Ab 16. Oktober ist das Musical GIRL FROM THE NORTH COUNTRY am Stadttheater Fürth erstmals in Deutschland zu erleben. Die Songs stammen von Literaturnobelpreisträger Bob Dylan, das Libretto vom renommierten irischen Dramatiker Conor McPherson, der Dylans Songs vielfach – ganz im Sinne des epischen Theaters – als Kommentare zur Handlung einsetzt.
Menschen zwischen Hoffnung und Not
1934 treffen in einer Pension in Duluth, Minnesota, ganz unterschiedliche Menschen aufeinander. Was sie eint: Sie alle sind von der Weltwirtschaftskrise gezeichnet. Pensionsbesitzer Nick Laine kämpft darum, das finanziell angeschlagene Haus über Wasser zu halten. Gleichzeitig kümmert er sich um seine an Demenz erkrankte Frau Elizabeth, seinen orientierungslosen Sohn Gene und seine unverheiratet schwangere Adoptivtochter Marianne.
Als eines Abends der gescheiterte Boxer Joe Scott und der zwielichtige Reverend Marlowe in der Pension Zuflucht suchen, geraten die ohnehin fragilen Beziehungen aus dem Gleichgewicht. Zwischen wirtschaftlicher Not, unerfüllten Hoffnungen und neuen Möglichkeiten suchen die Bewohner und Gäste nach einem Ausweg aus ihren festgefahrenen Leben.
Ein Musical mit Sogwirkung
Das Musical entfalte „eine ganz eigentümliche Sogwirkung“, schreibt Florian Maier in Musical Today anlässlich der deutschsprachigen Erstaufführung in Gmunden Anfang des Jahres. Weiter heißt es:
Conor McPherson hat seinen 13 Figuren die Rollen sprichwörtlich auf den Leib geschneidert – jedes Wort, jedes bleierne Schweigen ist psychologisch motiviert und lässt tief blicken.
„Ein intensives Graben in Psychen, Seelen und Abgründen“ sei GIRL FROM THE NORTH COUNTRY, meinen die Oberösterreichischen Nachrichten. Nie drifte das Stück in „Herzschmerzschmalz“ ab, da „die glasklaren, poetischen Texte von Bob Dylan das nicht zulassen“.
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GIRL FROM THE NORTH COUNTRY steht ab jetzt für Lizenzierungen zur Verfügung. Die von Elisabeth Sikora übersetzten Songs können sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gesungen werden. Gerne versorgen wir Sie mit Ansichtsmaterial.