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IM AUGE DES STURMS: Ein empathisches Coming-of-Age-Musical

Am 1. Mai feierte IM AUGE DES STURMS seine Uraufführung im Kulturforum Fürth. Wir haben erste Pressestimmen zusammengetragen.

IM AUGE DES STURMS in Fürth (Foto: Stella Fritz)

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IM AUGE DES STURMS erzählt die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher, die in einer Kirche Schutz vor einem mysteriösen Sturm suchen. Dort werden sie mit Fragen von Identität, Freundschaft und Zugehörigkeit konfrontiert. Das Musical von Nic Schilling (Musik, Liedtexte, Buch) sowie Annabell Strobel und Isa Fallenbacher (Buch) erlebte am 1. Mai 2026 seine Uraufführung als Koproduktion des Kulturforums Fürth mit dem Förderverein Queeres Musiktheater e.V.

Eine enge Umarmung von Text und Musik

„Der Sturm ist hier nur ein Symbol für das, was auf Jugendliche beim Heranwachsen einprasselt“, schreibt Angela Reinhardt in Musical Today. „Es geht nicht nur um die sexuelle Orientierung, sondern ganz allgemein darum, Gewissheit zu finden – woran man glaubt, wem man vertrauen kann, wohin man will im Leben.“ Besonderes Lob findet sie für das einfühlsame Buch: „All das, wofür die englische Sprache den schönen Ausdruck ‚Coming of Age‘ bereithält, wird hier mit großer Empathie verhandelt.“

Nic Schillings Musik sei „erstaunlich reich“, so Reinhardt, und enthülle „mit jedem Song Neues“. Sie führt aus: „Die Lieder lassen in die Seele der Figuren blicken, schildern subtil die Geborgenheit oder Nervosität in der Kirche. Sie sitzen genau an den richtigen Stellen und der Übergang vom Dialog in Musik wirkt natürlich.“

Gerade die Formenvielfalt zeichne IM AUGE DES STURMS aus:

Es gibt klassische Balladen, mehrstimmige Chorsätze mit Melismen oder komponierte Dialoge, die Rap-Verse gegen eine poppige Melodie setzen. Einflüsse der modernen Klassik sind ebenso spürbar wie die Liebe zu Sondheim, in Binnenreimen und vor allem in der sehr engen Umarmung von Musik und Text.

Ein sicherer Hafen für alle

„Wo will ich hin, wer darf ich sein? Das sind die großen Fragen des Erwachsenwerdens, die in IM AUGE DES STURMS verhandelt werden“, schreibt Helene Mayerhofer in den Nürnberger Nachrichten. Nic Schilling gelingen mit seinen Songs „große Momente, in denen die Figuren ihre eigene Erzählung wieder an sich reißen und gefestigt daraus hervorkommen“. Mayerhofer lobt zudem das Buch, in dem die Charaktere mit „kleineren intimen Dialogen“ glänzen.

Ihr Fazit lautet:

Der Appell, zu sich selbst zu finden und zu stehen, egal, was andere sagen, wird zwar unter den Figuren besprochen, richtet sich aber auch deutlich nach außen und funktioniert auch als Einladung, selbst anderen ein Hafen zu sein.

Für die Spielzeit 2026/27 ist bereits eine Produktion des neuen Musicals am Theater Lüneburg geplant. Weitere Informationen und Pressestimmen haben wir hier für Sie zusammengetragen.


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