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Der steinige Weg des Künstlers unter Zeitdruck

TICK, TICK… BOOM! - Musical auf Netflix! Eine Film-Hommage an RENT-Autor Jonathan Larson.

Andrew Garfield als Jonathan Larson in der Verfilmung von TICK, TICK... BOOM! (Foto: Netflix)

Jonathan Larson (1960-1996). Foto: Wikimedia Commons

Filmtrailer mit deutschen Dialogen

Andrew Garfield “30/90” Official Song Clip

Andrew Garfield bei Stephen Colbert

TICK, TICK... BOOM! im New York City Center (2014)

Who Is Jonathan Larson? A Look Into His Life & Legacy

Jonathan Larsons TICK, TICK… BOOM! wurde gerade als Musicalfilm in ausgewählten Kinos gezeigt und bei Netflix veröffentlicht. Für die Adaption des Musicals konnte der renommierte Komponist, Autor und Darsteller Lin-Manuel Miranda gewonnen werden.

Die klein besetzte Bühnenfassung (zwei Herren, eine Dame, vier Musiker*innen) wird für die Leinwand mit großem Cast energiereich, berührend und kurzweilig in Szene gesetzt.

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Die Geschichte basiert auf der Biographie Jonathan Larsons - 1990, New York: „Spiderman“ Andrew Garfield spielt den Komponisten Jon, der bald 30 wird und noch keinen Fuß in der Branche gefasst hat. Er hat große Ziele, doch das Stück, an dem er seit acht Jahren arbeitet, findet keinen Anklang. Entsprechend frustriert und mittellos ist er.

Seine Freundin Susan, eine Tänzerin, möchte außerhalb von New York einen festen Job annehmen und eine Familie gründen. Sie leidet darunter, dass Jon dazu nicht bereit ist.

Auch Michael, der sich gegen eine Bühnenkarriere und für einen gutbezahlten Job in der Werbebranche entschieden hat, hadert mit seinem besten Freund, der sich häufig abkapselt, um zu schreiben. Er versucht ihm eine Karriere abseits der Kunst schmackhaft zu machen, merkt aber letztlich, dass sein Freund trotz aller Schwierigkeiten Autor bleiben wird. 

Jon schöpft neue Hoffnung durch den Zuspruch von Stephen Sondheim, seinem großen Idol, der sein Stück sieht und ihn daraufhin beraten möchte. (An diversen Stellen im Film spielt Sondheims Musical SUNDAY IN THE PARK WITH GEORGE eine Rolle - der Song „Sunday“ basiert auf dem Finale des ersten Aktes.)

Die Geschichte endet mit Jons Vorhaben, ein neues Stück zu schreiben, und der Film berichtet von Larsons späteren Erfolgen. 

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Diverse Broadway-Darsteller*innen, Autor*innen und Wegbegleiter*innen Larsons erscheinen als Cameos und unterstreichen die Botschaft aller am Film Beteiligten: Wir haben dir, Jonathan Larson, viel zu verdanken! Larson starb, bevor er die Erfolge und den Einfluss seiner Stücke erleben konnte: Kurz vor der ersten Off-Broadway Preview-Vorstellung von RENT erlag er überraschend einem Aortenaneurysma – am 25.01.1996, mit 35 Jahren.

Posthum erhielt Jonathan Larson für RENT den Pulitzerpreis in der Kategorie Theater und den Tony Award für das beste Musical.

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Die Bühnenfassung von TICK, TICK… BOOM ist bei uns in deutscher Übersetzung von Bernd Julius Arends erhältlich. Sie ist mit zwei Herren (Jon, Michael und weitere Rollen) und einer Dame (Susan u.a.) sowie vier Musiker*innen (Keyboard, Gitarre, Bass, Drums) als kompaktes Rockmusical angelegt und damit auch für kleinere Bühnen attraktiv.

Auch Jonathan Larsons Erfolgsmusical RENT bieten wir in der Übersetzung von Wolfgang Adenberg an.


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