul Bear Records) gegründet. 


Foto: MTI

Scott Wittman schrieb (zusammen mit Marc Shaiman) die Gesangstexte für das Musical HAIRSPRAY, für das die beiden mit dem Tony und dem Grammy ausgezeichnet wurden. Außerdem war er als Produzent an dem aus dem Musical hervorgegangenen Filmhit mit John Travolta in der Hauptrolle beteiligt. Am Broadway arbeiteten sie erneut zusammen für CATCH ME IF YOU CAN, das eine Tony-Nominierung als bestes Musical erhielt. Für ihre Originalsongs für das NBC-Musicaldrama SMASH wurden Scott & Marc für zwei Emmy Awards, einen Grammy und einen Golden Globe nominiert. Bei SMASH haben sie Songs für Jennifer Hudson, Uma Thurman, Bernadette Peters und Liza Minnelli komponiert. Ihre Originalmusik für das Marilyn-Monroe-Musical BOMBSHELL wurde bei Sony Records veröffentlicht. Scott ist auch Co-Autor von CHARLIE & THE CHOCOLATE FACTORY. Für den Musicalstar Patti LuPone hat er zwei Broadway-Shows, drei Aufnahmen und drei ausverkaufte Konzerte in der Carnegie Hall kreiert und geleitet. Er arbeitete mit Shaiman an neuen Songs für Disneys MARY POPPINS RETURNS unter der Regie von Rob Marshall. Er und Shaiman erhielten eine Oscar-Nominierung für den Song "The Place Where Lost Things Go" aus diesem Film.


Eine vielseitige Karriere als Schallplattenkünstler, Emmy-prämierter Fernseh- und Filmautor, Musikproduzent und Pianist war für David Yazbek die Vorstufe zur Broadway-Laufbahn. Seine drei Shows THE FULL MONTY, DIRTY ROTTEN SCOUNDRELS und "Women on the Verge of a Nervous Breakdown" wurden alle für den Tony in der Kategorie Beste Musik nominiert. Mit THE FULL MONTY  gewann er den Drama Desk Award für die beste Musik. Als Plattenkünstler ist Yazbek für fünf teils preisgekrönte Alben verantwortlich. Er produzierte auch die Cast-Alben seiner drei Broadway-Shows, von denen die ersten beiden (THE FULL MONTY und DIRTY ROTTEN SCOUNDRELS) für den Grammy Award nominiert wurden. In letzter Zeit hat David die finale Staffel von „Boardwalk Empire“ vertont, die Musik für Larry Davids Broadway-Hit „Fish in the Dark“ komponiert und gespielt und ein Ikea-Regal gebaut.

Aktuelles

Die neue Publikation „Musical Today“ als Printausgabe und Website ist gestartet. Wir sprachen mit der Chefredakteurin Iris Steiner.

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Zwei Erstaufführungen und gleich vier Musicals mit Filmvorlagen hatten im März und April Premiere. Hier ist eine Presseschau.

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Das Musical des SPRING AWAKENING-Autorenteams zeigt die unbändige Kraft der Literatur in schweren Zeiten, ohne diese zu beschönigen.

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Für Ensembles und Musical-AGs mit vielen Mädchen und Frauen kann es zuweilen schwer sein, ein passendes Stück zu finden. Wir möchten mit der folgenden Auswahl, bei der die Herren eher in der zweiten Reihe stehen, diese Stücksuche vereinfachen.

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Die deutschsprachige Premiere des mehrfach preisgekrönten Musicals war ein großer Erfolg. Hier sind erste Schnipsel aus Rezensionen.

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Am 22. März war deutschsprachige Erstaufführung des Kultmusicals DEAR EVAN HANSEN beim Musicalfrühling Gmunden.

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Wir haben unseren Katalog nach würdigen Anwärterinnen für deutschsprachige oder deutsche Erstaufführungen durchforstet. Hier sind die ersten fünf.

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