Seit der Uraufführung im Jahr 1996 hat das Musical RENT von Jonathan Larson New York erobert, und ein neues, junges Publikum ins seitdem immer restlos ausverkaufte Theater gezogen. Anders als die meisten Broadway-Musicals ging RENT aus einem Workshop mit jungen Darstellern hervor. Auf der Bühne stehen keine Märchengestalten in einer Glitzerwelt, sondern Menschen von heute, begleitet von einer fünfköpfigen Band.
Klassische Oper als Inspiration
RENT folgt in groben Zügen der Handlung der Oper „La Bohème“ von Giacomo Puccini und spricht die Sprache junger Leute, die im East Village von New York leben. Der große Erfolg von RENT auf der Bühne wie in der Verfilmung gründet darauf, dass Jonathan Larson brisanten Themen nicht ausweicht: Offen und schonungslos werden unterdrückte Homosexualität und der in den USA immer latenten Rassismus thematisiert - und nicht zuletzt die bedrohliche Krankheit AIDS.
Hochrangig ausgezeichnet
Mit sowohl dem Tony Award als Bestes Musical als auch mit dem Pulitzer Preis als Bestes Drama ausgezeichnet, war RENT nicht nur wegen der ungewöhnlichen Handlung um den Überlebenskampf in New York ein Hit. Zum Erfolg trugen vor allem rockige Songs wie „Light My Candle“, „La Vie Boheme“ und „Love Heals“ bei. Zudem belegt es auf der Liste der am längsten ohne Unterbrechung laufenden Broadway-Musicals Platz 11 (5.123 Aufführungen zwischen 1996-2008, Stand Nov. 2024)
Aus der Begründung für die Auszeichnung:
For a distinguished play by an American author, preferably original in its source and dealing with American life, Three thousand dollars ($3,000).
Das Musical RENT erfreut sich bis heute vor allem im Amateurbereich dauerhafter Beliebtheit und ist auch für Profis eine lohnende Ergänzung des Spielplans, wie die letzten Produktionen in St. Gallen, Dortmund und Lüneburg gezeigt haben.
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Hier finden Sie die Artikel zu den vier anderen Pulitzer-Preisträgern: